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Zweite TV-Debatte der US-Demokraten: Drei Gewinner, viele Verlierer

Wilfredo Lee/ AP Wer tritt 2020 gegen Donald Trump an? Bei der zweiten TV-Debatte der US-Demokraten überzeugte überraschend Senatorin Kamala Harris. Spitzenreiter Joe Biden und Bernie Sanders dagegen gerieten aus der Spur.
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#1 - 28.06.2019, 07:03 von kzs.games

anti-alt-politik

ich (25) verstehe nicht, was an der "Politik der Alten" (Joe Biden etc.) so schlecht sein soll. es ist schließlich diese Politik die uns zu dem gebracht hat was wir haben. man kann sagen was man will, aber es geht uns ziemlich gut (Mal vergleichen mit Afrika, Südamerika, dem nahen Osten).

und ich hab lieber jemand mit Lebenserfahrung und einer soliden Position als politischen Führer als so'n snowflake-politiker aus meiner Generation der komplett verweichlicht ist und überall emotional argumentiert und die Opfer-Karte zieht.
ich hätte auch lieber eine "Mad Dog" Mattis als Verteidigungsminister als ne V.D.L., der anscheinend alles wichtiger ist als der tatsächliche Kampfwert der Truppe

#2 - 28.06.2019, 07:22 von horstenporst

Sanders ist also ein Verlierer, weil er konsistent in seinen politischen Ansichten ist. Mit fairem Journalismus hat das nichts zu tun! Übrigens sind es Themen, die 2016 von Sanders gesetzt wurden, auf die jetzt viele andere Kandidaten aufspringen: Medicare for all, höhere Steuern für Reiche, kostenlose Bildung ...

#3 - 28.06.2019, 07:37 von RalfHenrichs

Ist doch egal

Die Dems haben bis heute die wirkliche Ursache ihrer Niederlage gegen Trump aufgearbeitet. Jetzt geht die Selbstzerfleischung los und am Ende gewinnt irgendjemand, den zwar die relative Mehrheit der Dems gewählt hat, den die absolute Mehrheit der Dems aber nicht gewählt hat. Und die Reps stehen fast geschlossen hinter Trump (zwar viele nicht begeistert und eher zähneknischend, aber sie werden hinter ihm stehen). Daher sind die Dems chancenlos.

#4 - 28.06.2019, 07:57 von Ishibashi

persönliche Meinung

es ist Schade dass in dem Artikel keine Umfragewerte oder Meinungen von anderen Beobachtern erwähnt werden. Nur die eigene Meinung zu verbreiten ist wenig informativ.

#5 - 28.06.2019, 08:20 von pnegi

Herr Nelles...

...SPON ist wieder mal auf der falschen Spur. Ich habe den Artikel Ihrer Kollegen zur ersten Runde nochmal gelesen, da wird die laut Google Trends eindeutige Siegerin der Debatte mit einem einzigen Satz zittiert: "Tulsi Gabbard, Kongressabgeordnete aus Hawaii, berichtete von ihrer Zeit als Soldatin im Irak." Recht irritierend, wenn man wie ich die ganze Debatte sah. Und nun nach der zweiten Runde wird klar, es sind 19 gegen eine Kandidatin. Kriegstreiber gegen eine Kriegsgegnerin. Und das macht Tulsi zur Favoritin. Kamala steht lediglich für Klassenkampf, wie viele andere Demokraten auch. Damit gewinnt man keine Präsidentschaft. Tulsi hingegen steht für Einigung der Nation. Und das macht sie zur einzigen Kandidatin, die Trump schlagen könnte. Trump hat seine Wahl vor allem dadurch gewonnen, dass er den ganzen Interventionismus der Amis, all das sinnlos verpulverte Geld für Kriege aller Art, dass er diesen Wahnsinn stoppen wollte. Das war der Hauptunterschied zur Kriegstreiberin Clinton. Vor allem deshalb hat er gewonnen. Nun, er hat sein Versprechen gebrochen. Tulsi kann ihn damit vorführen. Sie kann glaubhaft machen, dass sie dem ganzen Spuk ein Ende setzen wird. Und damit viele Stimmen im Republikanischen Lager gewinnen. Die Massen werden hinter ihr stehen, weil sie mittlerweile am eigenen Leib spüren, dass das ihr Land zerstört. Und das macht sie so gefährlich für die Globalisten und deshalb bekämpfen sie sie jetzt schon. Oder verschweigen sie, wie Ihre Kollegen bei SPON es tun.

