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Konzerne als Miettreiber: Microsoft bietet Seattle 500 Millionen Dollar für mehr Wohn

AP Seit Amazon und Microsoft in Seattle große Zentralen etablierten, schossen dort die Mieten in die Höhe, die Zahl der Obdachlosen stieg. Die Unternehmen über hohe Steuern in die Pflicht zu nehmen, schlug fehl. Jetzt macht Microsoft einen Vorstoß.
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#1 - 17.01.2019, 16:01 von dipsy_

Sieh mal einer an...

"Der freien..." ja, ok. "und sozialen..." wers glaubt

Nein, ich bin nicht für radikale Umverteilung aber für Verhältnismäßigkeit. "Darf" es Leute geben, die unglaublich reich sind? Klar. "Darf" es Leute geben, die unglaublich arm sind? Nein.
Soll jeder, alles in den Arsch geschoben kriegen? Nein. Verhältnismäßigkeit. Balance.

Bevor ich wieder als leftard nieder geflamt werde.

#2 - 17.01.2019, 16:08 von RalfHenrichs

Keine Lösung

Zumal Microsoft das Geld dem Staat nicht schenkt sondern verleiht, als Kredit vergibt - Microsoft macht also noch ein Geschäft damit. Außerdem wird Microsoft als Kreditgeber sicherlich darüber (mit-)bestimmen, welche Wohnungen wo gebaut werden und wer einzieht. Natürlich müssen die Firmen Steuern zahlen und das müssen die Regierungen sicherstellen. Ansonsten gehören sie weggefegt. Wenn nicht anders möglich, dann mittels einer Revolution.

#3 - 17.01.2019, 16:12 von hp22

Augenwischerei

In einem Immobilienmarkt wie Seattle mit so einer extremen Nachfrage haben Immobilienentwickler sicher kein Problem, ihre Entwicklungsprojkete von banken finanziert zu bekommen, denn sie werden jede Wohnung die sie bauen aus der Hand gerissen bekommen. Wenn MS für die 500 Millionen Dollar Wohnungsbau bezahlt hätte statt das Geld nur etwas vergünstigt zu verleihen, könnte ich die Aktion ernst nehmen. So scheint mir das eine reine PR-Aktion zu sein.

#4 - 17.01.2019, 16:30 von joha0412

Hallo Immobilienverband:

Einteignungen von großen Immobilienhaien sind das Werkzeug der Zukunft, das ist echte soziale Marktwirtschaft.

#5 - 17.01.2019, 17:41 von aurichter

Lobbyismus pur

Zitat/Jan Eder. "Es ist beunruhigend, dass populistische und durch die Realität längst mehrfach widerlegte Forderungen ausgerechnet in Berlin mit seiner politischen Vergangenheit ihr Comeback feiern." Der Immobilienverband Deutschland teilte mit: "Enteignungen passen nicht in unser System der freien und sozialen Marktwirtschaft."/ Ende [] Aber es ist nicht beunruhigend, dass immer mehr Menschen von Raffgier getrieben in Not geraten und vernünftigen Wohnraum nicht mehr bezahlen können. Kann man Ernsthaft diese Verbandsvertreter mit Spitzengehältern noch für voll nehmen? Mieterhöhungen sollten nur noch an Inflationsraten gekoppelt werden. Was hier von Gerichten und vom Gesetzgeber an Mieterhöhungen im zweistelligen Prozentbereich erlaubt wird, dies grenzt auf dem Sektor an Raffgier, anders ist dies nicht zu beschreiben. Es wird Zeit, das der Gesetzgeber seine Eigentümerbrille in die Tonne wirft und den Menschen mehr Rechte dahingehend einräumt. Hier wurde und wird vieles verschlafen und dies zeigt sich in den Wahlen mit blauen Stimmergebnissen.

#6 - 17.01.2019, 19:39 von Kurbelradio

Der Immobilienverband Deutschland teilte mit: "Enteignungen passen nicht in unser System der freien und sozialen Marktwirtschaft."
Kommt mir passender vor, als utopische Mietpreise. Zumindest in einer sozialen Marktwirtschaft.

#7 - 18.01.2019, 13:01 von duke_van_hudde

WAs glauben sie hat das für Wirkungen

Zitat von Kurbelradio
Der Immobilienverband Deutschland teilte mit: "Enteignungen passen nicht in unser System der freien und sozialen Marktwirtschaft." Kommt mir passender vor, als utopische Mietpreise. Zumindest in einer sozialen Marktwirtschaft.
Es wird zum einen sicher über zig Jahre vor dne Gerichten gestritten werden. Wenn dann absehbar ist das die Konzerne verlieren(was ich zwar nicht glaube, aber nehmen wir das mal an), dann werden die Konzerne ihre Immobilen verkaufen und zwar als Eigentumswohnungen. Das wird den Zuzug nach Berlin klar erhöhen und das von Schichten die mehr Geld haben. Das Angebot an Mietwohnungen wird dadurch massiv sinken.
Alleine dadurch wird es schon zu einer fetten Mietsteigerung im Bereich der noch vermieteten Wohnungen kommen. Man wird sicher nciht Kleinvermieter enteignen wollen, den das trifft dann wieder viele Berliener selber die 2-3 Wohnugnen haben um ihre Rente aufzubessern.
Als nächstes stellt sich nun die Frage wer die Verwaltung der Wohnungen übernimmt die man mittels Enteignung sich beschafft hat.
Wer einmal mit Anstalten wie dier BIMA(Die ist z.b. für Bundesimmobilien zuständig) zusammengearbeitet hat der will im Regelfall nichts mehr mit denen am Hut haben.

Als letztes stellt sich die Frage wer Geld in den Bau von neuen Mietwohnungen stecken will. Die Immobileinkonzerne werden sicher nicht mehr für dne Neubau Geld bereitstellen.
Das eigentlich Problem in Berlin ist etwas ganz anderes.
Er gibt viel zu wenig Bauland was vom Senat bereitgestellt wird.
Aus diesen Grund steigen auch die Grundstückspreise dort so gewaltig. Der Senat könnte das Problem recht schnell lösen.
Das schlimmste dabei ist das bestimmte Spekulanten Bauland nicht bebauen, da der Rreisanstieg vom Bauland so stark ist das eine Bebauung sich nicht mal lohnt. Damit treibt man das Problem sogar noch selbst verstärkt an.
Wenn der Senat aber mal wirklich richtig viel Bauland ausweisen würde, dann müsste auch diese Spekulanten anfangen zu bauen, da der Bau dieser Fläche dann mehr Profit einbringen würde wie das Land nicht zu bebauen.

Warum der Staat das aber nicht macht in Berlin ist recht einfach zu erklären.
Die Bauverwaltung in Berlin ist chronisch faul und dazu bringen höhere Grundstückspreise massiv mehr Grunderwerbssteuer. Wenn der Staat also wirklich etwas machen würde gernen die hohen Preise würden die eigenen Steuereinnahmen sinken.