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Zwei Jahre US-Präsident Trump: Geteilte Staaten von Amerika

DPA Donald Trump regiert seit zwei Jahren im Weißen Haus. Der US-Politikwissenschaftler Robert Reich hält ein Amtsenthebungsverfahren schon jetzt für geboten - und erwartet den vorzeitigen Rücktritt des Präsidenten.
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#10 - 20.01.2019, 17:45 von LauraD

@1

Sie provozieren die Frage, ob Sie die letzten 2 Jahre jemals Zeitung gelesen oder Dokumentationen zum Thema gesehen haben. Oder, ganz offensichtlich, ob Sie Ihren eiligen Kommentar aus dem bekannten Gebäude in Sankt Petersburg schreiben.... (Ich drücke Ihnen die Daumen, daß nicht wieder die Heizung ausfällt bis Ende des Winters ;) )

#11 - 20.01.2019, 17:48 von Schartin Mulz

Die USA

waren immer geteilt. Da die Demokraten, auf der anderen Seite die Republikaner.
Was Trump da jetzt versucht, umzusetzen, ist das, was ein großer Teil der Amerikaner schon immer wollte. Weniger Einwanderung, USA first, weniger Sozialpolitik etc.

Ich denke, wir wären heute diskussionsmäßig weiter, wenn wir über Politik reden würden. Statt über die Frage, wann und wo HerrTrump mal einen Russen getroffen hat oder so. Oder ob er ein Verhältnis hatte und deshalb Schweigegeld gezahlt hat.
Und seit seiner Wahl wird über Amtsenthebungsverfahren gesproechen. Und wer wo wann vielleicht die Unwahrheit gesagt hat.
Was ist mit der Politik? Wo sind die Demokraten? Was würden die besser machen? Immer hört man nur: Trump muss weg.
Und ob Trump der Schlimmste ist, wird die Geschichte zeigen. Nachdem sein Vorvorgänger versucht hat, die Welt mit gefälschten Beweisen in einen völkerrechtswidrigen Krieg hineinzuziehen, muss man sich schon ziemlich anstrengen, um das zu überbieten.

#12 - 20.01.2019, 17:51 von Sisyphos der Linke

Ein grandioser Satz und Offenbarungseid !

"Ich glaube, dass die Amerikaner nach zwei Jahren Donald Trump verzweifelt nach einer Person Ausschau halten, die für Integrität und Ehrlichkeit steht". Ja wirklich, so eine Person ist nicht in Sicht. Dabei redet er wohl von den Demokraten.

#13 - 20.01.2019, 17:53 von daslästermaul

lesensswerter kluger Post !!

Gelassenheit dürfte im Umgang mit diesem Patienten das oberste Gebot der Stunde sein. Was zur begründeten Hoffnung Anlass gibt,ist die überzeugende Professionalität mit der Robert Mueller Anschein nach seinem Untersuchungsauftrag nach geht und das
aus seinem Stab allem Anschein noch nichts an die Medien "durch gestochen" worden ist.

Fakt für den Moment düfte sein, dass Mueller bereits einen Großteil der Trumpschen Handlanger aus der 2. und 3. Ebene hat verhaften und ankagen lassen, Damit dürfte Mueller seinen Untersuchungsgegenstand mittlerweile schon deutlich eingekreist haben.

Trump dürfte Mueller in keinster Weise persönlich und intelektuell gewachsen sein und muss daher damit
damit rechnen, dass er als einer als einer der nächsten, zeitnah angeklagt und aus dem Amt entfernt wird.

#14 - 20.01.2019, 17:55 von Profdoc1

Sorry, ...

Zitat von Watschn
Der soll ja spätestens Ende Februar o. März rauskommen. Dann kann man ja weitersehen. Alles andere, die langsame durchdrehende mediale Schlagzahl von Trump-Impeachment-Geschrei u. anderes hektisches Gazetten-Gebrüll massiv in contra, o. in wenigen Teilen pro Trump bringt niemanden was. Im Gegenteil, es macht die Medien noch unglaubwürdiger, egal aus welcher Warte, ob Trump-Idiot o. Trump-Hero...
das hat weder etwas mit geifern, noch mit Medien zu tun. Das ist schlichtweg eine Tatsachenbeschreibung eines der renommiertesten Politikwissenschaftlers der USA, der interviewt wurde. Insoweit ist ihr Kommentar nicht nachvollziehbar. Wo ist das Problem?

