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Reaktionen zur Steuer-Affäre: "Hoeneß' Glaubwürdigkeit ist extrem erschüttert"

AFP Uli Hoeneß' Selbstanzeige wegen möglicher Steuerhinterziehung hat heftige Reaktionen hervorgerufen. Christoph Daum reagierte "absolut überrascht", Sylvia Schenk sieht die Glaubwürdigkeit des Bayern-Präsidenten "extrem erschüttert".
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#10 - 20.04.2013, 19:04 von benutzer10

Absurd

Zitat von vamphdv
Nuja ich mag den Typen nicht aber , er hat Mut sich selbstanzuzeigen . Im Ernst wieviele Sportler Politiker usw haben ein Konto irgendwo wovon keiner weiß . .
Wie absurd, daraus "Mut" zu konstruieren, wenn jemandem der *rsch auf Grundeis geht, und er deshalb seine eigenen kriminellen Aktivitäten anzeigt. Aber sie wollten es eben relativieren und den "Uli" in einem besseren Licht erscheinen lassen.

Das wird dieses Mal nicht klappen, beim mutmaßlichen Umfang seiner Hinterziehung.

#11 - 20.04.2013, 19:04 von no-panic

Zur moralischen Instanz hat sich Herr Hoeneß selbst aufgeschwungen, so wie er mit dem Finger um sich gezeigt hat. Mir war er auf Grund seines Auftretens immer unsympathisch, es hat sich zu oft erwiesen, daß Zeigefinger nicht auf die eigene Person weisen können, wenn Sie auf vermeintliche Bösewichter gerichtet sind. Wäre er bei sportpolitischen Verlautbarungen geblieben, wie es sein Job verlangt, mir wäre das egal gewesen. Er hat aber immer wieder und immer häufiger auch in gesellschaftlichen und politischen Themen mitreden wollen. Wahrscheinlich hat er seine Position in einem Fussballverein für wichtig genug gehalten, sich derart zu äußern.
Nun zeigt sich, daß er selber Dreck am Stecken hat, wahrscheinlich in bisher nicht gekannter Menge.
Ich hoffe, die Causa Hoeneß wird unvoreingenommen geprüft und anschließend die entsprechenden Konsequenzen gezogen. Bewahrheiten sich die Vorwürfe, muss Herr Hoeneß bestraft werden. Gerade eine selbsternannte moralische Instanz sollte mit dem größtmöglichen Strafmaß bedacht werden!
Schließlich hat er eine Vorbildfunktion. Oder?

#12 - 20.04.2013, 19:04 von izmirli

optional

Es kann nur eine Option von Seiten des Betroffenen geben: Rücktritt von allen Ämtern, sich entschuldigen, seine Strafe entgegennehmen, die Schuld bezahlen und den Rest seines Lebens als Klostervorstehers in einem CSU Land regierten Land zu absolvieren. Er war und ist ein Steuerhinterzieher, ergo ein Verbrecher am Staat und der Bevölkerung, deswegen er auch entsprechend bestraft werden muss. Seine sogenannte Selbstanzeige ist nur ein Versuch seinen Verlust geringer zu halten.
Falls die Steuerbehörden darauf reinfallen, stimmt unser gesammtes System nicht mehr, denn dann müssen wir auf den Aufstand gegen die Obrigkeit zeigen, so wie es die Franzosen machen.

#13 - 20.04.2013, 19:06 von to5824bo

Abwarten

Zitat von harald.ellmann
Ich bin überrascht und enttäuscht von Hoeneß. Diese Affäre hat aber rein gar nichts mit dem FC Bayern noch dem Fussball an sich zu tun, da es um Hoeneß Privatvermögen geht. Ich verstehe nicht, wie Frau Schenk dazu kommt, diese Geschichte jetzt mit der FIFA und Blatter zu verbinden. Hut ab vor Christoph Daum, der nicht hämisch nachritt, sondern Hoeneß Glück wünscht.
Ich hoffe um des Fußballs willen sehr, dass die Sache "rein gar nichts mit dem FC Bayern" zu tun hat.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass auch eine gut gehende Wurstfabrik neben dem versteuerten Gewinn noch "mehrere hundert Millionen" unversteuerte Gewinne abwirft, wie es in einem anderen Artikel heißt. Und irgendwo muss die Kohle ja herkommen.

