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Wichtigste Parteien und Kandidaten der EU-Wahl: Wer sie sind - und was sie wollen

OLIVIER HOSLET/EPA-EFE/REX EVP, SPE, ALDE - an Abkürzungen mangelt es bei der Europawahl wirklich nicht. Doch wer verbirgt sich dahinter? Und wie war das noch mal mit den europaweiten Spitzenkandidaten? Ihr Wegweiser zur Wahl.
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#1 - 21.05.2019, 15:47 von Frietjoff

Ist völlig in Ordnung so

Die Programme und Politikansätze der nationalen Parteien sich auch einfach noch (!!!) zu unterschiedlich. Da wären europäische Listen noch (!!!) Etikettenschwindel.

Eine europäische Grüne Partei kann ich mir noch halbwegs vorstellen, aber bei den Sozialisten--Sozialdemokraten--Knapp-links-der-Mitte-Demokraten sind die Unterschiede noch riesig. Und bei den Konservativen ist das noch extremer.

Wenn überhaupt, sollte man darüber nachdenken, jedem europäischen Bürger (ohne Umzug) zu erlauben, einmal (!!!) im Mitgliedsland seiner Wahl abzustimmen. Wenn also eine polnische Oma meint, das bei weitem wichtigste Problem in der EU ist der Brexit und seine Auswirkungen auf ihre in England arbeitenden Kinder, warum soll sie dann polnische Listen wählen müssen und nicht britische Listen wählen dürfen.

Ich kann die Europapolitik der deutschen Parteien diesseits der AfD zumindest tolerieren. Ob im im Europaparlament jetzt Union oder SPD stärker ist, ist mir nicht komplett egal, aber weit weniger wichtig als der ungarischen Opposition (dem Herkunftsland meiner Frau) eine Stimme zu geben. Ich würde statt deutscher also lieber ungarische Kandidaten wählen (obwohl wir nicht in Ungarn leben). Das wäre also mal eine Reform!

#2 - 21.05.2019, 16:02 von Kohlenkeller

Welcher Fraktion

wird denn "Demokratie in Europa" von Yanis Varoufakis zugerechnet? Der GUE/NGL-Fraktion? Habe tatsächlich gerade erst erfahren, dass man ihn in Deutschland wählen kann.

#3 - 21.05.2019, 16:53 von robr

Es gibt auch...

Es gibt auch eine tatsächlich Europäische Partei, die in viele EU Länder für die Europawahl positioniert hat.
Wer eine progressive, paneuropäische und pragmatische Partei sucht, sollt sich mal VOLT ansehen!

#4 - 21.05.2019, 17:15 von jaydeeblue

Stirbt Politik

Ich merke immer mehr, dass ich in die Riege der misstrauische Politikverdrossenen gehöre. Ganz gleich wem, ich glaube ihnen kein Wort. Niemand der da zur Wahl steht macht da auch nur einen "Furz" aus Überzeugung. Man will in das Heiligste (zurück), nach Europa und viel, viel Geld verdienen!
Mit welcher Begründung verdient eigentlich so ein Sesselfurzer in Brüssel so viel mehr als ein Bauarbeiter, Kindergärtner oder Altenpfleger?
Vielleicht ist gar nicht der Klimawandel, die Globalisierung, die Armutsverteilung das größte Problem der Menschen (bzw. der Demokratie), sondern die Politik an sich.
Möglicherweise sollte man zurück zum Ehrenamt mit einer Aufwandsentschädigung, die unterhalb des Durchschnittseinkommens liegen müsste (und zwar der jeweiligen Länder)!
Mittlerweile merke ich jedenfalls, dass es mit schlicht sch**ßegal ist wer gewählt wird. Politik für mich und meine Interesse macht keine Partei (nicht mal in Ansätzen) und die Diskrepanz zwischen (mir) wichtigen Dingen und der Umsetzung ist Lichtjahre auseinander!

#5 - 21.05.2019, 17:55 von Mähtnix

Zitat von jaydeeblue
...Niemand der da zur Wahl steht macht da auch nur einen "Furz" aus Überzeugung. Man will in das Heiligste (zurück), nach Europa und viel, viel Geld verdienen! Mit welcher Begründung verdient eigentlich so ein Sesselfurzer in Brüssel so viel mehr als ein Bauarbeiter, Kindergärtner oder Altenpfleger? ...
Wenn das so ein geiler Job ist, warum machen Sie ihn nicht?

#6 - 21.05.2019, 18:11 von ocmone

An die drohenden Politikverdrossenen - es gibt vielleicht noch Hoffnung. Bei dieser Wahl stehen DieHumanisten endlich auf dem Zettel. Politik wird dort auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen betrieben anstatt durch Populisten mit gefährlichem Halbwissen.

#7 - 21.05.2019, 18:13 von ddcoe

Es gibt keinen Automatismus

in der EU, der Weber zum Nachfolger von Juncker macht, wenn die EVP stärkste Partei werden sollte - und das ist auch gut so. Ein Wenig sollten die Staatschefs auch die Eignung der Kandidaten im Auge behalten - und die ist bei Weber einfach nicht vorhanden.

#8 - 21.05.2019, 18:17 von haarer.15

Länderübergreifende Wahlliste

Warum kriegen wir das nicht hin ? Will man Europa weiterentwickeln, so hätte man diese längst auf den Weg bringen müssen. Hätte eine Anschubwirkung und ganz sicher auch einen identätsfördernden Effekt. Man weiß leider, dass sich vorallem Konservative und Nationalisten hier nicht anfreunden können, sich sogar verweigern. Zuviel Miefigkeit vs. Kleinkariertheit tritt hier zutage. Das zeigte auch das Duell von Manfred Weber und Frans Timmermans. Letzterer ist kosmopolitisch aufgestellt und leidenschaftlicher Europäer, der für ein integratives weltläufiges Europa steht. Weber stand hier immer im selbstgewählten Schatten. Unter ihm als Kommissionschef kann ich mir eine weiterentwickelte zukunftsorientierte EU nicht vorstellen.

#9 - 21.05.2019, 18:45 von Frietjoff

Zitat von jaydeeblue
Ich merke immer mehr, dass ich in die Riege der misstrauische Politikverdrossenen gehöre.
Du wirst halt älter und dadurch grantiger. Das gab es immer schon.

Die These, es gäbe keine Unterschiede mehr in der Europapolitik, ist einfach albern. Ich sage nur Europäische Integration (bzw. Brexit) und Klimawandel.

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