#15 - 20.01.2019, 17:56 von menefregista

Berater von Präsidenten

Wenn der Herr Professor mit 72 J. bereits 4 Präsidenten beraten hat, dann bedeutet es noch lange nicht, dass er Hellseher geworden ist und seine gefühlte Wahrnehmung über die gespaltene Gesellschaft so auch in der Realität von der Mehrheit der Wähler erlebt wird. Tatsache ist, dass unter dem Demokraten Obama, die gesellschaft weitaus stärker in ARM und Reiche gespalten worden ist, als je zuvor. Daran hat Obamacare nichts geändert, zumindest nicht für Amerikaner, die schon länger in den USA leben.
Der Herr Reich ist auch nur einer der vielen Nicht-Republikaner, die alles im Weissen Haus nur deshalb schlecht finden, weil dort nicht die geschmacklosen und spalterisch kriegstreibenden Truppen der Nancy Pelosi und der Clintons regieren. Da werden die 2/3 der Senatoren vermutlich anders sehen, wenn es um impeachment geht. Das ist gelebte Demokratie und keine formal-abstrakte Politikwissenschenaftliche Kackerei.

#16 - 20.01.2019, 17:57 von hojens

Mal ganz ehrlich

Ich bin nicht die hellste Birne in dieser Welt,aber wie kommt es das so viele für diesen kranken Mann gestimmt haben. Wir müssten doch eigentlich was gegen Demagogen deren Lügen und deren Machenschaften haben.
Wie kann ich eine Demokratie schützen?

#17 - 20.01.2019, 18:03 von wuschipuschi

Ach watt. Schon hundertmal gehört. "Jetzt muss er aber wirklich zurücktreten"... Es wäre ja schön, aber ich glaub nicht mehr dran. Bei all dem, womit der schon durchgekommen ist. Wir sollten lieber alle hoffen, dass er in zwei Jahren nicht wiedergewählt wird. Aber auch das kann noch passieren.

#18 - 20.01.2019, 18:12 von burlei

Ob Trump nun bleibt oder nicht ...

... hängt in erster Linie doch von der Partei ab, die man ehemals die "Republikaner" nannte. Als 2008 die Wahl gegen Obama verloren wurde, überließ man der Tea-Party-Bewegung die Deutungshoheit. Einer Truppe, ahnungslos, infantil, rechthaberisch und so weit rechts anzusiedeln, dass man diese nur noch als rechtsextrem bezeichnen kann. jetzt hat dieser Haufen die GOP völlig unterwandert. Rechtsextreme, Bigotte Evangelikale, ahnungslose Dummschwätzer und knallharte Egomanen bestimmen jetzt den Kurs. Hauptziel: Sich und ihre Cliquen bereichern wo es nur geht. Dafür benötigen sie Präsidenten, die noch dümmer, noch gieriger, noch egomanischer sind als sie selber. Mit Trump haben sie natürlich einen bekommen, der all diese Voraussetzungen mit bringt. Aber ihn absetzen? Bloß nicht! Da müssen die USA und ihre Bürger jetzt durch. Solange die Fanatiker, die Trump wählen, ihn bewundern nicht am eigenen Leib einige Jahre die Auswirkungen dieser "Politik" erdulden müssen, bis sie mal aufwachen, so lange muss Trump eben Präsident bleiben. Nein, Trump und die GOP muss von der ganzen Bevölkerung in die Wüste geschickt werden, nicht nur von der Mehrheit der Wahlmänner. Aber darauf, dass diese Fanatiker, dieser Teil der Bevölkerung mal das Denken anfängt, kann man wohl lange warten. Ist ja auch nicht so einfach. Warten wir also.

#19 - 20.01.2019, 18:13 von kommentator24de

Es kann uns auch sagen ...

Auch Politikwissenschaftler sitzen gut in ihrem Glasschrein.
Was wir aber für Europa und Deutschland lernen können und dürfen und auch sollten: dass eine verbindende Mitte ein besserer Stabilitätsanker für krisengeschüttelte Zeiten ist als ein Beharren auf aberwitzigen Positionen.
Wenn ich lese, dass das private Vermögen der Deutschen 6 Billion Euro beträgt - das sind pro Person, vom Säugling bis zum Greisen durchschnittlich 75.000 Euro - dann fällt mir auch da eine relativ deutliche Ungleichverteilung auf. Eine "durchschnittliche" Familie mit 2 Kindern hätte also ein Barvermögen von 300.000 Euro (ohne Immobilien). Und es soll mir keiner behaupten, dass die größten Summen bei den Menschen untergebracht sind, die dafür auch die größte Verantwortung übernehmen, die größte Leistung für die Gesellschaft erbringen, sich über die Maßen für soziale Zwecke und Initiativen einsetzen oder sonst irgendeinen dummen ausgedachten Quatsch. Es soll mir auch keiner erzählen, dass der Hartz-IV-Empfänger doch "selbst schuld" an seinen Verhältnissen ist. Es soll mir auch keiner erzählen, dass es nicht Mittel und Wege zu einer besseren Verteilung gibt und es soll mir auch keiner erzählen, dass zunächst die verhältnismäßig gesund wirtschaftende Mittelschicht angegangen werden muss. Ansonsten sind wir nicht so weit von einer Spaltung der Gesellschaft entfernt.

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