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Debatte über Steuersenkungen: Wohlfühlpaket für die Privatjet-Fraktion

Getty Images Die Konjunktur droht zu kippen - und unsere Wirtschaftsgurus fordern: Soli weg, Unternehmenssteuern runter! Dabei dürfte kaum etwas wirkungsloser sein, um eine Rezession zu verhindern.
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#90 - 11.01.2019, 15:44 von latrodectus67

Economic Stimulus Act of 2008

13. Februar 2008 hat G.W. Bush mit dem "Economic Stimulus Act" versucht eine Rezession zu verhindern. Die meisten Kommentare die ich dazu kenne, sagen es war eine gute Idee, sie kam aber zu spät.

www.thebalance.com/bush-economic-stimulus-package-3305782

natürlich wäre sowas in "trickle down Economics"-Deutschland undenkbar aber vielleicht ist es nett mal über den Tellerrand zu gucken.

#91 - 11.01.2019, 15:45 von Stäffelesrutscher

Zitat von mpigerl
Aber der Soli war als Abgabe für den Aufbau Ost geplant und es würde den Staat einfach ehrlicher machen, wenn man sagt, der Aufbau Ost ist nun abgeschlossen. Ausserdem vereinfacht es das Steuersystem wenn es weniger Abgaben gibt (die können dann gerne vom Volumen auch größer sein).
Lesen Sie mal, was Herr Bach im Namen des DIW publiziert hat. Es ist genau diese Idee:
»Solidaritätszuschlag bei Hochverdienenden in den Einkommensteuertarif integrieren«
https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.610134.de/diw_aktuell_18.pdf

#92 - 11.01.2019, 15:48 von semoda

Grenzwertbetrachtungen!

Steuern kann man ja bekanntlich nie genug bezahlen, also bitte mehr davon!
Wieviel mehr darf's denn noch werden, bis die Leistungsbereitschaft erkennbar sinkt?
Umverteilung macht Freude und beschert unendlich vielen Kostgängern Arbeit...
Ist DAS vielleicht mit dem reichen Land gemeint?

#93 - 11.01.2019, 15:51 von Aberlour A ' Bunadh

bleibt nichts, aber auch gar nichts?

Zitat von kumi-ori
Tut mir Leid, da sind Sie auf dem Holzweg. Auch ich gehöre mit ca. 70.000 Euro p. a. zur Privatjet-Fraktion laut Herrn Fricke, aber als Alleinerziehender mit zwei Kindern in München.....
Sorry, aber wenn sie mit 70.000 Euro p. a. am Monatsende nichts mehr übrig haben, haben Sie irgendeinen Fehler gemacht. Spätesten da fängt man doch an sich Gedanken zu machen, wie das Residuum am besten gewinnbringend auf Kapitalmärkten angelegt werden kann.
Und in diesen Sinne hat Fricke natürlich vollkommen recht.

#94 - 11.01.2019, 15:52 von zeisss

"Christian-Merz-und-Friedrich-Lindner"

Soll das lustig gemeint sein oder zeigt es die Ingnoranz des Autors?
(Ich befürchte ja letzteres...)

#95 - 11.01.2019, 15:54 von latrodectus67

Der Geldadel und seine Minnesänger

Zitat von thoms1957
Mein Mitleid hält sich doch sehr in Grenzen. Natürlich will der Geldadel seinen Besitz behalten. Steuern zahlen? Aber nicht mehr als andere. Dem Pöbel was abgeben? Bzw. DEM STAAT (grusel)? Zum Glück ist das Zeitalter des Feudalismus vorbei. Wer viel hat, soll auch mehr zum Wohl aller beitragen. Eigentlich logisch. Aber ständig und wider alle wirtschaftliche Logik versucht der Geldadel den Feudalismus wieder zu beleben: Alles, was geht gehört uns. Und wir bestimmen, was wir abgeben. Das nennen wir : Spenden. Aber Steuern zahlen wir nicht!
Es ist auch ein Kampf der Worte, es gibt auch ein paar Mitforisten die bei Vermögen von "Konsumverzicht" sprechen. Und damit assoziieren der Geldadel würde wie Otto Normalverbraucher auf etwas sparen.
Man stelle sich vor, die Milliarden an Konsum vor auf die Frau von Klatten verzichtet hat ...

