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Fußball-WM: Kamerun streikt - England gewinnt Skandalspiel

Robert Cianflone/Getty Images Beim Viertelfinaleinzug der Engländerinnen gab es minutenlange Diskussionen nach Entscheidungen gegen Kamerun. Erinnerungen wurden wach an einen Klassiker der WM-Geschichte.
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#1 - 23.06.2019, 19:43 von elisenstein

die Kamerun Spielerinnen

haben sich benommen, als kämen sie aus einem Heim für schwer erziehbare Kinder und Fussball soll ihnen helfen sie zu resozialisieren. Das ist gründlich daneben gegangen. So ein respektloses Verhalten ist eine Zumutung.

#2 - 23.06.2019, 20:01 von cave68

ich habe mir dieses Spiel

nicht angesehen...aber haben die Kamerunerinnen eigentlich mal daran gedacht,dass sie ihrer Sportart damit einen Bärendienst erweisen...
Dabei scheinen sie ja die Niederlage durch einen Torwartpatzer selbst verschuldet zu haben...unmöglich solch ein peinliches Verhalten....

#3 - 23.06.2019, 20:05 von RalfHenrichs

Kann die Kamerunerinnen verstehen

Viele spielen noch in Afrika, wo es den Videobeweis - vor allem im Frauenfussball - nicht gibt. Wenn man sich erinnert, was für eine Aufregung es gab, als er in Deutschland eingeführt wurde - wenngleich natürlich nicht in einem solchen Ausmaß -, kann nachvollziehen, dass die Spielerinnen damit einfach überfordert waren. Natürlich war das Verhalten dennoch falsch, aber menschlich nachzuvollziehen. Man sollte diesen Unfug mit dem Videobeweis wieder abschaffen. Auch aufgrund der vielen Spielunterbrechungen. Schiedsrichterinnen trauen sich ja praktisch keine strittigen Fälle mehr ohne VAR und minutelange Proteste zu entscheiden.

#4 - 23.06.2019, 20:10 von tomkey

Ahnungslos

Zitat von elisenstein
So ein respektloses Verhalten ist eine Zumutung.
Das kann so gesehen werden - sollte es aber nicht. Meine Vermutung während des Spiels, dass die mit dem Videobeweis noch nie gespielt haben, wurde in der Nachbetrachtung durch Nia Künzer bestätigt. Die Frauen wirkten völlig ahnungslos. Nicht nur Schiedsrichterinnen sollten mit dem Umgang des Videobeweises geschult werden, auch Spielerinnen müssen zwingend eine einweisung zum Thema Videobeweis erhalten. Die den Spielerinnen aus Kamerun ist das zwingend notwendig. Und wäre der Videobeweis konsequent angewendet worden, dann hätte das böse Foul kurz vor Ende mit dem Tritt ins Sprungelenk der Engländerin mit rot gehandet werden müssen.

#5 - 23.06.2019, 20:11 von martin.hansen

Videobeweise abschaffen

Die Entscheidungen nach Videobeweis waren zwar korrekt, nehmen dem Sport aber die Spontanität und die ungetrübte Freude nach einem Tor.
Mit dieser Art der Technisierung sind die Spielerinnen aus Kamerun nicht zurechtgekommen. Das Verhalten der Spielerinnen ist natürlich nicht ok, wenn ein Mensch wie ein Computer mit 1 und 0 entscheiden soll und dann ohne jede Emotion weitermacht.

Warum positioniert man den Fußball nicht als einfaches Spiel mit menschlichen Fehlern aber viel Spontanität und der ungetrübten Freude nach einem Torentscheid und wunderschönen Toren? Warum muss man mit immer mehr Technik den Sport seine Menschlichkeit nehmen?

