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Bundestrainer Löw über WM-Debakel: "Das war fast schon arrogant"

DPA Zwei Monate nach dem historischen WM-Scheitern hat sich Bundestrainer Joachim Löw erstmals öffentlich erklärt. Der 58-Jährige kritisierte dabei vor allem sein Spielsystem.
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#10 - 29.08.2018, 13:00 von Dokoqueen

Ist das wirklich alles?

...was Löw zu dem Debakel zu sagen hat?
Und dazu hat er 7 Wochen gebraucht - um über solche Banalitäten nachzudenken?
Wenn der Titelverteidiger in der Vorrunde rausfligt, hat der Trainer wohl was falsch gemacht. Um das zu erkennen braucht man keine derart lange Bedenkzeit, das hätte spätestens unmittelbar nach dem Abpfiff des Koreaspieles klar sein müssen.
Was Löw da von sich gib, klingt verdächtig nach einem 'Weiter so', denn viel anders hörten sich seine Statements auch nicht nach dem verlorenen Österreichspiel (vor der WM) an.
Mich würde mal interessieren, welche Spieler er in die Nationalmannschaft holen will. Ist Sané wieder dabei (hoffentlich) oder Hummels (hoffentlich nicht). Wenn er so weiter wurstelt wie es sein lang erwartetes Statement befürchten lässt, dann werden wir wohl noch lange brauchen um fußballerisch wieder dahin zu kommen wo wir gerne sein möchten.

#11 - 29.08.2018, 13:03 von tomaraya

Zitat von bstendig
...das "tapfere Schneiderlein" ist jetzt der Sündenbock? Da machen Sie es sich aber ein wenig zu einfach Herr Löw.
Wo steht das denn!?
Warum und wieso Herr Schneider eine neue Aufgabe bekommen hat geht aus dem Bericht nicht hervor.
Vielleicht ist er ja auch aus freien Stücken dorthin gewechselt....

#12 - 29.08.2018, 13:11 von argonaut-10

Löw

war mal angetreten mit dem Ziel, immer nur die Besten mitzunehmen und das damals alte Prinzip der Langgedienten zu durchbrechen. Leider hat er dies nur zu Anfang gemacht. In den letzten Jahren hat er sich praktisch selbst widerlegt. Es ist richtig... wir hätten Bessere gehabt, selbst, wenn wir gescheitert wären, aber mit einer jungen, motivierten Mannschaft hätte DE allemal mehr erreicht, als mit diesem Altherrenfußball. Die Analyse von Löw greift einfach nicht wirklich durch.

#13 - 29.08.2018, 13:13 von volkerrachow

Halt. Stop. Jetzt red ich.

Es bleibt alles so wie es hier ist. Und es wird hier nicht dran rütteln. Egal ob Jogi hier ist und nicht.
Ob es den Fans passt oder nicht. Jetzt ist klar, warum die großen DFB-Herren so nah bei einander sind wie noch nie. Es nleibt gemütlich. Ade Nationalelf, ade deutscher Fussball.

#14 - 29.08.2018, 13:15 von charlybird

Meiner bescheidenen Meinung nach,

und das hat sich in den paar seltenen Einzelinterviews mit Spielern so deuten lassen, fehlte gänzlich so etwas wie ein Teamspirit, der eben auch die außersportliche Problematik hätte auffangen können.
Wenn da 23 Supermillionäre, im Prinzip 23 Mittelstandsfirmen, alle in erster Linie auf die eigene Karriere fokussiert, gemeinsam etwas schaffen wollen, dann muss man dazu eine mentale Bereitschaft entwickeln und da sind jede Menge persönliche Belange hinten anzustellen.
Wurde aber wohl so nicht gemacht, sondern Dienst nach Vorschrift. Einberufung in die NM gehört nämlich zum Karriereplan, wenn möglich, also Klappe halten, Hierarchie berücksichtigen, abwarten.
Der Erdogan Knaller hat gezeigt, wie die Jungs im Team über so etwas denken, wenn überhaupt, nämlich so, wie man es ihnen empfiehlt, ansonsten, soll doch jeder machen, was er will.
Mir scheint die außersportliche Kommunikation war dabei im Team in etwa so facettenreich, wie die erste Seite der Bild Zeitung.
All das schien Löw sicher nicht entgangen zu sein, aber er hielt es vielleicht für nicht wichtig.

