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Brexit-Verhandlungen: Dann eben auf die harte Tour

Getty Images Britische Banken dürfen auch nach dem Brexit in der EU operieren - wünscht sich die Regierung in London. Brüssel ist vehement dagegen, doch die Briten haben einen Trumpf. Und drohen ihn nun auszuspielen.
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#1 - 31.07.2018, 00:24 von theodtiger

konfuser Artikel zu einem angeblichen britischen Trumpf

Was ist das denn für ein konfuser SPON Artikel. Mit welchem Trumpf drohen die Briten, wenn die Schlussfolgerung des Artikels ist, dass "Damit auch Frankfurt als Banken-Standort an Bedeutung hinzugewinnen - und London an Einfluss verlieren" würde. Und was soll der folgende Satz aus dem SPON Artikel: "Und die Regierung in London wünscht sich ein Mitspracherecht bei der Frage, was geschehen soll, wenn Großbritannien eines Tages seine Finanzmarkt-Regulierungen ändert." Möglicherweise unrealistische Wünsche hinsichtlich des Verhaltens der EU im Falle einseitiger britischer Massnahmen und des Einflusses von GB darauf, sind doch keine Trumpfkarte der Briten.

#2 - 31.07.2018, 01:07 von HerrPeterlein

Keine gute Idee von GB

Dann muss die EU darauf hinweisen, dass mindestens das Gleiche auf für Finanzdienstleister aus GB in der EU gilt. Mal sehen wie das ausgeht.
GB will den harten Brexit, den werden sie dann auch bekommen.

#3 - 31.07.2018, 01:15 von MoorGraf

sehr reißerischer Titel!

was klar ist: wenn Europa die britischen Banken (neben London gibt es auch viele Finanzdienstleister in Schottland!) nicht frei nach Europa lässt, werden europäische Banken in UK auch nicht einfach so weitermachen können.

Die Briten könnten die volle Anerkennung unterschreiben (was z.B. die Schweizer machen und erfolgreich damit sind), sie können einen Deal wie EU/USA unterschreiben (und JP Morgan etc. verdienen besser in Europa als die Deutsche Bank :-)) oder sie unterschreiben gar keinen Deal und finden heraus, dass die WHO nichts zu Finanzdienstleistungen geregelt hat...

Ein No-Deal wäre für beide Seiten schlechter als eine gute Zusammenarbeit, aber wenn die Briten weiterhin darauf beharren, dass sie alle Vorteile der EU mitnehmen wollen, aber bei den Pflichten eher zurückhaltend sind, wird es wohl auf einen Crash hinauslaufen und ich persönlich finde es schon ziemlich nervend, dass nachdem die Briten seit vielen Jahrzehnten nur einen Bruchteil der Beiträge zahlen wie wir Deutschen, die Franzosen, Norweger oder Schweizer, sie jetzt auch noch meinen, sich weitere Sonderrechte sichern zu müssen. Verhandlungen und Verträge setzen Vertrauen und gegenseitiges Wohlwollen voraus und wenn Frau May das nicht so aufbringen möchte oder kann: dann eben nicht.

#4 - 31.07.2018, 01:34 von aurichter

Ws wird

in all den Monaten der Verhandlungen nichts konkretes von dem Reisenden UK eingebracht und jetzt bedient man sich bei Trump und versucht es mit Erpressung. Rosinenpickerei nach Empire-Art, d.h. das große Geschirr auspacken und anwenden. Danach sollte die EU - alle Mitglieder können das Schauspiel verfolgen - nun die Weichen auf Hard Brexit stellen und laufen lassen. Jetzt wird es richtig interessant. Wen die EU nach dieser Offenbarung noch weitere Zugeständnisse von sich aus einbringt, dann wird es bitter für Barnier und Mitarbeiter. Da hat ein Trump bei den Hardliner evtll doch etwas zurückgelassen, angedeutet würde es von Ihm ja schon über Mays Aussagen nach dem Besuch.

#5 - 31.07.2018, 01:47 von bluraypower

Kalte Füße....