Worin ich übrigends mit Ihnen übereinstimme; die beiden alten Säcke, Biden und Sanders, sind bereits jetzt draussen.

#6 - 28.06.2019, 08:28 von Actionscript

Kamela Harris wäre eine gute Kandidatin, die..

..es definitiv mit Trump aufnehmen kann. In Umfragen hätte sie schon vor dieser Podiumsvorstellung Trump geschlagen, wäre jetzt Wahlkampf.

#7 - 28.06.2019, 08:35 von World goes crazy

2016, 2020

Ich hatte mir schon 2016 Bernie Sanders als demokratischen Kandidaten gewünscht und bin mir heute noch sicher, er hätte eine deutlich bessere Chance gehabt als die (trumpisch:) "crooked" Hillary. Klar er trat erst zu den Vorwahlen vorübergehend den Dems bei, aber mMn vertrat er die einst soziale (im Vgl zu den Reps) Ader der Partei deutlich stärker als HillDog und schien auch so bodenständiger und damit weniger lobbyistisch beeinflussbar von großen Firmen und Co. Er hat nunmal Charakter. Und ich verstehe an diesem Artikel nicht, was genau der Autor damit bezwecken will wenn er meint: "Bernie erzählt den gleichen ScheiB wie beim letzten Mal." Das zeigt ja nicht, dass er keine neuen Ideen hat. Sondern nur, dass sich seit dem einfach nichts gewandelt hat auf dem Gebiet. Die Probleme sind die gleichen / eher noch mehr geworden seit Donni...ich würde mir wünschen, dass Bernie eine Legislaturperiode den POTUS macht. Ich bin mir sicher, mehr würde er auch nicht wollen, da er sein Programm umsetzen würde und einige Beschlüsse raushaut, die die oberen 10 000 hart treffen könnten oder würden. Klar würde dann medial gegen ihn gehetzt (wie auch hier gerade von BLÖD-Zeitung und Co. gegen gute linke, sozialdemokratische Ideen), aber er hätte den Charakter und die Größe das durchzuziehen, da er nicht in dem korrupten Sumpf wie Hillary oder Donald oder viele weitere Lobby-Kandidaten drinnen steckt. Eine gute Amtszeit, unpopuläre aber sinnvolle Gesetzesinitiativen durchziehen und dann würdevoll sagen: Ich hab das gemacht, was ich versprochen habe. Das wär LBJ-Style. Und gut so.

#8 - 28.06.2019, 09:00 von kajoter

Das war zu erwarten. Dass Kamala Harris eine sehr starke Kandidatin ist, war bereits vorher klar. Sie besitzt eine ausgeprägte Zielgerichtetheit, ist dabei sehr analytisch und zudem noch eine ausgezeichnete Rednerin - und sie steht in der Mitte ihres Lebens. Das kann man von Biden und Sanders nicht mehr sagen, aber ich hätte nicht gedacht, dass beide in einem direkten Vergleich derartig abfallen würden. Harris findet genau die Mischung, die benötigt wird, um Trump zu schlagen. Sie ist allgemein sehr gut informiert, schlagfertig und zugleich souverän, humorvoll und zugleich eiskalt, wenn es nötig ist. Die Weise, wie sie bei einer Anhörung den Finanzminster Mnuchin vorführte, war beeindruckend, sprich: analytisch, ruhig und trotzdem messerscharf.
Mein Tipp: Es wird auf ein Duell mit Elisabeth Warren hinauslaufen, das Harris für sich entscheiden wird.
Falls das so einreten sollte, was ich ihr seit langem gönne, kann Trump sich auf ein gänzlich anderes Kaliber als Frau Clinton vorbereiten. Er ist ihr in allen Punkten weit unterlegen und es bleibt ihm eigentlich nur übrig, etwas "Schmutz" über sie zu finden oder zu konstruieren. Aber selbst wenn es ihm gelingen sollte, eine Variation der Email-Affäre aufzublasen, so ist die Gegenseite nunmehr besser vorbereitet. Sie kennt die Methoden dieses Menschen und dürfte nicht mehr so hilflos agieren wie Frau Clinton.

#9 - 28.06.2019, 09:29 von cipo

Nach den beiden Debattenrunden würde ich das Feld der Kandidaten jetzt auf diese fünf zusammenschrumpfen: Kamala Harris, Elizabeth Warren, Cory Booker, Pete Buttigieg und Julián Castro.

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