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Armuts- und Reichtumsbericht: So verharmlost die Bundesregierung die Kinderarmut

picture alliance / Ulrich Baumga Die Bundesregierung sagt, im gerade beschlossenen Armutsbericht werde nichts verschwiegen. Doch tatsächlich beschönigt sie die Armut von Kindern - ihre Lage ist prekärer, als sie im Bericht erscheint.
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#1 - 12.04.2017, 14:41 von KalliGraf

Es gibt keine Kinderarmut

Kinderarmut gibt es in Deutschland nicht. Weder müssen Kinder hungern, noch sind Kinder obdachlos. Die ärztliche Versorgung der Kinder ist gesichert, der Schulbesuch auch. Und die meisten Kinder haben sogar ein internetfähiges Handy.
Es gibt viele Kinder, die nicht in den Urlaub fahren, keinen eigenen Fernseher haben und gebrauchte Kleidung tragen - das ist aber keine Armut.

#2 - 12.04.2017, 14:41 von gerhard5260

Meine Bitte...

Thematisieren sie doch bitte dieses Thema und diesen Skandal endlich einmal in einer Titelgeschichte. Es ist bitter nötig.

#3 - 12.04.2017, 14:43 von Educa15

Das kommt dabei raus - wenn der Staat die Falschen unterstützt

Es ist doch kein Wunder wenn sich unsere Politiker nur darum kümmern, die mehr oder weniger spekulativen Anlagegelder der zumeist wohlhabenden Bevölkerungsschichten vor Verlusten zu schützen, anstatt darauf zu achten, dass Arbeitnehmer anständig und angemessen für Ihre Leistung bezahlt werden.
Leider wird viel zu oft vergessen, dass das Verlustrisiko (z.B. bei Griechenlandanleihen) über Jahre hinweg durch hohe Zinsen kompensiert wird, so dass es kein Problem darstellt, wenn nach etlichen Jahren Verluste entstehen. In gleicher Weise verhält es sich mit den Unternehmensgewinnen - die waren früher auch nur deswegen höher wie Sparzinsen, weil man ab und an eben auch einen Verlust oder Konkurs akzeptieren musste. Aber was ist heute. Da sind die Konzerne so mächtig, dass sie die Politik dazu erpressen können, das Risiko trotz der hohen Renditen auf den Steuerzahler abwälzen zu können.
Das gleiche gilt für die Erbschaftssteuer: Hier werden Schlupflöcher generiert um immense Vermögen am Fiskus vorbei zu schleusen, während Familien eine Erbschaft oder Schenkung von entfernten Verwandten brav versteuern müssen.
Wer hier Gerechtigkeit heuchelt, soll erstmal das Glashaus verlassen. Vor allem die SPD hat versagt!

#4 - 12.04.2017, 14:46 von paulpuma

Vielen Dank an den Spiegel für die klaren Worte.

Leider findet bei unserer poltischen Klasse die Lage der Kinder und die der Armen wenig Interesse: Je ärmer, desto unwichtiger, so scheint man dort zu denken. Obdachlose, die untersten im System, haben niemanden, der für sie spricht. SPD, Gewerkschaften, Kirchen, alle haben sich mit Desintresse abgewendet. Vielen Dank an den Spiegel für die klaren Worte.

#5 - 12.04.2017, 14:47 von B!ld

Die Kinderarmut wurde vom Volk gewählt

Mich wundern weder die beschriebenen, erschütternden Tatsachen, noch die Einstellung der Bundesregierung dazu. Seit 20 Jahren höre ich von allen Seiten, das die Armen an ihrem Elend selber Schuld seien, und sich deshalb nicht so anstellen sollen. Mit der Armut gehts also auch in den betuchteren Kreisen weiter: Die Armut an Sozialkompetenz.

#6 - 12.04.2017, 14:48 von hmueller0

Auch hier gibt es genügend arme Menschen

Scheinbar haben die aber keine Lobby - obwohl doch sonst - zumindest verbal - so viel Wert auf soziale Gerechtigkeit in der ganzen Welt gelegt wird. Und Kinder? Die müssen sonst doch auch immer gerne herhalten, wenn Jemand etwas durchsetzen will. Nur ausgerechnet wenn es mal um naheliegende, dingend benötigte Hilfe geht, interessiert sich Niemand. Statt dessen wiederholt man lieber die ewig gleichen "uns geht es doch (zu!) gut!" Parolen - und das hört sich nicht nur in den Ohren der betroffenen zunehmend wie Sott und Hohn an.

#7 - 12.04.2017, 14:50 von mrca

gibt es eigentlich irgend etwas...

was Frau Nahles kann? Es reicht eben nicht sich nur in einer Partei hochzudienen. Kenntnisse wären nicht schlecht.

#8 - 12.04.2017, 14:50 von d.oldendorf

Och, das tut der Mutti aber bestimmt leid

Wir schaffen das ... mehr oder weniger zumindest. Mehr da, wo es gerade Wählerstimmen und Öffentlichkeit bringen könnte. Und weniger da, wo es immer wieder die gleichen trifft, die nix haben - nicht einmal eine Lobby und eine Stimme, mit Ausnahme des Kinderschutzbundes. Letzten Endes schaffen wir uns halt doch ab ...

#9 - 12.04.2017, 14:50 von Nordstadtbewohner

Verantwortung der Eltern nicht vergessen

Ich habe selbst 3 Kinder. Meine Partnerin und ich haben uns allerdings vor deren Geburt Gedanken gemacht, wie wir unseren Kinderwunsch auch finanzieren können. Bei vielen Eltern habe ich das Gefühl, dass sie genau das nicht tun und dann in Hartz IV landen.

Die Finanzierung der Kinder ist in erster Linie Aufgabe der dazugehörigen Eltern. Der Staat kann nur unterstützend helfen, was er auch in entsprechender Form tut. Wenn, wie von einigen Personen gefordert, Kinder vom Steuerzahler alimentiert sollen, wird die bei fast 50% liegende Steuern- und Abgabenquote durch die Decke schießen. Und das kann niemandes Ziel sein.

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