Forum
Wirtschaft

Haftstrafe gegen Manager Middelhoff: Big Trouble

DPA Thomas Middelhoff muss für drei Jahre ins Gefängnis. Als er das Urteil hört, sackt der sonst so selbstbewusste Manager zusammen. Die Richter lassen "Big T" noch im Saal festnehmen.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/14   10  
#1 - 14.11.2014, 13:46 von Immanuel_Goldstein

Jemand, der angibt, sein ganzes Leben hart gearbeitet zu haben, der ist zutiefst unglaubwürdig wenn er sein Unternehmen in den Bankrott geritten und sich selbst maßlos bedient hat. Es gibt in diesem Lande viele Menschen, die viel härter arbeiten, als diese selbsternannten "Top-Manager" und denen beim leisesten Vergehen oder Fehler die Existenz zerstört wird. Middelhoff wird auch im Knast noch dreimal täglich warm essen können.

#2 - 14.11.2014, 13:56 von Forist2

Wo ist das Victory ?

Ackermann läßt grüßen !

#3 - 14.11.2014, 13:59 von Spiegelleserin57

hat dieser Mann nie darüber nachgedacht .....

dass hinter der Zahl 4000 Menschen stehen deren Existenz zum großen Teil von ihrem Job abhängt.
Über Zahlen ist schnell entschieden , nur muss man auch daran denken was man tut, das kann man besonders von Topmanagern erwarten.
Dass der Staat Steuerhinterziehung nicht duldet ist mehr wie gerecht!

#4 - 14.11.2014, 14:00 von fugazi70

Interessantes Strafmaß...

...wenn man das mal mit Uli Hoeneß vergleicht. Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;-)

#5 - 14.11.2014, 14:02 von Elrond

es ist immer wieder phänomenal

...zu lesen, dass Manager höchster Kreise bei strafwürdigem Vergehen offenbar härter bestraft werden müssen, als andere, die nicht auf der finanziellen Sonnenseite des Lebens stehen. Eine etwas merkwürde Sicht auf das Recht. Es scheint gerade so, dass ein hart Arbeitender und mit Hartz IV Aufstockender strafrechtlich einen moralischen Vorteil haben müsste, wenn ihn ein gericht verurteilen sollte. Ich würde sagen, dass Sie, lieber @Herr Goldstein gerade dabei sind, das Recht zu beugen. Wie war das noch mit der Ausnutzung von Macht...

#6 - 14.11.2014, 14:06 von Bernd Grossmann

Wer zuviel arbeitet...

...vermischt privates mit arbeit und dann entstehen solche Fehler. Es hätte auch Middelhof nicht geschadet, etwas `Fauler` zu sein und anstatt mit einem Hubschrauber einfach den Dienstwagen zu Vorlesungen an die Uni Münster zu fahren, aber erklären sie das mal einem abgehobenen Manager der sich für Gott hält.

#7 - 14.11.2014, 14:09 von L_ESER

urteil verhältnismäßig?

mir stellt sich die frage, ob dieses urteil verhältnismäßig ist, wenn man bedenkt, dass hier ein manager seinen arbeitgeber (einen konzern) vielleicht um ein paar hundert tausen euro beschissen hat. dass das neben den sicherlich zivilrechtlichen folgen auch strafrechtlich zu ahnden ist, ist wohl richtig.

wenn man aber bedenkt, dass big t. nun dafür, dass er niemanden anderen als geldgieririge investoren geprellt hat, 3 jahre in den knast soll und ein dt. fussballmanager der dem staat über 30 mio. steuern vorenthalten hat, dafür nur eine gefängnisstrafe von 3,5 jahren erhalten hat, weiß ich nicht, welches der beiden urteile hier noch verhältnismäßig ist. für mich stimmt da irgendwo die relation nicht mehr.

middelhoff ist sicher für einen otto-normal kein sympathieträger, aber ich denke, hier haben auch sein versagen im beruf und die damit verbundenen entlassungen etc. eine rolle gespielt.

#8 - 14.11.2014, 14:15 von symolan

Zitat von Spiegelleserin57
dass hinter der Zahl 4000 Menschen stehen deren Existenz zum großen Teil von ihrem Job abhängt. Über Zahlen ist schnell entschieden , nur muss man auch daran denken was man tut, das kann man besonders von Topmanagern erwarten. Dass der Staat Steuerhinterziehung nicht duldet ist mehr wie gerecht!
Hätten die nicht entlassen werden sollen? Dann wäre der Konzern noch früher Konkurs gewesen. Geendet hätte es für diese 4'000 genau gleich.
Damit will ich nicht Big T verteidigen, aber gelegentlich muss ein Konzer Leute entlassen, da er sonst nicht überleben wird. In diesem Fall tat er es dennoch nicht. Klar, die Helikopterflüge haben auch gekostet und sind sicher verwerflich, aber auch ohne die hätte der Konzern nicht überlebt.

#9 - 14.11.2014, 14:25 von Infojunkie

Wieso

Zitat von fugazi70
...wenn man das mal mit Uli Hoeneß vergleicht. Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;-)
Wir wissen doch alle, dass Bayern eine völlig andere Gesetzgebung hat, der absolute Polizeistaat ist und irgendwie nicht zu Deutschland gehört!
"Big T" hätte seinen Wohnsitz halt nicht nach Südfrankreich sondern nach Süddeutschland verlegen sollen!
Selber schuld!
Ansonsten tut mir der Bursche nur leid...sein Absturz wird psychische Folgen haben (das so wichtige Geltungsbedürfnis hat einen schweren Schlag bekommen) und Therapie ist nötig!
Richter Schmitt wird sich jedoch wie "Big S" (man spreche es laut aus!) fühlen.

    Seite 1/14   10