... bekommen die Briten langsam und deswegen wird jetzt die Erpressungsmaschine hochgefahren. Aber das sollte die EU nicht mit sich machen lassen. Hier würde ich noch nicht mal mit denen in Verhandlung treten bevor UK nicht die gleichen Rechte akzeptiert wie die Norweger zum Beispiel.
Die vier Grundfreiheiten müssen akzeptiert werden oder gar nichts. Ende!
Zeigt den Briten die rote Karte und die Erpressungen schlagen langsam in Panik um.
Den knallharten Brexit bevorzuge ich persönlich lieber als so ein Deal der den Briten alles einräumt und nichts bezahlen will. Erst die EU spalten wollen und dann die Erpressungen starten. So nicht! Und der Tag des ungeordneten Brexit kommt immer näher.
Die EU wird es überleben, bei den Briten wird es sehr schwer.

#6 - 31.07.2018, 02:15 von matbhmx

Die EU sollte nicht ...

... ein Jota nachgeben. Die Briten haben sich für den Brexit entschieden - sie müssen mit den Folgen leben. Und wegen der 7000 Investmentfonds wird sich schon ein Weg finden. Großbritannien wird begreifen müssen, dass, wenn es sich an den Festland-Investments vergeht, es internationales Vertrauen dauerhaft verspielt - mit entsprechenden wirtschaftlichen Folgen für GB.

#7 - 31.07.2018, 02:33 von naive is beautiful

sorry, but...

wer ist bitteschön dieser ungeheuer kompetente Sascha Zastiral, London? Und warum erlauben Sie ihm, seine Plan- und Kenntnislosigkeit auf dieser Plattform zu verbreiten?

Mit keinem Wort erläutert der famose Autor seinen knackigen Kernsatz "doch die Briten haben einen Trumpf. Und drohen ihn nun auszuspielen."

Wer oder was 'bedroht uns' seiner schwerst maßgeblicher Meinung nach denn nun wirklich? Doch bitte nicht die vorgeblich drohenden 'Sanktionen' gegenüber diesen 7000 europäischen Finanzdienstleistern... - oder etwa doch? Und wie würde sich dieses 'Horrorszenario' stattdessen in return dann auf die ungleich zahlreichere Gruppe der GB-Finanzdienstleister im 'harten' Brexitfall auswirken, wenn es um DEREN künftiges Engagement in der EU geht...?

Wen interessiert im Übrigen in diesem Zusammenhang ernsthaft die Rolle GBs oder der EU als 'Clearingzentrum'? Hype ohne Substanz...

#8 - 31.07.2018, 02:38 von ernstmoritzarndt

Klar dürfte sein, .......

... daß Europäische Institute keine Geschäfte mit Institutionen durchführen dürfen, die nicht denselben Vorschriften (insbesondere in Hinblick auf die Bonität) unterliegen, wie sie selbst. Ein Geschäftsführer beispielsweise eines französischen Kreditinstitutes wird sich aus Gründen der Eigenhaftung daran gehindert sehen, bedeutende Clearingsummen nach London zu geben, wenn GB unkontrolliert aus dem Europäischen System ausscheidet.

#9 - 31.07.2018, 03:14 von Geopolitik

Was ist denn das für ein Scharfmacher Artikel: 'Konkret drohten die britischen Brexit-Verhandler offenbar damit, dass europäische Finanzdienstleister, die Kunden inGroßbritannienhaben, mit Auflagen belegt werden könnten, falls die EU nicht sämtlichen Sektoren der britischen Finanzindustrie einen Zugang wie bisher ermöglichen sollte. Als Beispiel wurden dem Bericht zufolge etwa 7000 europäische Investmentfonds genannt.' Das ist ja wohl ziemlich logisch und würde bei zu harten Bestimmungen eben dazu führen, dass die Fonds abwandern oder neue eben nicht in London aufgelegt werden. Mag zwar allen schaden ist aber nun wirklich kein Trumpf den die Briten spielen können und wird ihnen nicht die saftige Rosine des unreglementierten Finanzugangs einbringen.

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