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Affäre um Amr Warda: Wie der Fußball in Ägypten eine Debatte über sexuelle Belästigun

REUTERS/Amr Abdallah Dalsh Der Fall Amr Warda überschattet den Afrika-Cup in Ägypten: Der Fußballer soll Frauen sexuell belästigt haben und flog deshalb aus dem Team. Doch dann stellte sich Mohamed Salah hinter seinen Mitspieler.
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#1 - 29.06.2019, 13:29 von Peer Pfeffer

Ziviler Ungehorsam

Dass die Frauen sich das bieten lassen und nicht zb solidarisch in zivilen Ungehorsam und Streiks gehen, versteh ich nicht. Wenn von den Männern keine Hilfe kommt, sollten Frauen die Arbeit niederlegen.

#2 - 29.06.2019, 13:34 von octagon87

Unfassbar was da abgeht.
Salah sollte auch gesperrt werden.
Und ab jetzt immer ausgepfiffen werden.
Ein schlimmes Zeichen für Sexismus in der islamischen Welt.
Die haben echt nix kapiert.

#3 - 29.06.2019, 13:49 von ImZweifelGlücklich

octagon87 "Salah sollte auch gesperrt werden"

für den Satz "forderte er jedoch auch, Menschen, die Fehler machten, eine zweite Chance zu geben." fordern Sie eine Sperre ?
"Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben."
Mt 6, 14f

#4 - 29.06.2019, 13:51 von legeips62

Welchen Cartoon würde

Frau Becker wohl in der EMMA zeichnen?

#5 - 29.06.2019, 14:07 von Deva

Zitat von ImZweifelGlücklich
für den Satz "forderte er jedoch auch, Menschen, die Fehler machten, eine zweite Chance zu geben."
Das ist ja nun wohl seine 3. + x Chance ! Das sollte man nicht vergessen zu erwähnen...

#6 - 29.06.2019, 14:17 von Rollerfahrer

Das zentrale Problem, nicht nur in Ägybten ist,

daß die männliche Gesellschaft schlicht respektlos aufgezogen ist.
Man kann es mit offenen Augen leicht erkennen, schon im Kinderwagen werden die Jungs als Paschas behandelt, sie können tun und lassen, was sie wollen. Selbst wenn die Mutter mal was sagt, spätestens beim Vater bekommen sie, was sie wollen. Wenn nun die Eltern auch ihre Töchter lieben, bleibt ihnen nichts anderes, als die Töchter zu reglementieren. Nicht ausgehen, sich verdecken... alles Irgendwie Notwendigkeiten gegen die von der eigenen Gesellschaft geprägten Paschas, Jungmänner... sie sind halt respektlos erzogen worden. Das Ganze ist systematisch und etabliert. Hier beist sich die Katze schlicht in den Schwanz. Die Jungs werden auf diese Weise groß, irgenwann selbst zu Vätern und geben diese Erziehung selbst weiter.
Fazit: Solange die Frauen nicht aufstehen, und rebellieren, wird sich das schlicht nicht ändern!
Systemimanenter Fehler! Und klar, dann kommen noch die Kleriker dazu, die das Ganze massiv am Leben halten.
Ausnahmen gibt es immer wieder, aber leider bleiben das zur Zeit eben die Ausnahmen!
Frauen, wenn ihr was verändern wollt, fangt bei euren Söhnen in der Erziehung an. Seid selbstbewusst. Das ist der einzige Weg!
Und klar, das gilt auch für etliche Deutsche, nur eben die bleiben Ausnahmen, und viele Frauen lassen sich das nicht mehr bieten.

#7 - 29.06.2019, 14:30 von sb411

99,3 Prozent

Diese Zahl sagt eigentlich schon alles aus über die sexuelle Kultur dieses Landes. Man versteht dann auch, weshalb Verschleierung in diesem und anderen arabischen Ländern auch heute noch ein Thema ist. Es war und scheint auch heute noch eine Notwendigkeit zu sein, weil sich ein nicht geringer Teil der Herren nicht anständig benehmen kann.

#8 - 29.06.2019, 14:39 von octagon87

Zitat von ImZweifelGlücklich
für den Satz "forderte er jedoch auch, Menschen, die Fehler machten, eine zweite Chance zu geben." fordern Sie eine Sperre ? "Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben." Mt 6, 14f
Ich fordere eine Sperre. Für die Solidarität mit einem Frauenbelästiger.
Salah hat in Ägypten sowas wie einengottähnlichen Status.
Da muss man genau hinschauen, was er sagt.
Keine 2. Chance bei einem Täter, der nicht zum 1.Mal in Rescheinung tritt. Die 2. Chance hat er schon gehabt.
Der darf nie, nie wieder für sein Land spielen. Als Nationalspieler müssen härtere Massstäbe gelten.

#9 - 29.06.2019, 15:20 von Die kleine Ratte

Wir leben in MultiKulti-Welten

Zitat von Rollerfahrer
daß die männliche Gesellschaft schlicht respektlos aufgezogen ist. Man kann es mit offenen Augen leicht erkennen, schon im Kinderwagen werden die Jungs als Paschas behandelt, sie können tun und lassen, was sie wollen. Selbst wenn die Mutter mal was sagt, spätestens beim Vater bekommen sie, was sie wollen. Wenn nun die Eltern auch ihre Töchter lieben, bleibt ihnen nichts anderes, als die Töchter zu reglementieren. Nicht ausgehen, sich verdecken... alles Irgendwie Notwendigkeiten gegen die von der eigenen Gesellschaft geprägten Paschas, Jungmänner... sie sind halt respektlos erzogen worden. Das Ganze ist systematisch und etabliert. Hier beist sich die Katze schlicht in den Schwanz. Die Jungs werden auf diese Weise groß, irgenwann selbst zu Vätern und geben diese Erziehung selbst weiter. Fazit: Solange die Frauen nicht aufstehen, und rebellieren, wird sich das schlicht nicht ändern! Systemimanenter Fehler! Und klar, dann kommen noch die Kleriker dazu, die das Ganze massiv am Leben halten. Ausnahmen gibt es immer wieder, aber leider bleiben das zur Zeit eben die Ausnahmen! Frauen, wenn ihr was verändern wollt, fangt bei euren Söhnen in der Erziehung an. Seid selbstbewusst. Das ist der einzige Weg! Und klar, das gilt auch für etliche Deutsche, nur eben die bleiben Ausnahmen, und viele Frauen lassen sich das nicht mehr bieten.
In welchem Teil der MultiKulti-Welt Sie leben, haben Sie ja jetzt anschaulich beschrieben. Interessant dass da zwei Weltteile mit identischen Katastrophen-Ansichten sich bekriegen. Und dann gibt's noch eine lustige dritte Katastrophen-Welt, die eigentlich gegen beide Welten sein müsste, aber die eine Welt ganz toll finden und die andere Welt hassen. Aber es gibt noch die vierte normale Welt, zu der ich mich zähle, wozu auch die normalen weissen Männer gehören, natürlich nicht identisch mit Stokowskis und Bergs weisser-Männer-Phantasie-Welt.

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