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Konjunktur: "Der Ausblick der Euro-Zone hat sich dramatisch verschlechtert"

AFP Die vergangenen Jahre wuchs die Wirtschaft im Euro-Raum kräftig. Nun aber verliert sie an Fahrt. Ökonomen warnen vor einem Abwärtstrend.
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#1 - 05.06.2018, 11:09 von kraftmeier2000

Immer wieder

wird es mal bergauf und mal bergab gehen, und jedes mal kommen irgendwelche Ökonomen daher und erzählen uns wie schlimm das ist.
Ich halte von diesem ganzen Zinnober überhaupt nichts, und ständiges Wachstum was man scheinbar erwartet wird es sowieso nicht geben, woher auch.
Man sollte die Gier der Finanzmärkte und der Großunternehmen nicht überbewerten, dort wird regelmäßig gejammert, und die einzige Anwort ist es dann Mitarbeiter zu entlassen. Kann man regelmäßig auf Betriebsratsversammlungen hören, wo jedesmal eigentlich ein Film der vorherigen gezeigt werden könnte, die Litanei ist immer die selbe.

#2 - 05.06.2018, 11:09 von kraijjj

It's simply as that

In einem geschlossenen System kannst du nicht endlos wachsen. Dazu muss ich nicht auf den "Club of Rome" zurückgreifen. Das hat mir schon mein Biologielehrer erklärt.

Das mal vorweggenommen... wenn Ökonomen schon zu jammern beginnen, wenn ein nur noch kleines Wachstum vorherrscht, ist man versucht ihnen über den Mund zu fahren ;)

#3 - 05.06.2018, 11:12 von GSYBE

"Der Ausblick der Eurozone hat sich dramatisch verschlechtert"

Gut gemacht, Deutschland!

Mehr als purer Sarkasmus fällt mir dazu nicht ein, alle Gründe wurden schon zur Genüge publiziert.

#4 - 05.06.2018, 11:17 von klarakk

Jetzt geht alles den Bach runter:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/f-a-z-exklusiv-porsche-stellt-verkauf-von-neuwagen-ein-15617978.html
Porsche stellt Verkauf von Neuwagen ein
Der Sportwagenhersteller Porsche hat den Verkauf sämtlicher Neuwagen bis auf weiteres eingestellt. Hintergrund ist die Umstellung auf die neuen Abgasmesszyklen WLTP und RDE, die schärfere Anforderungen sowohl im Zulassungsverfahren auf dem Prüfstand wie im realen Alltagsbetrieb mit sich bringen. Sie gelten stufenweise von September dieses Jahres an. Benzinmotoren können diese Grenzwerte in der Regel nur erfüllen, wenn sie mit einem Partikelfilter ausgerüstet sind.

Aber nicht nur Porsche ist davon betroffen:
Zuvor hatte Porsche schon wegen der Abgasaffäre Dieselmotoren aus dem Programm genommen. Porsche ist der erste und bislang einzige Hersteller mit einem kompletten Verkaufsstopp. Einzelne Modelle von BMW, etwa der X5, die 7er Reihe oder der M3, sowie von Volkswagen sind aber auch betroffen und nicht mehr lieferbar.

#5 - 05.06.2018, 11:21 von tinnytim

Manager und Banker sind auch nur Menschen

Kann das jetzt auch nur irgendwen wundern? Dass Börsentrader, Investoren und Firmenmanager bei all den politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten der letzten beiden Monate - Iran-Deal Aufkündigung, Strafzölle und Vergeltungszölle, weitere diplomatische Verwerfungen mit Russland, eurokritische Regierung in Prass-Laune für Italien - nicht gerade Luftsprünge machen, obwohl die Auftragsbücher vielleicht voll sind und die Maschinen 24/7 laufen, sollte wohl jeder nachvollziehen können. Es ist zutiefst menschlich, zurückhaltend auf unsichere Verhältnisse zu reagieren. Davor ist man auch dann nicht gefeit, wenn die Lage der Firma blendend und die eigene Altersversorge in trockenen Tüchern ist.

#6 - 05.06.2018, 11:22 von marialeidenberg

Ökonomen warnen, tolle Nachricht.

Ökonom ist jeder, der am Geld- und Warenverkehr / -austausch teilnimmt, denn er ist wirtschaftlich tätig.

Angeblich sind Prognosen schwierig, da sie mit der Zukunft zu tun haben. Das Gegenteil ist richtig: Immer die Negativprognose liefern, das ist völlig ungefährlich. Trifft die Vorhersage ein, dann wird der selbsternannte Sachverständige zum anerkannten Experten, trifft sie nicht ein, dann wird ihm das keiner verübeln und seine Tartarenmeldung ist bald vergessen.

Insofern lese ich Ihre Meldung mit einer gewissen Gelassenheit.

#7 - 05.06.2018, 11:23 von goethestrasse

Auf die anziehende inflation wurde ja lange genug hingearbeitet. Diese enteignet charmanter als Steuererhöhungen.

#8 - 05.06.2018, 11:24 von Europa!

Sturmzeichen

Man kann über die Gründe des nachlassenden Wachstums gern spekulieren. Wichtiger scheint mir, über die Folgen nachzudenken.

1. Europäische Produkte sind (im Vergleich zu amerikanischen, chinesischen und japanischen) zunehmend veraltet. Während die Deutschen sich immer noch einbilden, alle Welt beneide sie um ihre Autos, sind die anderen längst weiter. Im IT-Bereich humpelt Europa weit hinter den anderen her und ist komplett von Amerika abhängig.
2. Besserung ist nicht absehbar. Stattdessen halten sich speziell die Deutschen für "reich" (dabei sind sie sogar nach europäischen Maßstäben eher Habenichtse) und zerschlagen mit einer dilettantischen, humanitär verbrämten Zuwanderungspolitik ihren Sozialstaat. Während sich die USA, Kanada, China, Japan, Australien, Russland und alle anderen großen Staaten gegen den Ansturm wehren, wird Europa von einer Einwanderungswelle überrannt, die sowohl die finanziellen Mittel überfordert als auch die Integrationsfähigkeit.
3. Wenn der unkontrollierte Zustrom nicht gestoppt und die Leistungsfähigkeit der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft durch ein durchdachtes Investitionsprogramm nicht entscheidend gesteigert wird, kommt es zum Kollaps.

#9 - 05.06.2018, 11:26 von noalk

Wie kommen Sie denn darauf?

Zitat von GSYBE
Gut gemacht, Deutschland! Mehr als purer Sarkasmus fällt mir dazu nicht ein, alle Gründe wurden schon zur Genüge publiziert.
Deutschland als (Allein-)Verantwortlicher? Mögen alle Gründe auch publiziert sein, haben Sie sie anscheinend nicht alle gelesen oder gehört.

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