#96 - 11.01.2019, 15:54 von bighead

verdrehung der tatsachen

eine abschaffung des solis soll doch bitte nicht wie ein steuergeschenk beschrieben werden. beschäftigen sie sich mit dem soli und sehen sie ein,dass der zuschlag ein ausnahmezustand darstellt und NICHT den normalzustand.
aber so ist das mit der gesellschaft. was man nimmt und nimmt empfindet man irgendwann als normal..
wenn sie gesellschaftl. ungerechtigkeiten bekämpfen wollen, stehen ihnen dutzende stellschrauben zur verfügung. der soli allerdings IST eine gesellschaftl. ungerechtigkeit,dessen abschaffung längst überfällig ist.

#97 - 11.01.2019, 15:57 von sufou

Für wen schreibt eigentlich SPON?

Mir kommt es fast vor als "suche" einige Kolumnisten bei SPON Gründe warum irgendwelche Abgaben und Steuern nicht gesenkt werden sollen!

Wir wurden hier einhellig erleuchtet wie ca 10000 hierzulande den großen Reibach machen wenn der Soli wegfällt LoL. 10000? Ok lassen wir es ein wenig mehr sein! Und deshalb sollen die anderen +60 Millionen NICHT entlastet werden? Tatsache ist das der Arbeitnehmer hier in D am meisten von Steuern und Abgaben geplagt wird auf diesen Planeten!
Was hier "gerne" außer acht gelassen wird ist die ominöse Arbeitslosenversicherung" Weg damit! Abschaffen und stattdessen auf die allgemeine Steuer umlegen! Damit ALLE sich daran beteiligen Arbeitslosen zu unterstützen die in den meisten Fällen unverschuldet ihren Job verloren haben! So kann auch Herr Thomas Fricke gerne den "Fehlbetrag" ausgleichen beim Wegfall der Arbeitslosenversicherung die nichts anderes ist als eine "Strafsteuer" für Arbeitnehmer die arbeitlos werden. Tatsache ist das gerade D sehr viel "Kreativität" in den Tag legt seine Untertanen bis aufs Blut auszusaugen.. Solange der Malocher einen Job hat funktioniert das auch.

Dieser Beitrag gehört gelinde gesagt ins nächste Klärwerk geschickt

#98 - 11.01.2019, 15:58 von böseronkel

Zitat von m_arc
Also ich kann mir keinen Privatjet leisten, wie auf dem Bild zu sehen, aber Soli zahle ich trotzdem genug. Bei 11 Mrd. Überschuss kann man doch mal als Bürger erwarten, dass überhaupt etwas an Steuern gesenkt wird - ganz egal was und wenn es nunmal der Soli ist. Eine Senkung der Unternehmenssteuern würde ja auch der übrigen Bevölkerung zugutekommen, in dem Löhne erhöht werden oder mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die Erfahrung der letzten 50 bis 60 Jahre lehrt und doch, dass Unternehmen steigende Gewinne keineswegs zur Schaffung neuer Arbeitsplätze nutzen, sondern riesige Anstrengen unternehmen um weltweit günstige Anlagemöglichkeiten zu erkunden. Investitionen in Betriebserweiterungen haben nur eine Chance, wenn der Markt zusätzliche Angebote aufnehmen kann.

#99 - 11.01.2019, 15:59 von mfra

Der Soli gehört abgeschafft

Also, wenn ein Single ohne Kinder schon ab 16.000 EUR pro Jahr den Soli zahlen muss, bedeutet dass, wenn dieser nur den Mindestlohn bekommt, das er bei mehr als 35h Wochenstunden den Soli zahlen muss. Und da wollen Sie ernsthaft behaupten, die Abschaffung würde keinen positiven Effekt haben?

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