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Angespannter Wohnungsmarkt: SPD will Mieterhöhungen verbieten

DPA Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, die Mieterhöhungen in Großstädten zu stoppen. Den Sozialdemokraten geht das zu langsam - nun fordern sie drastische Eingriffe.
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#1 - 08.09.2018, 13:03 von so-long

Typisch

Schuld und böse sind immer die anderen. Wenn der SPD garnichts mehr einfällt, werden einfach neue Verbote gefordert, sei es jetzt die Mieterhöhungsstory oder gestern die geforderte Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz. So hält der Abwärtstrend an.
An die eigene Nase zu fassen ist sehr unangenehm, wäre aber die ehrliche Variante und würde bei möglichen neuen Wählern (die braucht es dringend) besser ankommen.

#2 - 08.09.2018, 13:10 von patrick17

Überschrift

Der Markt regelt Angebot und Nachfrage in unserem Wirtschaftssystem. Nachdem unsere Politiker es wieder mal verschlafen haben, die Angebotsseite zu fördern, sollen jetzt wieder Wohnunsvermieter, die diese oft für ihre Altersversorgung (auch ein Thema was Frau Nahles verschlafen hat - oder gar nicht lösen wollte ?) Bluten. Ich schlage vor die Abgeordnetendiäten und Pensionen nur alle fünf Jahre zu erhöhen/senken - als Basis dient die Inflations-/Deflationsrate. Das gesparte Geld kann zur Unterstützung für Wohnungen für den Niedriglohnsektor verwendet werden.

#3 - 08.09.2018, 13:12 von Sensør

15 % nicht nachvollziehbar

Das 15 % Mieterhöhung auf drei Jahre erlaubt sind, ist für mich nicht nachvollziehbar. Vor 20 Jahren ist ein Viertel meines Einkommens für die Miete draufgegangen, jetzt - in der selben Wohnung - ist es über die Hälfte (und renovieren darf ich auch noch selber). Und in 20 Jahren ???
Derartige Bestimmungen können sich nur Immobilienbesitzer ausgedacht haben.

#4 - 08.09.2018, 13:17 von quark2@mailinator.com

Also wenn es einen Weg gibt, die Mieten hochzutreiben, dann so eine Ansage. Wer sich bisher moderat verhielt, wird sich nun motiviert sehen, seine Mieten an die Spiegel anzupassen, bevor so ein Verbot kommt.

#5 - 08.09.2018, 13:27 von Lisa_can_do

Angebot und Nachfrage

Damit lenkt die SPD ab vom Problem des unzureichenden Angebots an Wohnungen und an staatlicher Unzerstützung zur Förderung von Wohneigentum. Und welche Gestze auch immer erhoben werden, der Wohnungssuchende Mieter Inn Not wird immer einen Weg finden, dem Vermieter mehr anzubieten.

#6 - 08.09.2018, 13:29 von alf1000

Genau Richtig

um die Situation noch weiter zu verschärfen.
Man treibt mit solchen Ankündigungen die kleinen privaten Vermieter aus dem Markt, was eine Stärkung der Großvermieter zur Folge hat. Ob das positiv für Mieter ist?

Die Mieten sind doch sehr niedrig so um die 5 € und auf dem Lande sind auch viele Häuser frei.

Vielleicht gibt es in einigen Gebieten zu wenige Wohnungen? Ob der Staat nun indirekt eingreifen sollte und Vorraussetzungen schafft das sich die Konzentration in bestimmten Städten nicht weiter erhöht kann man sicherlich diskutieren.

Solche obigen Überlegungen alleiche sind absolutes Gift bezüglich Wohnraumentwicklung, verschärfen das Problem also völlig unnötig.

Man sollte vielmehr ansatzen weshelb zuwenig Wohnraum geschaffen wird.

#7 - 08.09.2018, 13:31 von Ronns

Unglaublich

Da fehlen einem wirklich die Worte. Die Preise steigen, also verbiete ich die Preissteigerungen.
Und auch keine Scheu, dass noch öffentlich herauszuposaunen. Unglaublich was hier einer Partei vorstehen darf, die Deutschland mitregiert.

#8 - 08.09.2018, 13:43 von ingnazwobel

Das Problem sind in vielen Fällen nicht Mietpreiserhöhungen, solange diese moderat sind. Das Problem ist die Kaufkraftverminderung in den letzten 20 Jahren. Grundsätzlich müßten alle Gehälter und Renten um 20% erhöht werden. Durch eine gerechtere Verteilung wären dies Peanuts

#9 - 08.09.2018, 13:47 von j_stiebel

Kleine Geschäftsinhaber/innen, Handwerker/innen

Das mietenpolitische Engagement von Frau Dr. Nahles in Ehren, doch befüchte ich, dass sich die Mithai/innen und Haus'besitzer'shausbaron/innen rächen, und zwar an den kleinen Geschäftsinhaber/innen und an den Büdchen, in denen Handwerker/innen ihr Gewerk haben.

Dringend ist das Wohnungsbaugenossenschaftsgesetz aus Anfang der 1990er Jahre auf die bis dato gesetzlich geltende Gemeinnützigkeit gesetzlich zurückgeführt werden.
Die CDU hatte Anfang der 1990er Jahre offensichtlich die unmittelbaren Nachwende-Wirren genutzt, um wieder eine ihrer Klientel-Beatmungen zu intensivieren und großzügige Geschenke an die Miethai/innen, Wohnhausbaron/innen zu verteilen.

Außerdem muss dringend das aktuell gesetzlich gültige Wohnungsgenossenschaftsgesetz dahingehend rechlich geändert werden, als dass es ab sofort keine rechtliche Befangenheiten mehr geben darf, als dass Vorstände von Wohnungsbaugenossenschaften zugleich Mietshausbaron/innen, Mietshauseigentümer/innen sein dürfen.

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