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Klimaschutz-Strategie: Bahn sucht Windräder

CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX Die Deutsche Bahn will sich ein grüneres Image verpassen. Strom aus Kohlekraftwerken will sie mit Ökostrom ersetzen - und startet dafür nach SPIEGEL-Informationen ein großes Bieterverfahren.
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#1 - 13.10.2019, 11:08 von tomxxx

Wieso eigentlich? Der Trick mit

100% Ökostrom hat doch funktioniert. Man kauft tagsüber Wasserkraft aus Norwegen ein, die Bahn steht super da. In der Nacht kauft Norwegen Kohlestrom von uns und pumpt das Wasser wieder hoch... und am nächsten Tag gibts wieder Ökostrom....

#2 - 13.10.2019, 11:13 von gluonball

Außer Spesen nichts gewesen

Das Geld landet dann doch nur wieder bei den "Beratern" die ja "Existenzängste" haben.
Witzig solche "Maßnahmen" sind immer gefällig weil sie sehr einfach sind.
Die Zuverlässigkeit zu erhöhen das will keiner weil es zu anstrengend ist.
Und den Tarifdschungel Mal lichten das will auch niemand.
So lange das Ticket 350€ innerhalb Deutschlands kostet und das Fliegen 150€ wird da nicht viel passieren.
Das war bei der letzten Geschäftsreise mit zwei Wochen Vorlauf der Fall.
Wie soll man da die Bahn genehmigt bekommen selbst wenn man darauf besteht?
Nämlich gar nicht. Sie wollen, dass wir 200€ Euro mehr bezahlen und sie dann 4h länger unterwegs sind?

#3 - 13.10.2019, 11:22 von dagmar1308

Auf dem Stadt- und Bahngebiet

in Bielefeld (elfgrößte Stadt Deutschlands nach Fläche übrigens) lassen sich sicherlich ein paar Windräder durch die DB aufstellen. Da kommt man auch nicht mit den Abstandsregeln zu Wohngebieten in Konflikt, da die Züge sowieso Tag und Nacht Lärm verursachen. Und die Städter können sich auch ein wenig an die neuen Bauwerke gewöhnen.

#4 - 13.10.2019, 11:29 von flitzpiepe0815

Man könnte vielleicht noch darauf hinweisen...

...dass die Bahn verspricht, die Fahrten, die über eine Bahn-Card laufen, schon heute zu 100% mit Ökostrom abgedeckt werden.

#5 - 13.10.2019, 11:30 von fredotorpedo

Erfreulich, noch besser wäre,

wenn Bund und Bahn die Stromtrassen für Windstrom aus der Nordsee auch gleich längs der großen Stromtrasse von Nord nach Süd verlegen würde. Da könnte auf kurzem Weg gleich in das Bahnnetz eingespeist werden.
Gleiches gilt natürlich für die großen Autobahnen, zB die A7.
Ich fände es informativ, wenn SPON mal aufzuklären versuchte, weshalb sowas bisher in in der Diskussion stand, zumindest öffentlich.

#6 - 13.10.2019, 11:35 von didel-m

Und wenn der Wind dann mal nicht weht stehen die Züge aus oder was?

Oder hat die Bahn ein Patent in der Tasche wie sie ihr gesamtes Netz Tagelang über Strom-Speicher betreiben kann? Das ist alles so dermaßen scheinheilig.

#7 - 13.10.2019, 11:36 von guidomuc

Grundgütiger!!!

Die Bahn fährt mit Windstrom, ich hör schon die Ansagen: "Meine Damen und Herren, die Ankunft des ICE4711 verschiebt sich aufgrund der Wetterlage auf eine andere Jahreszeit!" Aber wer soll sich daraufhin schon melden und in diesen Größenordnungen investieren? Errichtung und Betrieb von WEA ist schon kompliziert genug. Und dann quasselt da noch die Bahn mit. Nein Danke!

#8 - 13.10.2019, 11:43 von bwk

Unser Bahn

Das wird richtig interessant. Wenn der Wind mal keine Lust zum Wehen hat, bleibt die Bahn stehen. Ökoaktivisten werden Verständnis dafür haben, aber der Bürger, der z.Zt. zum Umsteigen auf Bus und Bahn gedrängt wird, wohl weniger.

#9 - 13.10.2019, 11:44 von LFritze

Thinkside out

Der Grünstrom reicht längst nicht für alle Leute: Er ist nur limitiert verfügbar. Diejenigen, welche sich die Zertifikate zusammenkaufen können, räumen damit den Markt leer (Wettbewerbsvorteil). Andere haben das Nachsehen und werden vermutlich für Dreckstromkonsum bestraft. Zudem schaudert die Vorstellung, dass die Bahn mehrheitlich nur noch bei Sonnenschein verkehren kann, oder bei kräftigem Wind. Ausser man würde die Hälfte des Zuges mit Akkus bestücken. Und es würde nicht wundern, wenn eines mittelfernen Tages herauskäme, dass der Handel mit Ökostromzertifikaten wegen eines bedauerlichen Softwarefehlers 3x mehr Ökostrom handelte, als vorhanden war. Überhaupt - Was heisst schon "Grün": Bei der Bahn kommen auf 1 Passagier etwa 1286 kg Fahrzeuggewicht (ICE 2). Bei einem SUV (Sport Utility Vehicle) kommen auf 1 Insassen keine 500 kg. Bei einem Normalauto sind es noch 250 kg Fahrzeuggewicht pro Insasse. Mit dem Auto ist man dann punktgenau am Ziel - mit der Bahn ist man mitunter weit entfernt vom eigentlichen Ziel. Mit Ökostrom betriebene Autos laufen der Bahn also in jedem Fall den Rang ab, sehr locker.

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