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Jugend auf den Äußeren Hebriden: Stell dir vor, du bist 18 - und lebst hier

Laetitia Vancon Ein paar Inseln im Atlantik, das schottische Festland 60 Kilometer entfernt, karge Landschaft, ein paar Menschen, Schafe. Wie leben junge Menschen auf den Äußeren Hebriden? Fotografin Laetita Vancon war da.
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#1 - 20.06.2019, 09:43 von Hinrich7

die Hebriden

insbesondere the outer Hebrides gehören für mich zu den unglaublichsten Inseln auf dieser Erde, vor vielen Jahren besuchte ich diese Inseln das erste mal - South Uist insbesondere bot das eindrucksvollste Urlaubserlebnis. Ein Besuch bei einer örtlichen Veranstaltung mit Tanz und keltischer Musik ist Pflicht, wir wurden sofort integriert mußten mittanzen und natürlich auch trinken - das ging bis zum frühen Morgen. Wir erlebten wunderbare äußerst hilfsbereite Menschen.

#2 - 20.06.2019, 10:44 von Wetterhannes

die Inseln sind traumhaft

Wir sind erfahrene Schottlandfahrer - und waren 2018 erstmals auf den Äußeren Hebriden. Sonst blogge ich ja nur zum Thema Reisen, aber diese Inseln haben mich so in den Bann gezogen, dass ich daraus ein Buch gemacht haben (erschien im Januar 2019, Titel "Hopscotch 8 - die Äußeren Hebriden"). Wir trafen so viele Menschen aller Altergruppen dort, haben uns mit vielen intensiv unterhalten, jung und alt. Viele junge Menschen müssen auf das "Mainland" für die Ausbildung, die Uni in Stornoway fängt viel auf was das angeht, vielfach auch per Online-Vorlesungen. Viele jungen Menschen kommen anschließend wieder auf die Inseln zurück - Arbeit gibt es für die, die wirklich wollen, genügend. Wir freuen uns auf die nächste Tour dorthin - mein Buch braucht ja irgendwann eine zweite (erweiterte) Auflage ;)

#3 - 20.06.2019, 12:27 von HISXX

Ich war vor ein paar Jahren auf Lewis and Harris. Die Natur dort ist wirklich schön und einzigartig. Aber das Leben dort stelle ich mir recht eintönig vor. Besonders die Dörfer fand ich ziemlich bedrückend. Viele Häuser sehen verlassen aus. Die Siedlungen sind eine Aneinanderreihung von kleinen betongrauen Häusern an der Hauptstraße entlang und haben nicht wirklich Charme. Aber wer Natur und Ruhe liebt, der ist dort sicher gut aufgehoben.

#4 - 20.06.2019, 13:18 von sb411

ein Sehnsuchtsort

Auf dem Weg nach Island haben wir mit dem Segelboot vor zwei Jahren auf Islay, Skye und Lewis and Harris Station gemacht. Seitdem lassen mich diese wundervollen Inseln nicht mehr los. Ich frage mich zwar, wovon die Leute da leben, mal abgesehen vom Tourismus und dem Schnapsbrennen, aber wenn das Problem des Lebensunterhalts gelöst ist, muss das ein wundervolles Leben dort sein.

#5 - 20.06.2019, 15:12 von odenkirchener

Besuchen, Ja. Dort leben, Nein.

Die Inseln stehen noch auf'm Plan. Ich kenne mittlerweile einige Gegenden, die wirklich klasse für einen entspannten Urlaub sind. Aber dort leben möchte ich nicht.

#6 - 20.06.2019, 16:35 von Erika.Mustermann@spon.de

Zitat von sb411
Auf dem Weg nach Island haben wir mit dem Segelboot vor zwei Jahren auf Islay, Skye und Lewis and Harris Station gemacht. Seitdem lassen mich diese wundervollen Inseln nicht mehr los. Ich frage mich zwar, wovon die Leute da leben, mal abgesehen vom Tourismus und dem Schnapsbrennen, aber wenn das Problem des Lebensunterhalts gelöst ist, muss das ein wundervolles Leben dort sein.
"Abgesehen vom Tourismus" ist nett formuliert. Warum hat man wohl vor Jahren eine Brücke vom Festland nach Skye gebaut?
Früher kamen Wanderer und Radfahrer auf die Insel, wenige PKW und Motorräder. Durch die Brücke unzählige Reisebusse, Wohnmobile und "Abenteuerurlauber".
Schauen Sie einmal bei Youtube nach Reiseberichten von dort, suchen nach Reiseblogs oder Büchern/Heftchen mit Urlaubsbeschreibungen. Massentourismus bringt Geld. Viel Geld.
Nur Vatersay und Barra (zum Teil) schützen sich noch dagegen.

#7 - 20.06.2019, 16:41 von Erika.Mustermann@spon.de

Zitat von Wetterhannes
....erschien im Januar 2019, Titel "Hopscotch 8 - die Äußeren Hebriden"....
"Hopscotch xy" ist seit geschätzt 25 Jahren der Name für Rundfahrt-Tickets mit den CalMac-Fähren von Insel zu Insel. Und ein eingetragenes Markenzeichen der Caledonian MacBrayne, oder?

#8 - 20.06.2019, 17:15 von k70-ingo

Zitat von Erika.Mustermann@spon.de
"Abgesehen vom Tourismus" ist nett formuliert. Warum hat man wohl vor Jahren eine Brücke vom Festland nach Skye gebaut? Früher kamen Wanderer und Radfahrer auf die Insel, wenige PKW und Motorräder. Durch die Brücke unzählige Reisebusse, Wohnmobile und "Abenteuerurlauber". Schauen Sie einmal bei Youtube nach Reiseberichten von dort, suchen nach Reiseblogs oder Büchern/Heftchen mit Urlaubsbeschreibungen. Massentourismus bringt Geld. Viel Geld. Nur Vatersay und Barra (zum Teil) schützen sich noch dagegen.
Trotz der mittlerweile kostenfrei zu befahrenen Brücke -es wurde früher die teuerste Brückenmaut der Welt kassiert, hat der Massentourismus auf Skye noch nicht die Grenze der Erträglichkeit überschritten. Die Reisebus-Routen gehen weiterhin seltenst über das Eilean Donan Castle hinaus (die Kreuzfahrttouristen kommen eh nur bis Urquart Castle), so daß man auch in der Hauptsaison Kilt Rock oder den Old Man of Storr für sich alleine haben kann.

Die Äußeren Hebriden -um die es hier eigentlich geht- sind ohnehin zu abgelegen für den Massentourismus. Da kann man in traumhaften Cottages -die nicht billig sind, was auch die Massen abhält- Wochen logieren, ohne außer den direkten Nachbarn -sofern vorhanden- einen anderen Menschen zu sehen.

#9 - 20.06.2019, 17:26 von Kunstgriffe

Ich wundere mich täglich hier auf SPON

Schade, dass man die Hebriden bei Maps nachschauen muss um sie räumlich zu verorten. Früher bei der Tagesschau - so um 1960 herum, da ging das noch: Eine Landkarte im Hintergrund zum Bericht, manuell zusammengeklebt. Heute scheint das digitale Pendant ein Problem zu sein. Komische Medienwelt heutzutage.

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