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Kursrutsch: Bayer-Aufsichtsratschef entschuldigt sich bei Aktionären

Getty Images Vor der Halle der Bayer-Hauptversammlung demonstrieren Hunderte gegen die Produkte des Konzerns und der Tochter Monsanto. Drinnen bedauert Aufsichtsratschef Wenning den abgestürzten Aktienkurs.
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#1 - 26.04.2019, 13:20 von Beat Adler

Gefuehle bei Glyphosat und Wissenschaft bei den Neonicotinoiden

Gefuehle bei Glyphosat und Wissenschaft bei den Neonikotinoiden: Mit Beidem muss Bayer umgehen lernen.

Neonikotinoide: 1999 alarmierten Imker in Frankreich die Behoerden: Sie zeigten mit ihren Fingern auf Gaucho, Wirkstoff Imidacloprid, Hersteller Bayer, das damals zur Saatbeizung von Sonnenblumenkernen zugelassen war und erzaehlten den Fachleuten, dass sich ihre Bienen nicht mehr normal verhalten.

Wenn ein Bauer erklaert, dass seine Kuh Mareili heute schlechte Laune hat, glaubt ihm die Fachwelt sofort. Bei Imkern, die behaupten, dass ihre Bienen herum spinnen, sich nicht mehr "normal" verhalten, war das damals LEIDER NICHT so! Haetten die Experten diese Imker fuer glaubwuerdig gehalten, waere der Welt viel Unheil erspart geblieben! Erschwerend kam damals dazu, dass sich die Varoamilbe ausbreitete und die Imker alle moeglichen Massnahmen, inklusive Behandlung mit Akariziden innerhalb der Bienenstoecke arbeiteten, um dieser Plage Herr zu werden.

Heute wissen wir, wissenschaftlich hieb -und stichfest bewiesen, dass geringste Mengen von Neonikotinoidrueckstaenden genuegen, um die Gehirne von Insekten, allen Insekten, zu beeinflussen. Bisher gibt es keine Beweise dafuer, dass neuartige Neonikonioid Wirkstoffe KEINEN Einfluss auf Insektengehirne haben.

1999 war ein einfach nachzuweisen das die geringen Rueckstaende des Imidacloprid in den Pollen der Sonnenblumen, Monate nach der Saatbeizung, KEINE Bienentoxizitaet aufweisen. Von Verhaltensstoerung war damals noch nicht die Rede! Folgene wissenschaftliche Versuche in dieser Richtung ergaben keine Resultate, weder negative noch positiv, sie ware nicht auswertbar, nie statistisch signifikant.

Neonikatinoide waren bei ihrer Markteinfuehren regelrechte Wundermittel gegen Insekten. Sie wurden schnell Rund um den Globus zum neuen Standard in der Insektenbekaempfung. Ob sie Mit-Schuld sind am globalen Rueckgang der Insektenpopulationen, in Kombination mit der Umweltveraenderung durch die Globale Erwaermung, ist wiederum sehr schwer wissenschaftlich hieb –und stichfest zu beweisen.

Glyphosat ist und bleibt ein Wundermittel bei der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.
mfG Beat

#2 - 26.04.2019, 13:34 von Hinrich7

ein Schuß in den Ofen

so sagt man in hausbackenen Kreisen, der Kauf von Monsanto,eingefädelt von zwei Kaufleuten, ein studierter und ein ehemaliger Kaufmann aus dem Bayer- Konzern, was hat Wenning und Baumann geritten? Dekkers der ehemalig Konzernchef, ein studierter Chemiker fand die Übernahme von Monsanto zu toxisch - deshalb mußt er gehen. Eigentlich sollten mal wieder Chemiker und Ingenieure in der Konzernspitze den Ton angeben. Als Glyphosat-König findet man sicher noch woanders einen Job.

#3 - 26.04.2019, 13:44 von Hinrich7

ein Schuß in den Ofen

so sagt man in hausbackenen Kreisen, der Kauf von Monsanto,eingefädelt von zwei Kaufleuten, ein studierter und ein ehemaliger Kaufmann aus dem Bayer- Konzern, was hat Wenning und Baumann geritten? Dekkers der ehemalig Konzernchef, ein studierter Chemiker fand die Übernahme von Monsanto zu toxisch - deshalb mußt er gehen. Eigentlich sollten mal wieder Chemiker und Ingenieure in der Konzernspitze den Ton angeben. Als Glyphosat-König findet man sicher noch woanders einen Job.