#15 - 29.08.2018, 13:16 von skeptikerjörg

Wenn das alles ist ...

Zwei Monate Analyse und das ist das Ergebnis? Etwas mager! Falls Löw zufällig gesehen haben sollte, WIE Guardiolas Ballbesitz-Maschine in der CL gescheitert ist, WIE Bayern gegen Real gescheitert ist, dann hätte ihm klar sein müssen, dass international der Zug in eine andere Richtung fährt. Und dass sein "perfektioniertes" Ballbesitzspiel mit noch mehr Quer- und Rückpässen nicht klappte, war schon gegen die Übermannschaften von Österreich und Saudi-Arabien offensichtlich.
Wenn das also die ganze Analyse war, hätte konsequent der Rücktritt erfolgen müssen.
Zu Bierhoffs flachen Statements schweige ich lieber.
Beide setzen offensichtlich darauf, dass nach dieser WM eine Nicht-Niederlage ein Fortschritt ist und dass sie die Spiele gegen Frankreich und Peru überleben werden.

#16 - 29.08.2018, 13:21 von ichliebeeuchdochalle

Zwei Monate für die Erkenntnisse "Der Ball ist rund" und "Das Spiel dauert 90 Minuten". Es fehlt dagegen der Satz "Die Spieler, die arrogant aufgetreten sind, sortiere ich aus!". Ach so, geht ja auch nicht, weil dann auch der Satz kommen müßte "Die Funktionäre, die genau so arrogant aufgetreten sind, werden aussortiert" oder "Der Fernstudium-Sportdirektor hat uns in die Irre geführt". Oder Satz "Nach dem Gewinn des ConFed-Cups wurde ich, Löw, arrogant und träge."

#17 - 29.08.2018, 13:24 von andre_jurettko

Schnelligkeit

Es fehlt vor allem im Mittelfeld an Schnelligkeit und Kreativität, vielleicht Reus im Mittelfeld ausprobieren.
Der DFB inklusive Löw machen es sich sehr leicht bei der Analyse der letzten WM, aber geeignete Alternativen
sind momentan ja nicht da und so hat Löw auch keinen ernsthaften Druck

#18 - 29.08.2018, 13:27 von schehksbier

Der Berg kreiste...

...und heraus kam ein Mäuslein! Hatte denn jemand ernsthaft erwartet, daß nach zweimonatiger Selbstanalyse der Verantwortlichen ein nennenswertes Resultat herauskommen würde? Löw, Bierhoff und der Grüßaugust (heißt er nicht Grindel) haben es doch mehr als gut in den jetzigen Positionen. Wo sonst wird soviel Unfähigkeit so üppig vergütet? Also freuen wir uns auf ein "weiter so" - Löw schmiert sich wieder werbewirksam Nivea ins Gesicht, Bierhoff denkt darüber nach, die Mannschaft in "das Team" umzubenennen und Grindel lächelt milde dazu. Und um den blassen Co-Trainer, der bislang nix Bemerkenswertes in seiner Vita aufzuweisen hat, brauchen wir uns ebenfalls nicht zu sorgen - er sitzt zwar fortan nicht mehr auf der Trainerbank, er bekommt aber ein anderes Pöstchen und pünktliche Gehaltszahlungen. Ein Hoch auf den DFB!

#19 - 29.08.2018, 13:30 von themistokles

Zitat von ttvtt
Ein großer Trainer entwickelt aus einer Mannschaft heraus seine Vision von Fußball und muss es nicht woanders abschauen.
Ohne ihnen generell widersprechen zu wollen: Aber diese Zeiten sind im Profi Sport schon lange vorbei. Es wird knallhart nach Statistiken analysiert und die Mannschaft entsprechend danach aufgebaut. Auch der Ballbesitzfußball kam aus knallharten analytischen Überlegungen heraus.

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