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Nach Forderung der Grünen: Umweltministerium will Vernichtung neuwertiger Retouren er

Ina Fassbender/ dpa Nach einem Vorstoß der Grünen will das Umweltministerium für Versandhändler bei der Vernichtung von Rücksendungen regulieren. Die Branche protestiert: Die Idee sei "Unfug", der Anteil der entsorgten Produkte nur gering.
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#20 - 12.06.2019, 07:38 von Gegen Zensur bei Spon

Was für ein Unfug, reine Effektehascherei für Lemminge

Ware, die verkaufbar ist, die wird wieder in Verkehr gebracht
Ware, die entsrgt werden muss , wird entsorgt

Und dazu:
4% der retournierten Ware wird vernichtet
Gründe:
1: Entweder übersteigt der Aufwand , also die Kosten für das Widerinverkaufs bringen den erzielbaren Gewinn
2: und/oder der Verkäufer zwingt den Lieferanten (in dem Fall Amazon) zur Vernichtung
3: Ware ist (angeblich) defekt

So unterm Strich betrifft das ganze als 1-2%, für die bisher Amazon verantwortlich ist

Und nun soll gespendet werden (wobei das 19% kostet), oder das Unternehmen soll gefälligst Geld dazu legen und nicht rentable Ware wieder in Verkehr bringen

Hat sich denn irgendeiner dieser Forderungsbürger mal überlegt was für einen ökologischen Fußabdruck es erzeugt, wenn man Arbeitskraft in die Wideraufbereitung , Prüfung, Kontrolle, Umverpacken von Billigware steckt?
Rechnet es sich OKOLOGISCH!, ein wenige Euro VK China Gadget dieser Prozedur zu unterziehen, oder ist es nicht klüger es zu vernichten und ein Fließbandneuprodukt zu ordern?
Zudem hat Refurbishte Ware eine höhere Rücksendequote, was auch erhöhte ökologische Fußabdrücke erzeugt

Teurere Ware wird eh nicht vernichtet

#21 - 12.06.2019, 07:45 von Leser00815

Problem ist hausgemacht

Die unzähligen Rücksendungen kommen hauptsächlich zustande, weil den Verbrauchern das Recht dazu per Gesetz eingeräumt wurde. Wie andere schon schrieben: da wird viel Missbrauch betrieben.
Die Online-Händler verkaufen alles wieder, was geht.
Meines Erachtens sollten die Händler alle wirtschaftlich nicht mehr verwertbaren Sachen den verantwortlichen politischen Parteien als Sachspenden zusenden. Die haben bestimmt gute Ideen, wie dieses "wertvolle Gut" dann weiter zu verwenden ist.

#22 - 12.06.2019, 07:48 von Gegen Zensur bei Spon

4% wird vernichtet, weil
A: Ware defekt ist
oder
B:der Verkäufer es vorschreibt
oder
C: der Warenwert so gering ist, dass der Arbeitsaufwand teurer ist

Das trifft letztendlich nur auf billigste Artikel zu, meist absolute Fließbandprodukte

Ware prüfen, wider in Verkehr bringen erzeugt zum einen höhere Rücksendequoten (also Energieverbrauch) als auch Energieverbrauch für Wartung Prüfung, Organistaion und Umverpacken

EIn Beispiel: Kunde schickt ein 1,99 Euro teures Ladekabel zurück
Das muss nun ausgepackt, geprüft, beschriftet, online ausgezeichnet werden, dann muss es zu einem Lagerplatz zurückgeführt werden
Arbeitsaufwand: Ein vielfaches des Warenwertes
Ökologischer Aufwand: Garantiert mehr als das Teil als Neuware an ökologischem Fußabdruck erzeugt

Es gibt also ganz zweifelsfrei einen Waren VK Wert, unter diesem der ökologische Fußabdruck bei Vernichtung und Neu bestellen der klügere Weg ist

Diese Effektehascherei der Grünen ist nur eines: Gut gedacht, aber eben wieder einmal nicht durchdacht und mies gemacht

Ein passendes Gesetz muss sich bei einem Wegwerfverbot auch zwingend am Warenwert /ökologischem Fußabdruck orientieren
ansonsten erzeugt es mehr Schaden als Gewinn

#23 - 12.06.2019, 08:00 von Gegen Zensur bei Spon

Tja, was passiert

Eine Ware, die weniger als 5, 6 Euro Gewinn einbringt lohnt nicht zur Aufbereitung, sondern wird vernichtet
Wenn die nun geprüft, gekennzeichnet umverpackt und als Gebrauchtware verkauft werden muss, dann wird Billigware nicht mehr verkauft oder wird signifikant teurer
Das Ladekabel kostet also keine 1,99 mehr sondern 8 Euro

Zweitens: Fliesbandprodukte für wenige Euros erzeugen meist einen winzigen Umweltfußabdruck in der Herstellung, da es absolute Massenprodukte sind
Die müssen nun widerverwendet werden
Da dürfte alleine das Umverpacken und Einlagern mehr Energie verbauchen als die Herstellung


Und da Amazon und Co nur Ware vernichten, die geringste Gewinne erzielen und die kein Postenhändler will, dürfte unterm Strich das ganze ein ökologischer Supergau werden
Mehr Natur vernichten um "Gut" zu sein

