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Geldanlage: So viele Aktienbesitzer wie jetzt gab es zuletzt vor der Finanzkrise

DPA Die Niedrigzinsen treiben viele Deutsche in Anlageformen abseits des Festgelds: Im vergangenen Jahr gab es so viele Aktionäre wie zuletzt 2007 - trotz der zunehmenden Börsenturbulenzen.
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#1 - 06.03.2019, 13:53 von Europa!

Na also!

So allmählich entschließen sich immer mehr Deutsche, die Dreieinigkeit der selbstverschuldeten Unmündigkeit (Arbeitnehmer-Mieter-Versicherungsnehmer) abzuschütteln und ihr Schicksal selbst in die Hände zu nehmen. Man muss Draghi dankbar sein, dass er subalterne und fast schon betrügerische Anlageformen wie "Festgeld", "Bundesanleihen" und "Lebensversicherungen" so uninteressant gemacht hat, dass sich immer mehr Menschen dafür interessieren, wo das Geld eigentlich herkommt - will sagen, wo und womit es verdient wird. Leider werden jetzt auch viele Menschen feststellen, was alles faul an der deutschen Wirtschaft ist, wie veraltet ihre "wichtigsten" Produkte (Automobile), wie verrottet die Banken sind usw. Aber Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, dann fällt man auch nicht mehr so leicht auf die Behauptung rein, dass wir "ein reiches Land" seien, dem es "so gut" geht, dass wir alles schaffen.

#2 - 06.03.2019, 14:18 von GoaSkin

Zitat von Europa!
So allmählich entschließen sich immer mehr Deutsche, die Dreieinigkeit der selbstverschuldeten Unmündigkeit (Arbeitnehmer-Mieter-Versicherungsnehmer) abzuschütteln und ihr Schicksal selbst in die Hände zu nehmen. Man muss Draghi dankbar sein, dass er subalterne und fast schon betrügerische Anlageformen wie "Festgeld", "Bundesanleihen" und "Lebensversicherungen" so uninteressant gemacht hat, dass sich immer mehr Menschen dafür interessieren, wo das Geld eigentlich herkommt - will sagen, wo und womit es verdient wird. Leider werden jetzt auch viele Menschen feststellen, was alles faul an der deutschen Wirtschaft ist, wie veraltet ihre "wichtigsten" Produkte (Automobile), wie verrottet die Banken sind usw. Aber Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, dann fällt man auch nicht mehr so leicht auf die Behauptung rein, dass wir "ein reiches Land" seien, dem es "so gut" geht, dass wir alles schaffen.
Naja, vielen Anlegern ist es garnicht klar, wo ihr Geld wirklich angelegt ist und interessiert Diese auch nicht weiter. Denn es gibt zahlreiche synthetische Papiere, deren Wertentwicklung sich nach einem Aktienkurs oder einem Index richtet, jedoch die Fondsgesellschaft das Geld anderweitig investiert. Entspricht der Basiswert dem Kurs eines erfolgreichen Unternehmens, während die Fondsgesellschaft das Geld in Wirklichkeit in venezolanische Staatsanleihen investiert, dann geht die Fondsgesellschaft am Ende dadurch pleite und die Anleger haben recht wenig von ihrem theoretischen Kursgewinn.

#3 - 06.03.2019, 14:22 von vfleischhauer

Sehr gut

endlich begreifen immer mehr Deutsche, das Aktien ein hervorragendes Mittel zum Vermögensaufbau und zur Altersversorgung sind. Nur bitte nicht verkaufen, wenn es mal runter geht. Aktienfonds sollte man schon 10 Jahre besparen oder halten.

#4 - 06.03.2019, 14:34 von water70

Dann wird es ja mal wieder Zeit....

für einen Crash, auch an den Börsen funktioniert die Verteilung von klein zu groß.... Die kleine Bärenmarktrally der letzten 9 Wochen wurde mit sehr dünnem Volumen erkauft, die Großen stehen an der Seite.

