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Zwei Jahre im Weißen Haus: Lügen, beleidigen, golfen - Trump in Zahlen

DPA Halbzeit für Donald Trump: Im Januar 2017 übernahm er das Amt des US-Präsidenten. Seine Tiraden auf Twitter, seine Wut auf die Presse, sein Personalverschleiß sind längst Alltag. Die etwas andere Bilanz.
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#1 - 20.01.2019, 08:32 von jojack

Aber auch Menge erreicht

Auch wenn man seiner Amtsführung und seinen Entscheidungen nichts abgewinnen kann, muss man doch respektieren, dass Trump nominell viel erreicht hat. Die Steuern drastisch gesenkt, den Regulierungs-Dschungel stark ausgedünnt, zwei Richter ans oberste Gericht berufen, NAFTA neu ausgehandelt. Dass das Ganze mit reichlich Chaos, der vollständigen Abwesenheit präsidialer Qualitäten und von ihm geschürten gesellschaftlichen Konflikten einhergeht, steht jedoch auf einem anderen Blatt geschrieben.

#2 - 20.01.2019, 09:03 von ansprechpartner

Überraschung

Das sind ja jetzt nicht wirklich "Neuigkeiten", sondern nur die Bestätigung der Berichte, die es in dieser Richtung in der vergangenheit über Donald Trump schon gegeben hat.
Überraschend ist nur, das wenn man glaubt, bei Donald Trump schon alles gesehen zu haben, und denkt, schlimmer kann es nicht mehr kommen, setzt er immer noch einen drauf und die "Überraschung" ist perfekt.
Was mich persönlich überrascht ist die Tatsache, das Donald Trump von 730 Tagen Amtszeit er nur 352 Tage nicht auf dem Golfplatz verbracht hat.

#3 - 20.01.2019, 09:09 von kein-freund-von-despoten

Die erste Lüge war schon früher

Der lächerliche Hick-Hack um die angebliche großartigste Amtseinführung war nicht die erste Lüge. D.Trump hatte nämlich eigentlich versprochen, mit der Amtseinführung seine Steuererklärung vorzulegen. Das war wohl nichts. Da würde ja jeder sehen können, dass der Hr. Trump ein Selfmade - Pleitier ist.

#4 - 20.01.2019, 09:20 von bauigel

@ jojack

Offensichtlich lassen soe sich auch blenden. Er hat viel erreicht?
Was für eine drastische Steuersenkung denn - außer für seine reichen Kumpane - und auf Kosten der Finanzen ohne jedwede Gegenfinanzierung.
Nafta neu verhandelt? Alles nir Geschwätz. Das neue Abkommen ist fast eine Kopie des alten Abkommens.
Usw.....

#5 - 20.01.2019, 09:20 von fubs

@1 Regulierungs-Dschungel stark ausgedünnt?

Natürlich nur da, wo Regulierungen eigentlich Sinn machen. Von der Wasserqualität bis zur Luftqualität z.B., oder bei der Netzneutralität. Diese Ämter hat er schließlich auch alle mit Industrielobbyisten besetzt. Soviel zu drain the swamp. Abgesehen davon prahlte er natürlich, er hätte hunderte Regulierungen gekillt, in Wahrheit waren es bei weitem nicht so viele. Er zählte natürlich auch das Stoppen oder auf die Lange Bank schieben von Regulierungspropositionen, die noch gar nicht gesetzlich in Kraft getreten waren, dazu, etc. etc.

#6 - 20.01.2019, 09:28 von ingen79

Wenn man anderen der Lüge

überführen will sollte man sorgfältiger Recherchieren. Die Aussage von Trump Das es der Wirtschaft gut geht stimmt! Bei seinem Amtsantritt lag der Dow Jones unter 20 000 aktuell über 24 000. Der Aktienkurs ist ein Mass wie gut es der Wirtschaft geht! Einfach mal die Kollegen vom Wirtschafts Ressort fragen. Wie viel davon bei seinen Wählern , den Armen ungebildeten weissen Männern, ankommt ist eine andere Frage.

#7 - 20.01.2019, 09:34 von Kamillo

@1 Regulierungs-Dschungel stark ausgedünnt?

Momentan hat er fast keine Regulierung mehr. Manche Ministerien sind seit seiner Amtseinführung unterbesetzt. Eines von 2 Parlamenten wird von den Demokraten beherrscht, da wird eher er reguliert. Fast alle Beamte sind im Zwangs-Shutdown, selbst im Weißen Haus herrscht gähnende Leere, so dass er bei McDonalds bestellen muss. Das Ganze geht hin Richtung Failed State, auf einer Ebene mit Somalia.

#8 - 20.01.2019, 09:37 von severin123

Er mischt durch

Auf eine unorthodoxe Weise, welche Auswirkungen seine Amtszeit/ Amtszeiten haben werden wird erst die Geschichte zeigen.

#9 - 20.01.2019, 09:38 von Vadomar

Nullnummer Trump

Zitat von jojack
Auch wenn man seiner Amtsführung und seinen Entscheidungen nichts abgewinnen kann, muss man doch respektieren, dass Trump nominell viel erreicht hat. Die Steuern drastisch gesenkt, den Regulierungs-Dschungel stark ausgedünnt, zwei Richter ans oberste Gericht berufen, NAFTA neu ausgehandelt. Dass das Ganze mit reichlich Chaos, der vollständigen Abwesenheit präsidialer Qualitäten und von ihm geschürten gesellschaftlichen Konflikten einhergeht, steht jedoch auf einem anderen Blatt geschrieben.
Wenn man ehrlich ist, hat Trump in den knapp 2 Jahren seiner Präsidentschaft nichts erreicht.

Die Dinge, die sie anführen:

- Steuersenkungen: Von denen profitieren im Wesentlichen nur Spitzenverdiener und sehr große Unternehmen. Die Steuersenkungen treibt zudem die Neuverschuldung der USA auf ein historisches Hoch. (Neuverschuldung 2017: 768 Mrd., 2018: 1,34 Billionen, geschätzt für 2019: 2 Billionen). Er übertrift damit die gesamte Nettokreditaufnahme von Obama nach 3 Jahren bereits. Und dem hat er immer schlechtes Wirtschaften vorgeworfen. Obama hat zudem das Ruder während einer tiefen Wirtschaftskrise erreicht.

- Regulierungsdschungel ausgedünnt: Er hat Bankenregulierungen, die Obama sinnvollervollerweise nach den kriminellen Machenschaften der Lehman Brothers und anderer Großbanken eingeführt hat, wieder abgeschafft. Ob das sinnvoll ist, den Banken praktisch wieder freie Fahrt mit faulen Geschäften zu geben ?

- 2 oberste Richter durchgedrückt: Was ist da ein "Verdienst" ? Er hat das Parlament erpresst, Gorsuch oder Kavanaugh, beide von zweifelhafter charakterlicher Eignung, zu bestätigen. Ein Verdienst ist das mit Sicherheit nicht.

NAFTA: Nichts erreicht. Das neue Abkommen (heißt: USMCA) liegt auf dem Tisch, hat wenige Änderungen, und ist noch von keinem der 3 Staaten ratifiziert worden, und wird es wohl auch nicht.
Also viel heiße Lust um nichts.

Außer die amerikanische Gesellschaft zu spalten, ist die Trumppräsidentschaft eine absolute Nullnummer.

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