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Ackerchemikalie Glyphosat: Hat Monsanto Behörden manipuliert?

DPA/ Forum Moderne Landwirtschaft Die EU-Mitgliedstaaten beraten an diesem Donnerstag über die Wiederzulassung des Unkrautvernichters Glyphosat. Fast täglich kommen neue Merkwürdigkeiten ans Licht.
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#10 - 09.11.2017, 08:35 von raubritter2.0

vermutlich das Agent Orange der Neuzeit

und in 20 Jahren heißt es dann plötzlich: "leider leider habe man sich geirrt und das Zeugs ist doch irgendwie sauschädlich".
DDT war ja schließlich auch mal ein saugeiles Zeugs, Agent Orange prima geeignet den Vietcong aus den Büschen zu treiben. Aus reiner Geldgier kippt der Bauer sowas auf seine Felder und wir müssen den Scheiss fressen. Unkuat mechanisch entfernen ; nee Danke, viel zu arbeitsintensiv und zu teuer. Na dann Prost Mahlzeit.
Hoffentlich kriegen wenigstens die Lobbyisten und die Politischen Entscheider zuerst den Krebs.

#11 - 09.11.2017, 08:36 von J.Boehrer

die wahren Skandale.

Es ist einfach ungeheuerlich, dass sämtliche Medien mit diesen längst widerlegten wirren Verschwörungstheorien Stimmung machen wollen und die jetzt von der Nachrichtenagentur Reuters aufgedeckten wahren Zusammenhänge ignorieren. Die im Anfang des Artikels erwähnte Sammelklage stützt sich auf die Einstufung der IARC. Und auf die Einstufung der IARC hatte ein gewisser Christopher Portier großen Einfluß. Dieser bekam von der Anwaltsvereinigung, welche diese Sammelklage durchführt, 160000 Dollar bevor er seine"Expertise" bei der IARC abgab.
https://www.novo-argumente.com/artikel/wie_lobbyismus_ueber_wissenschaft_siegt
http://www.reuters.com/investigates/special-report/who-iarc-glyphosate/

#12 - 09.11.2017, 08:37 von J.Boehrer

Zitat von dbrown
um einen der größten und tiefsten Sümpfe der Geschichte!
Richtig.

Die im Anfang des Artikels erwähnte Sammelklage stützt sich auf die Einstufung der IARC. Und auf die Einstufung der IARC hatte ein gewisser Christopher Portier großen einfluß. Dieser bekam von der Anwaltsvereinigung ,welche diese Sammelklage durchführt, 160000 Dollar bevor er seine"Expertise" bei der IARC abgab. https://www.novo-argumente.com/artikel/wie_lobbyismus_ueber_wissenschaft_siegt

#13 - 09.11.2017, 08:43 von ChristianHofmann

Was ist schlimmer?

Was ist schlimmer, dass ein Unternehmen versucht zu bestechen und Vorteile zu erhalten, oder das es tatsächlich Behörden gibt die da mitmachen? Wenn das wirklich der Fall sein sollte wäre dies ein starker Vertrauensverlust in die Funktionsfähigkeit dieser Behörden.

#14 - 09.11.2017, 08:45 von Christinaannelies

IIARC: Jeden Tag neue Merkwürdigkeiten, aber keiner redet darüber

Stimmt. Jeden Tag kommen neuen Merkwürdigkeiten ans Licht. So ist in den USA mit der IARC die Organisation, die die Einschätzung "wahrscheinlich" krebserregend getätigt hat, zu einem Untersuchungsausschuss geladen. Wegen Verdacht auf Intransparenz, Mauscheleien und - und gestrichener Passagen bei der Bewertung. S. Links: https://schillipaeppa.net/2017/06/15/aus-platzgruenden-weggelassen/ https://schillipaeppa.net/2017/11/08/post-aus-amerika/

A propos IARC-Mitglied Christopher Portier: "Weitz and Luxenberg vertritt zurzeit zusammen mit der Kanzlei Lundy, Lundy, Soileau & South Kläger bei einem Schadenersatzklage gegen Monsanto. Ausgerechnet aus Gerichtsunterlagen aus diesem Verfahren geht hervor, dass mit Christopher Portier ein prominenter Glyphosat-Gegner seit dem 29. März 2015 bei diesen beiden Firmen als Berater für genau diesen Prozess gegen Monsanto unter Vertrag steht." https://schillipaeppa.net/2017/10/14/portier-papers/

Dann die Geschichte mit der Studie, die nicht in die Bewertung "wahrscheinlich" krebserregend" eingeflossen ist. Auch hier - Mantel des Schweigens. Der Ignoranz? https://www.reuters.com/investigates/special-report/glyphosate-cancer-data/

Ich würde davon von all dem gerne mal in der Zeitung lesen und was im Fernsehen hören. Es ist leider keine Erwähnung wert.