Das einzige was sinnvoll wäre ist:
Das Vernichten von Ware verbieten, welches ausschließlich dem Preis hochhalten und Marke nicht verwässern geschuldet ist
Dafür kann aber Amazon und Co nichts

#24 - 12.06.2019, 09:37 von Fred the Frog

Ursache: EU

Bei hochwertigen technischen Artikeln lege ich Wert darauf, dass das Originalsiegel des Herstellers unverletzt ist. Ansonsten geht es zurück. Schließlich weiß ich nicht, ob ein ordentlicher Mensch nur mal in die Packung hineingeschaut hat oder ob das Gerät einem ausgiebigen "Test" unterzogen wurde.
Wenn der Rücksendeirrsinn wirklich gestoppt werden soll, muss die EU ihre Regelung dazu gründlich überdenken. Erstens benachteiligt es stationäre Händler, wo Rückgabe oder Umtausch ausdrücklich vereinbart werden müssen, zweitens benachteiligt es Käufer, die genau wissen was sie wollen und nicht erst schauen müssen, wie ein bestimmter Fotoapparat oder Laptop aussieht.
Lasst endlich einen Kauf unter Verzicht auf Umtausch wegen Nichtgefallen zu. Ich denke, die Händler wären gerne bereit, einen solchen Verzicht mit einem ordentlichen Rabatt zu belohnen.

#25 - 12.06.2019, 09:47 von DerBlicker

das wäre illegal

Zitat von Fuxx2000
Ich sehe das Problem auf beiden Seiten. Auf der einen Seite ist Amazon ausschließlich und zu 100% nur an der Maximierung seines Gewinns interessiert. Umweltschutz, Steuern, Arbeitnehmerrechte, Kundeninteressen usw. interessieren Nullkommanull. Die werden nur soweit beachtet, wie man nicht dafür belangt werden kann oder man sich Pseudomäßig damit brüsten kann, irgendeine Selbstverständlichkeit einzuhalten. Auf der anderen Seite ist das Verhalten der Verbraucher (und die Zunahme dieser Fälle ist immens) auch nicht zu tolerieren. Wir brauchen hier viel mehr Regulierung. Retouren müssen den Verbraucher Geld kosten,
Das Rücksenderecht ist EU Recht, daran gibt es nichts zu verändern. Es ist auch gut so, denn es ist ein Verbraucherrecht und das geht vor Pseudoumweltschutz. Umweltschutz ist nur ein Aspekt unter vielen und er steht nicht in der ersten Reihe.

#26 - 12.06.2019, 09:48 von DerBlicker

nein das wäre illegal

Zitat von berge_und_see
Wenn der Kunde Porto für Versand und Rücksendung zahlen müsste, könnten viele Auswüchse verhindert werden. Bald haben wir hoffentlich eine solche Regelung.
Das EU Recht schützt den Verbraucher,der Händler muss die Kosten tragen, und das ist auch in Ordnung. Der Kunde muss die Ware zuhause ausprobieren dürfen.

#27 - 12.06.2019, 13:03 von krisensitzung

Erst keinen Müll herstellen

Zitat von Gegen Zensur bei Spon
Das Ladekabel kostet also keine 1,99 mehr sondern 8 Euro
Das Ladekabel für 1,99 ist in 80 Prozent der Fälle sowieso Müll. Also kauft der Verbraucher, der gern ein funktionierendes Lightning-Kabel möchte, Produkte zwischen 10 und 35 Euro (zumindest der obere Bereich der Spanne ist schon eine Unverschämtheit) und was bekommt er? Wieder Müll! Alle Kabel scheinen äußerlich unversehrt, aber tun nach kurzer Zeit nicht mehr, was sie sollen. Ich habe innerhalb von zwei Jahren Kabel der unterschiedlichsten Hersteller verschlissen. Warum gibts sowas nicht in funktionierend? DAS ist absolute Verschwendung von Ressourcen. Würde man Qualität herstellen: Einmal gekauft, 10 Jahre gehalten, aber dann kann man ja nicht immer neuen Müll in Umlauf bringen. Da sollte die Politik mal ansetzen.

#28 - 12.06.2019, 13:46 von rrv.vogt

und wer trägt die Kosten für diesen Unsinn ?

Antwort:
Die Hersteller die für Hungerrlöhne arbeiten müssen und die Kunden, die trotzdem bei dieser Geschäftspraxis mitmachen und dafür sorgen, dass der Eigentümer von Amazon in wenigen Jahren zum reichsten Menschen der Erde werden konnte.

#29 - 12.06.2019, 15:34 von a.wirth

Meinungsfreiheit

Kaum halten die Grünen ein Stöckchen hin, nimmt die rote Swenja Anlauf um drüber zu springen. Schon auf deren Verschwinden zu hoffen, macht es Sinn die GROKO zu beenden. Aber aus Angst, es könnte noch schlimmer kommen empfehle ich sie nur raus zuschmeisen. Eine Umweltminister KGE, einen Verkehrsminister Hofreiter oder einen Außenminister Habek, Roth oder Özdemir mag ich mir nicht vorstellen.

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