#6 - 23.06.2019, 20:15 von skeptikerjörg

VAR arbeiten an der Zerstörung des Fußballs

Bei dieser WM der Frauen treiben es die VAR auf die Spitze. War gestern beim Spiel Norwegen gegen Australien schon eine Menge zweifelhaft, wurde das heute nochmal getoppt. Ok, das 2::0 war letztlich gleiche Höhe und damit korrekt. Aber das Tor Kameruns war auch gleiche Höhe und hätte gelten müssen. Darüber hinaus kann man nur über die FIFA den Kopf schütteln, neue Regeln ausgerechnet bei einer WM erstmals neu einzuführen. Und warum dann nicht auch bei der U21 EM? Ist die UEFA cleverer als die FIFA? Scheint so. Im stillen hatte ich gehofft, die Kamerun-Frauen würden gehen und das Spiel beenden. Wäre zwar unsportlich, aber der Eklat hätte endlich mal ein paar Funktionäre zum Nachdenken gebracht. Zum Glück waren die Spielerinnen sportlicher als ich. Aber unterm Strich: Was die VAR hier veranstalten ist noch schlimmer, als in der Bundesliga und zerstört den Fußball.

#7 - 23.06.2019, 20:33 von vera gehlkiel

Ich finde die regelkundlichen Verschlimmbesserungen, die jetzt ausgerechnet die Frauenfussball-WM abarbeiten muss, sind der eigentliche Skandal. Die WM in Russland hat dabei schon eine Schablone geliefert, wie etwa der Videoassistent als dezentes Angebot an die Spielleitung auf dem Platz, Hauptfrau oder -Mann mit der Pfeife im Mund, statt als dominante Methode, wirklich alle zur Weißglut zu treiben, "richtig" funktioniert. Mannschaften wie Kamerun, logistisch sicherlich hoffnungslos hinter dem bei uns selbstverstaendlichen Standard zurück, sehen dabei unnötig peinlich derangiert aus. Wobei auch eine höchst aufgeweckte Alexandra Popp nach ihrem Bekunden vor den Fernseh -Mikros nix mehr wirklich kapiert, was das endlose Zuwarten angeht. Im Grunde offenbaren sich brandaktuell jedoch nur die essentiellen kommunikativen Schwächen des Organisationskomitees dieser WM.

#8 - 23.06.2019, 20:34 von MyMoon

Diskriminierung

Für afrikanische Staaten ist es mittlerweile normal das sie diskriminiert werden.
Auch im Männerfußball gab es sehr häufig sehr umstrittene Entscheidungen. Beispiele bei der letzten WM gab es zu hauf. Eine afrikanische Mannschaft darf doch wohl nicht gegen eine europäische gewinnen.

So wurde Marokko und Tunesien auch mit komischen Video oder nicht Video Entscheidungen Tore aberkannt oder zuerkannt. Für mich ist die Technisierung nur eine andere Art spiele zu manipulieren.
Aber Afrika ist ungerechte Behandlung gewohnt. Wenigstens sind afrikanische Spieler mit Frankreich in der Nationalmannschaft gut vertreten.

#9 - 23.06.2019, 20:35 von bauklotzstauner

Zitat von skeptikerjörg
Bei dieser WM der Frauen treiben es die VAR auf die Spitze. War gestern beim Spiel Norwegen gegen Australien schon eine Menge zweifelhaft, wurde das heute nochmal getoppt. Ok, das 2::0 war letztlich gleiche Höhe und damit korrekt. Aber das Tor Kameruns war auch gleiche Höhe und hätte gelten müssen.
Richtig. Die Spielerinnen waren exakt auf gleicher Höhe - nur ein Fuß der Kamerunerin war minimal näher am Tor - dafür war sie da aber sogar in der Rückwärtsbewegung - hatte mit dem vermeintlichen Abseits also noch nicht mal einen Vorteil.

Ich fand es schwach. daß die Schiedrichterin sich das nicht persönlich angeschaut hat. Wesentlich besser hat es da gestern die deutsche Schiedrichterin gemacht, die eine Entscheidung auf Hand-Elfmeter gegen Norwegen nach langem Studieren der Videoaufnahmen zurücknahm.

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