#15 - 09.11.2017, 08:47 von physio-fit-braun

Allergie

Sehr geehrte Monsanto Vertreter und Befürworter
für mich ist es inzwischen sehr schwer geworden, in Zeiten in denen die Pestizide und Fungizide gespritzt werden, mich draußen zu bewegen. Ich habe eine Allergie auf ihre scheinbar nicht schädlichen Mittel. Ich habe dafür auch einen Allergiepass. Über Jahre hinweg waren es Unverträglichkeiten - es gab Symptome, die ich nicht zuordnen konnte, doch als ich anfing mit Atemnot zu reagieren, obwohl es keine Anstrengung gab und mein Herz gesund ist, wurde ich sauer. Auf welche Mittel auch immer reagiere ich sogar, dass der Schluckakt nicht mehr möglich ist, und das ist ganz bitter.
Ich bin mir sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die auf ihre Gifte so reagiert. Glauben Sie mir. Es ist nicht mein freier Wille mit diesen Symptomen aufzuwarten. Wenn es sich aber bestätigt, dass das Glyphosat giftig ist, dann kann es nicht nur gegen Insekte giftig sein.

Lassen Sie uns - wirklich nur mit den oberen Vertretern gemeinsam am Acker entlang spazieren gehen, während gespritzt wird - oder auch Stunden danach. Nein - sie werden keinen Mundschutz benötigen - das ist doch nicht schädlich.

Ich hoffe auf Einsicht und Weitsicht und nachhaltige Sicht

#16 - 09.11.2017, 08:47 von steinbock8

im Westen nichts neues

Verwirrung schaffen um das Giftzeug weiter verkaufen zu können Gutachten und Gegengutachten dazu noch hunderte Lobbyisten und gekaufte Ärzte die Gesundheit der Bevölkerung ist völlig egal

#17 - 09.11.2017, 09:06 von Frederik72

Krebserregend oder nicht

Völlig ungeachtet der krebserregenden Wirkung auf den Menschen, ist diese Arte der Landwirtschaft mit Gift und dafür notwendigen resistenten Pflanzen ein totaler Irrweg. Der Schaden auf Flora und Fauna durch Glyphosatlandwitschaft ist jetzt schon immens. Außerdem schaft es überflüssige Abhängigkeiten seitens der Landwirte und erzeugt zudem eine Monokultur in den Superkarktregalen.

#18 - 09.11.2017, 09:07 von mostly_harmless

Zitat von J.Boehrer
Richtig. Die im Anfang des Artikels erwähnte Sammelklage stützt sich auf die Einstufung der IARC. Und auf die Einstufung der IARC hatte ein gewisser Christopher Portier großen einfluß. Dieser bekam von der Anwaltsvereinigung ,welche diese Sammelklage durchführt, 160000 Dollar bevor er seine"Expertise" bei der IARC abgab. https://www.novo-argumente.com/artikel/wie_lobbyismus_ueber_wissenschaft_siegt
Jaja, richtig, der Lobbyismus siegt.
Nur anders, als Sie darstellen.

Geoffrey Kabat, der die Einschätzung des "Zurechtbiegens" in dem von Ihnen verlinkten Artikel abliefert ist - das ist seit langem bekannt - ein Industrielobbyist. Der Mann hat vor 15 Jahren eine der letzten Fake-Studien abgeliefert, in der "nachgewiesen" wurde, dass Passivrauchen nicht schädlich ist. Rein zufällig wurde diese "Studie" teilweise von der Zigarettindustrie finanziert.
Ronald Bailey, der Autor des Artikels, hat eine lange Geschichte als Lobbyist und Kämpfer gegen die Wissenschaft, u.a. in der industriegesteuerten Kampagne gegen das Verbot von FCKWs

Oder kurz gesagt: Der Artikel ist - gelinde gesagt - ein Versuch der Volksverblödung.

#19 - 09.11.2017, 09:19 von 0815jrb

Ist doch klar

"Die US-Umweltbehörde ist in Deutschland vor allem dafür bekannt, die Abgasmanipulationen bei VW-Dieselautos aufgedeckt zu haben und eigentlich nicht besonders rücksichtsvoll mit Konzerninteressen umzugehen. " Monsanto ist ja auch ein US Konzern und kein deutscher.

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