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Berliner Verkehrsbetriebe: Ver.di ruft zum Warnstreik am Donnerstag auf

AP Ver.di bleibt kampfeslustig: Nach der erfolgreichen Tarifauseinandersetzung mit den Ländern und Kommunen soll jetzt ein gutes Ergebnis für die Bediensteten der Berliner Verkehrsbetriebe herausspringen - ein Warnstreik soll dabei helfen.
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#1 - 13.03.2019, 10:38 von vox veritas

Das Land Berlin ist pleite. Wo soll das Geld herkommen? Vielleicht durch eine Erhöhung der Fahrpreise, die dann wieder für Unmut beim Arbeiter sorgt, der dann wieder ein Fall für SPD/Linke/Grüne wird?
Diese fordern dann entweder Lohnerhöhungen oder kostenfreies Fahren für Alle.
Das System füttert sich selbst.

#2 - 13.03.2019, 10:44 von kuschl

Diese Gewerkschaft

Diese Gewerkschaft überzieht mit mit kleinen Berufsgruppen das Land mit vielen Einzelstreiks und legt damit die Öffentlichkeit mehrfach im Jahr lahm. Ihre Funktionäre meckern aber über die angebliche Macht der Spartengewerkschaften.

#3 - 13.03.2019, 10:45 von Hans-Dampf

"So sollen am Donnerstag von Betriebsbeginn um 03.30 Uhr bis etwa 22.00 Uhr die Busse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) stillstehen." Nur die Busse? Und ich dachte, man will ernst machen und Forderungen durchsetzen.

#4 - 13.03.2019, 11:30 von stiller_genießer

Langt hin!

Zitat von vox veritas
Das Land Berlin ist pleite. Wo soll das Geld herkommen? Vielleicht durch eine Erhöhung der Fahrpreise, die dann wieder für Unmut beim Arbeiter sorgt, der dann wieder ein Fall für SPD/Linke/Grüne wird? Diese fordern dann entweder Lohnerhöhungen oder kostenfreies Fahren für Alle. Das System füttert sich selbst.
Sind Sie der verkappte Sprecher der Verkehrssenatorin? Pleite heißt doch in Berlin noch lange nicht, daß kein Geld ausgegeben wird, siehe die Milliarden für den BER oder für Rückkaufpläne von bestehenden Wohnungen statt neue zu bauen.
Zum anderen: Die Verkehrsenatorin will private Autos abschaffen, was nur gelingt, wenn der öffentliche Nahverkehr ausgebaut wird. Neue Busfahrer kann man aber nur gewinnen, wenn die Arbeitsbedingungen, wozu Arbeitszeit und Lohn zählen, sich merklich verbessern.
Im Artikel fehlt übrigens eine Stellungname der Verkehrsenatorin bzw. überhaupt des Senats.
Ich wohne in Berlin, werde meine Pläne morgen umstellen, kann aber nur sagen: "Langt hin, Kolleginnen und Kollegen!"

#5 - 13.03.2019, 11:34 von peterpeterweise

Streik gegen Kunden und Steuerzahler

Früher streikten mehrheitlich Industriearbeiter gegen Privatfirmen. Als Folge wurden möglicherweise einige Autos später ausgeliefert, aber die meisten Bürger haben keine direkten Auswirkungen gespürt. Heute dagegen richten sich die Streiks meistens direkt gegen den Kunden und den Steuerzahler. Ob öffentlicher Dienst, Bahn, Flughafen, je größer die Auswirkungen auf die Allgemeinheit, um so höher die Erfolgsaussichten der Streikenden. Wenn kleine Berufsgruppen ganze Regionen lahmlegen können, dann verschieben sich die Gehälter. Nicht die Ausbildung und Arbeitsleistung bestimmt dann das Gehalt, sondern die Möglichkeit der Erpressung der Allgemeinheit.

#6 - 13.03.2019, 11:47 von daddy_felix

Ich würde 10% Gehaltserhöhung über drei Jahre mit Kusshand annehmen!

#7 - 13.03.2019, 12:15 von doctiloquus

Warum sollte sich die BVG bewegen??? Sie hat Verträge mit Kunden, die i.d.R. vor Leistungserbringung gezahlt haben. M.a.W. der Streikt trifft überwiegend den Kunden. Ein direkter betriebswirtschaftlicher Druck wird keinesfalls aufgebaut. Und erschwerend hinzu kommt die dt. Rechtsprechung, die einen Streik als höhere Gewalt (h.G.) wertet. Warum??? Die allg. in der Rechtsprechung genutzte Def. für h.G. gibt das nicht her. Hier muss dringend nachgebessert werden. Wer eine Unternehmung eingeht und die vereinbarte Leistung nicht erbringt, MUSS für den Schaden aufkommen. Ausnahme: die Ursache der Nicht-Leistungserbringung liegt ausserhalb der Kontrolle des Unternehmers. Und das ist bei Streik selbstverständlich nicht der Fall (sonst könnte ich auch argumentieren: Liebe BVG, ich muss heute leider schwarz fahren, da ich grad Stress mit der Frau habe und sie mir das Taschengeld gestrichen hat... ).