#4 - 26.04.2019, 13:56 von espressotime

Bayer ist reingelegt worden. Jahrzehntelang war es eine amerikanische Firma und es gab keine Klagen, kaum war es in deutscher Hand wachten die schlafenden Hunden auf und eine Klage nach der anderen flogen rein.

#5 - 26.04.2019, 13:59 von gerosr

Hoffentlich

.. geht es Bayer nicht so wie der Deutschen Bank, die auch "International" spielen wollte "auf Teufel komm raus", und anschliessend durch verlorene Prozesse wieder auf das (nationale) Parkett zurück gehen und "Kleinere Brötchen backen" muss! Wie will denn die Bayer- Aktie denn wieder auf Kurse von über 100€ steigen? Nur Arbeitsplätze streichen und dann weiter so wird wohl nicht reichen! Schuster bleib bei deinen Leisten!!!

#6 - 26.04.2019, 13:59 von hpampel

Wer bezahlt?

Als erstes werden DE Mitarbeiter ü50 aus dem Unternehmen gedrängt. Für Sozialprogramme wird kein Geld da sein. Daher läuft es über Standortschließungen und Mobbing. Gleichzeitig werden Lobbyisten die Politik drängen, mit entsprechen Verordnungen und Gesetzen dem Konzern zu helfen. Den Preis für die Vermögensmehrung der Vorstände/Aufsichtsräte und Großaktionäre zahlt dann die Umwelt und zahlen die Menschen mit ihrer Gesundheit.

#7 - 26.04.2019, 14:24 von Mr Bounz

alte Männer

Diese alten Männer interessiert die Welt, Ihre Mitmenschen oder gar die Zukuznft doch einen feuchten Kehricht. Menschen wie Wenninger wollen noch ein paar Millionen einstreichen, selbst wenn Sie den "Laden" sehenden Auges gegen die Wand fahren.
Dann noch einige Jahre auf der Privatjacht rumlümmeln und wenn Herr Wenning wirklich noch so lange lebt bis uns Umwelt und Klimaproblematik um die Ohren fliegt, dann legt er eben in einem Privat-Jachtclub an der täglich durch bewaffneten Sicherheitskräften von ausgehungerten Klimaflüchtlingen gesäubert wird.

#8 - 26.04.2019, 14:29 von Watschn

Das Schlimme ist, dass es nicht bei Glyphosat alleine bleiben könnte..

Am Wochende gab es zeitweise eine Nachrichtenticker-Meldung, dass der vietnamesische Staat erwägt, den Hersteller von Agent Orange, Monsanto, wegen des Einsatzes ihres damaligen hochgiftigen TCDD-Dioxin (das giftigste Dioxin überhaupt, es wirkt fetotoxisch - es schädigt also den Fötus d.h., das ungeborene Kind im Mutterleib...) global einzuklagen...

Es ist möglich, dass eine Klage gegen den US-Staat (US-Army) nicht möglich ist, wohl aber gegen den Hersteller dieses Dioxins.
Wenn dies so kommen sollte, u. Vietnam auch nur teilweise damit durchkommt, dann ist Bayer in seiner heutigen Form wohl erledigt, denn dann können Millionen von potenziellen Klägern sich zusammenschliessen u. gegen den heutigen Besitzer von Monsanto; Bayer klagen...Dann kann Bayer u. Umständen gar froh sein, evtl. mittels Aufspaltung bzw. Filettierung zu überleben...

#9 - 26.04.2019, 14:29 von räbbi

Zitat von espressotime
Bayer ist reingelegt worden. Jahrzehntelang war es eine amerikanische Firma und es gab keine Klagen, kaum war es in deutscher Hand wachten die schlafenden Hunden auf und eine Klage nach der anderen flogen rein.
Nunja ich sach mal so:
Würden Sie sich freiwillig mit dem nackten Arsch voraus auf eine laufende Kreissäge setzen?

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