#5 - 06.03.2019, 14:48 von charlybird

Die wenigsten

Zitat von Europa!
So allmählich entschließen sich immer mehr Deutsche, die Dreieinigkeit der selbstverschuldeten Unmündigkeit (Arbeitnehmer-Mieter-Versicherungsnehmer) abzuschütteln und ihr Schicksal selbst in die Hände zu nehmen. Man muss Draghi dankbar sein, dass er subalterne und fast schon betrügerische Anlageformen wie "Festgeld", "Bundesanleihen" und "Lebensversicherungen" so uninteressant gemacht hat, dass sich immer mehr Menschen dafür interessieren, wo das Geld eigentlich herkommt - will sagen, wo und womit es verdient wird. Leider werden jetzt auch viele Menschen feststellen, was alles faul an der deutschen Wirtschaft ist, wie veraltet ihre "wichtigsten" Produkte (Automobile), wie verrottet die Banken sind usw. Aber Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, dann fällt man auch nicht mehr so leicht auf die Behauptung rein, dass wir "ein reiches Land" seien, dem es "so gut" geht, dass wir alles schaffen.
AN werden z.Zt. die Notwendigkeit einsehen, bei dem was sie verdienen, in Aktien zu investieren. Viele können es auch gar nicht.
Im übrigen ist ihnen vor allem klar, dass eine Aktie auch erst mal nur den Wert darstellt, der mit und vor allem ihrer Hilfe erwirtschaftet wird.
Die Bankenkrise ist noch nicht solange her, die nächste wird kommen und der Aktienmarkt in Amerika versaubeutelt auch gerade die Altersvorsorge vieler AN dort.
Eine Sicherheit für geleistete Arbeit und eine auskömmliche Versorgung im Alter ist nach wie vor eine Notwendigkeit in abhängiger Beschäftigung, es sei denn es werden vernünftige Löhne und Gehälter gezahlt, das möchten aber die meisten Aktionäre nicht. :-)
Und ….man muss, um einen Profit zu erzielen immer noch etwas herstellen, anbieten oder verkaufen, Aktien kaufen keine Aktien und Geld verdient per se kein Geld.
Geld wird eigentlich auch gar nicht verdient, es entsteht aus Schulden.
Aber glauben Sie gerne weiter an Ihre Kapitalismusblase, noch funktioniert's ja, aber wenn Banken und Finanzdienstleister schon als Betrüger bezeichnet werden, was sie teilweise durchaus sind, ist es mit unserem aktuellen Werte- und Wirtschaftssystem nicht mehr sehr weit her.

#6 - 06.03.2019, 15:13 von GrafKrolock

Angst vorm Crash

Leider ist diese eigentlich unbegründete Angst weit verbreitet. Dabei wird übersehen, dass ein „Crash“ eben keinen Totalverlust darstellt, sondern einen meist temporären Kurseinbruch von 30% oder auch mehr, über den man bei langfristiger Anlage in aller Regel einfach drüber hinweggeht. Darüberhinaus sind Verluste infolge von Firmenpleiten bei Fonds eher selten, erfolgt die Anlage doch breiter gestreut.

#7 - 06.03.2019, 15:15 von funkstörung

dabei sein ist alles

Zitat von water70
für einen Crash, auch an den Börsen funktioniert die Verteilung von klein zu groß.... Die kleine Bärenmarktrally der letzten 9 Wochen wurde mit sehr dünnem Volumen erkauft, die Großen stehen an der Seite.
9 monate sind eine lange lukrative zeit.... wenn man dabei ist !

#8 - 06.03.2019, 15:22 von Irgend.Wer

Zitat von water70
Die kleine Bärenmarktrally der letzten 9 Wochen wurde mit sehr dünnem Volumen erkauft, die Großen stehen an der Seite.
Ich habe wie wahrscheinlich andere auch den Kursrückgang ausgenutzt und meine Aktienquote erhöht. Jetzt muss ich erstmal Cash sammeln und auf die nächste Kaufchance warten. Aber wahrscheinlich haben tatsächlich einige der Neu-ETF-Anleger die Kursverluste zum Anlass genommen, das "Experiment" Börse mit Verlusten zu beenden.

#9 - 06.03.2019, 15:23 von funkstörung

krise

Zitat von charlybird
Aber glauben Sie gerne weiter an Ihre Kapitalismusblase, noch funktioniert's ja, aber wenn Banken und Finanzdienstleister schon als Betrüger bezeichnet werden, was sie teilweise durchaus sind, ist es mit unserem aktuellen Werte- und Wirtschaftssystem nicht mehr sehr weit her.
ach, das genöhle kennt man schon seit beginn des aktienzeitalters vor über 200 jahren.

der kapitalmarkt ist weder durch den 1. weltkrieg, noch durch den 2. weltkrieg, weder durch die weltwirtschaftskrise in den 30ern ausgetrocknet noch hat das platzen der dot.com-blase oder die banken- und eurokrise daran wesentliches ändern können.

alles was nötig ist um mit aktien geld zu verdienen : zum richtigen zeitpunkt kaufen und zum richtigen zeitpunkt verkaufen.

das schöne am kapitalistischen system ist seine unkaputtbarheit, anders als der sozialismus der sich beim scheitern in luft auflöst, entwickelt der kapitalismus immerwieder energien um sich auch aus schwersten krisen erneut zu erheben.

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