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Drohende Rezession und Konjunkturhilfen: "Krisen gehören zum Kapitalismus dazu"

Jens Kalaene / DPA Deutschland steckt im Abschwung und diskutiert über Konjunkturhilfen. Der Ökonom Sebastian Dullien erklärt, was jetzt helfen würde - und warum Helmut Kohl beim Schuldenmachen entspannter war.
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#1 - 29.08.2019, 16:53 von mariahellwig

Rezession != Rezession

Ja. Krisen gehören zur Marktwirtschaft. Aber viele Analysten sehen das nicht so entspannt, weil die weltweite Verschuldung in den letzten 20 Jahren beachtlich angestiegen ist. Mit einem hohen Schuldenberg in eine Rezession zu gehen ist nicht ohne Risiko. Banken verleihen Geld nur noch mit Risikoaufschlägen.

#2 - 29.08.2019, 16:55 von siryanow

Hier die Erklärung warum Helmut Kohl im Schuldenmachen entspannter war : Wenn ich Schulden mache mit der Kohle der anderen und dafür nicht mit meiner Kohle hafte , was glauben Sie wie entspannt ich bin

#3 - 29.08.2019, 16:58 von cucaracha_enochada

Verstehe nicht ganz ...

warum WIR die - gesamte - Infrastruktur ausbauen sollen bei gleichzeitigem Rückzug ('Abgaben senken! - s. Artikel 'Der Wirtschafts-Minister will ...' heute) derer, die diese nutzen (ja klar, Gewinne privatisieren und Kosten sozialisieren ...). Und WIR sollen die Anschub-Finanzierung für die Digitalisierung stemmen - die Branchen-Unternehmen halten sich vornehm zurück - für die Industrie 4.0, die mit ohne Menschen ... :-D

#4 - 29.08.2019, 16:59 von max_schwalbe

Schwäbische Hausfrau unverständlich?

Ich muss doch sehr bitten. Spätestens nach Kohl wurde überall, von führenden Politikern, in den Medien, in der Wirtschaft usw. usf. eine unsägliche Sorge vor der bedrohlich hohen Staatsverschuldung aufgebaut. Polemisch wurde hantiert und gezielt eben mit den Tugenden der schwäbischen Hausfrau konkettiert. Logisch, dass schnell die meisten Menschen meinten "das geht ja mal gar nicht, 2 Billionen € Schulden und noch mehr ausgeben wollen? Niemals!". Was diese Meinung wirtschaftspolitisch und letztlich auch sozial für Folgen hat, daran wollte offenbar niemand denken. Im übrigen war die damalige PDS die einzige Partei, die den Spar-Wahn von Beginn in infrage stellte. Übrigens auch ein wesentlicher Grund, warum Oskar Lafontaine als Finanzminister 1999 zurücktrat. Den damals aufkommenden Spar-Irrsinn konnte und wollte er nicht verantworten. Schade, dass damals niemand ernsthaft nachfragte, warum er zurücktrat.

#5 - 29.08.2019, 17:01 von kj.az

Nicht genug ?

Hat Deutschland nicht schon genug Schulden ? Nach letzten Informationen liegen die Staatsverbindlichkeiten bei ueber 1,9 Billionen, das sind eintausendneunhundert Milliarden oder eine Millionneunhunderttausend Millionen. Hier hoehere Schulden zu fordern scheint mir schon sehr gewagt.

Bin aber kein Experte. Weiss nur, dass jeder Einwohner ueber 23.000 Euro Staatsschulden mit sich rumschleppt. Jeder.

#6 - 29.08.2019, 17:01 von arikimau

Vermögenssteuer natürlich

Nachdem wir unseren Kindern schon keine Natur hinterlassen, müssen wir ihnen doch nicht auch noch einen Schuldenberg aufbrummen. Die Vermögenssteuer hat der Dicke auf null gesetzt wegen dem Soli, wenn der Soli wegfällt muss die Steuer natürlich wieder angehoben werden.

#7 - 29.08.2019, 17:04 von esboern

In

einer Demokratie wird alles so eingedreht wie man es gerade will, da wird auch eine Dame DVB-TPräsidentin, die wegen Untreue verurteilt ist

#8 - 29.08.2019, 17:06 von max_schwalbe

Risikoaufschläge?

Zitat von mariahellwig
Ja. Krisen gehören zur Marktwirtschaft. Aber viele Analysten sehen das nicht so entspannt, weil die weltweite Verschuldung in den letzten 20 Jahren beachtlich angestiegen ist. Mit einem hohen Schuldenberg in eine Rezession zu gehen ist nicht ohne Risiko. Banken verleihen Geld nur noch mit Risikoaufschlägen.
Welche Risikoaufschläge? Momentan ist ja bereits schon von Negativzinsen die Rede. Risiko entsteht ja gerade dadurch, dass man nur spart anstatt zu investieren. Das wissen sicherlich auch die Gläubiger.

#9 - 29.08.2019, 17:15 von TS_Alien

Wenn die Firmen sich falsch ausgerichtet haben, dann ist es nicht ratsam, Steuergelder für irgendwelche Korrekturen oder Überbrückungsphasen auszugeben.

Haben sich die Firmen überhaupt falsch ausgerichtet?

Ich sehe keine Krise. Welche Produkte sollen denn geringer nachgefragt sein? Der eine Hersteller wird weniger absetzen, dafür der andere mehr.

Irgendwelche "Investitionen" von staatlicher Seite kosten nur Geld und bringen wenig oder nichts. Kreditfinanziert werden sie entsprechend teurer. Denn zurückgezahlt werden sie erst in Jahrzehnten oder gar nicht.

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