"Glück" wünsche ich Herrn Hoeneß allerdings nicht, sondern dass ihm Gerechtigkeit widerfährt.

#14 - 20.04.2013, 19:07 von AuchNurEinNick

aaa

Zitat von vamphdv
Nuja ich mag den Typen nicht aber , er hat Mut sich selbstanzuzeigen . Im Ernst wieviele Sportler Politiker usw haben ein Konto irgendwo wovon keiner weiß . .
Sie leben echt im Taka-Tuka Land, oder?

Eine Selbstanzeige ist die allerletzte Möglichkeit einem Strafverfahren zu entgehen. Das hat absolut nichts mit Mut aber viel mit Kalkül zu tun. Herr Hoeneß musste befürchten, dass seine schwer kriminellen Machenschaften auffliegen und er hat die letztmögliche Reißleine gezogen. Immerhin halten Leute wie Sie das für mutig. Auch CSU Mitglied wie Hoeneß?

#15 - 20.04.2013, 19:10 von thenation

wirft viele fragen auf...

klar als exfussballer, exmanager, präsident und wurstunternehmer ist mein ein umtriebiger mensch und sicher nicht auf hartz 4 angewiesen, aber ein vermögen in solchen dimensionen systemkonform erwirtschaftet zu haben, erscheint mehr als zweifelhaft.
Als meine Frau vor einigen Jahren ihr kleines Häuschen
verkaufte, dauerte es keine 2 Wochen bis das Finanzamt
nachfragte, was sie denn mit dem Geld machen wolle...
Aber sie heisst weder Ulli noch Hoeneß und steht auch keiner C Partei nahe.
Freut mich doch, daß gerade die SPD das Steuerabkommen mit den Eidgenossen zu Fall gebracht hat
und solche perfiden Anonymitätsspielchen nun erstmal nicht möglich sind.
Auch für die HypoVereinsbank sollte ihre Werbeikone als
Saubermann hoffentlich nicht mehr tragbar sein und UniKredit trennt sich von Ulli genauso schnell wie O2 damals von der "bezaubernden Alice" oder hat der Ulli
nur auf Rat seines HVB Kundenberaters gehandelt...

#16 - 20.04.2013, 19:11 von collin_13

Es stimmt, ist Privatsache, aber das war es bei Herrn Wullf auch. Er galt lange Zeit als unverwundbar, jedoch hat er jetzt ein Eigentor geschossen. Selbstanzeige ist ja nur soviel wie etwas zugeben was ohnehin aufgedeckt werden würde. Je reicher man ist, umso gieriger wird man.

#17 - 20.04.2013, 19:17 von dent42

Es gibt ein Wort das Hoeneß Ver thalten auf den Punkt bringt. Es ist schlicht kriminell.

#18 - 20.04.2013, 19:17 von uli3627

Geldwäsche

Mehrere hundert Millionen!!! Da sollte der gesamte Finanzstrom aufgedeckt werden - nur aus der Würstchenfabrik wird das wohl nicht kommen. Auch die sonstigen Finanzbeziehungen zB bei Bayern München etc müssen aufgedeckt werden.

#19 - 20.04.2013, 19:18 von tageskolumne

Hoeneß sollte das Geld spenden - und sich selber von der Gier abwenden

Es kann eigentlich nur eine (moralisch saubere) Reaktion von Seiten des Herrn Hoeness geben: sich schuldig bekennen der eigenen Gier. Zugeben, dass auch er (wie so viele andere) der Faszination des großen Geldes erlegen ist. Und entsprechend weit über die fällige Strafe hinaus spenden: an wirklich Bedürftige und an wichtige soziale Projekte. Er selber braucht das ganze Geld, welches er in der Schweiz gebunkert hat, doch eh nicht. Also weggeben, sich selber erleichtern! Dann - und wohl nur dann - kann er als reuhmütiger Mensch wieder zu einem Vorbild werden.

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