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Regierungsdokumente zum EU-Austritt: Briten blicken in den Brexit-Abgrund

AFP Erstmals hat die britische Regierung die Folgen eines Brexits ohne Abkommen ausbuchstabiert. 25 Dokumente sollen Bürgern und Firmen helfen, sich auf das Schlimmste vorzubereiten - doch dafür bleibt kaum noch Zeit.
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#120 - 23.08.2018, 21:56 von as@hbx.de

Naja, die Warnungen kommen gerade von der britischen Regierung.

Zitat von helro56
auch vor der EU haben alle ''Handelspartner'', ich wähle bewusst die bezeichnung in''Europa'' alles gegen bezahlung erhalten was notwendig ist und das wird auch nach einem Brexit in Zukunft nicht anders sein! Warnungen aus Brüssel sollten jedem klardenkenden Menschen nur ein Lächeln verursachen !
Und sie verursachen bei mir ein Lächeln. Und klar, können Sie aus aller Welt vieles gegen Bezahlung erhalten, dauert nur viel länger, ist teurer und aufwändiger als innerhalb des Binnenmarktes. Kleines Beispiel: Sie kaufen im Netz ein Fläschchen Parfüm in der Schweiz (keine Zollunion), dann dürfen Sie erstmal zum Zollamt, Papiere ausfüllen, Zoll bezahlen und vorführen, was da im Päckchen drin ist. Das war jetzt mal privat und nur mit der Schweiz, die ja immerhin im Binnenmarkt ist. Das Ganze stellen Sie sich mal als Unternehmen vor, mit tausenden Teilen, Waren, möglichst noch verschiendenen. Diese Affentheater tut sich kein normal denkender Unternehmer an, es sei denn er hätte keine Wahl. Ergo sucht sich das Unternehmen Lieferanten im Binnenmarkt - ohne Zoll- und Kontrolle-Gedöns. War das deutlich genug?

#121 - 23.08.2018, 21:59 von spon_2083104

Wie jetzt, Brexit hat nicht nur Vorteile für die Briten?

Wie kann das denn sein, wurde denen doch lange vorher versprochen?
Und auf einmal kommt es zur Infrastrukturapokalypse inkl. Lebensmittelknappheit und medizinischer Notversorgung? Tja, die Zivilisationsdecke ist dünn, das sollte uns eine Lehre sein!

#122 - 23.08.2018, 22:04 von willibaldus

Zitat von quark2@mailinator.com
Der letzte Satz sagt es doch ganz klar: Es wäre eine Katastrophe für die VolkswirtschaftEN der EU ... und nicht nur für die Großbritaniens. Und wenn sich der Artikel darüber beschwert, daß diese Infos so spät kommen, dann frage ich mal höflich, wo denn die Informationen der deutschen Regierung sind ? Wo werden die Folgen eines Brexits ohne Vertrag für Deutschland denn mal offiziell und vollständig dargelegt. Da dürften sich hier dann nämlich auch paar Leute die Augen reiben. Aber genau weil es eben für alle ein Problem wäre, glaube ich nicht, daß man es dazu kommen lassen wird. Hier versuchen zwei Seiten herauszufinden, wer länger die Luft anhalten kann ... Na, mal sehen.
Versorgungsengpässe wird es bei uns wegen des Brexits nicht geben.
Einen Warnhinweis mit gut 60 Punkten gab es aus Brüssel für die Wirtschaft schon im Frühjahr und vor wenigen Monaten noch mal eine Erinnerung daran.

#123 - 23.08.2018, 22:08 von boje

Zitat von Allenore
GB war schon Weltmacht ohne die EU. Die schauen nicht in den Abgrund, sondern in eine prosperierenden Zukunft, in der sie nicht -wie die verbliebenen EU-Deppen- für eine durchgeknallte EU-Bürokratie und an der Weltherrschaft schnuppernde Politiker die Kastanien aus dem Feuer holen müssen.
GB war schon keine Weltmacht ohne EU.
Und wenn schon durchgeknallt, dann sicherlich nicht die EU-Bürokratie. Huh, und Weltherrschaft? Interessantes Wort ...

#124 - 23.08.2018, 22:09 von sequel

Sie wissen es schon

London ist das Finanzzentrum Europas. Ich glaube die haben vor ein paar Jahren schon gecheckt dass die Bilanzen in naher Zukunft platzen werden. Deutschland als den größten Gläubiger wird es am härtesten treffen. Haben sich die Irren in Politik und Wirtschaft über den Exportweltmeister gefreut wie Bolle, so haben echte Ökonomen vor den Folgen dieses Desasters gewarnt. Unser Vermögen und die Wirtschaftsleistung liegen im Ausland. Sollte die Bombe platzen, was passieren wird, ist es weg. Unsere Infrastruktur, Bildungssystem und vieles mehr wären ein besserer Hafen gewesen. Und nun macht es auch Sinn weshalb die Bayern ein Polizeigesetz auf den Weg gebracht haben welches die Gestapo staunen lassen würde und dieses Gesetz kommt nun auch hier in Sachsen. Die Briten sind raus. Nehmen einen harten Absturz in Kauf. Aber sie werden keinen Totalausfall erleiden. Am Anfang stand ich dem Brexit sehr skeptisch gegenüber. Aber letztenendes haben sie ihre Zukunft gerettet. Auf uns kommt etwas zu was den Szenarien der großen Depression vor 100 Jahren gleichkommt. Nachtigall ick hör dir trapsen

#125 - 23.08.2018, 22:11 von as@hbx.de

Ihr SPON-bashing macht die Realität nicht besser.

Zitat von geando
Die übliche Panikmache von SPON, wie gewohnt. SPON hat sich von Anfang an vehement gegen den Brexit eingesetzt und mehr als deutlich Position bezogen zu einer Frage, die man durchaus auch neutral sehen könnte. Mehr noch, der Brexit ist das Ergebnis eines demokratischen Prozesses, der in dieser Form anschliessend von SPON auch in jeder erdenklichen Form angegriffen wurde. Der Tenor: Zu viel Demokratie würde den Menschen schaden, sie würden verführt von Populisten- aha. Nun: Der "Abrund" wird im schlimssten Fall die Zeit vor Schengen und dem EU-Beitritt Grossbritanniens bedeuten und diese Zeit war nicht schlimmer als heute. Das der Übergang teilweise holprig wird- geschenkt- das war zu Beginn des EU-Beitritts auch nicht anders, nur gab es da keine Journalisten die Katastrophenszenarien an die Wand malten. Der gute Tony Blair hat ja sogar den dritten Weltkrieg als Folge des Brexit prophezeit und gleichzeitig warnte man vor der "Angstmacherei" der Brexit-Befürworter. Fakt ist: Die Insel wird nicht untergehen und auch nach einem Brexit lässt es sich gut dort leben, vielleicht sogar besser.
Auf diesen Unsinn will ich gar nicht eingehen, vor allem weil vorstehender Artikel ja nur beschreibt, was die britische Regierung zum Brexit veröffentlicht und was britische Wirtschaftsverbände dazu äußern. Viel schlimmer ist der Mangel an Kenntnissen bei Ihnen: GB ist Schengen nie beigetreten, als kann es für das Land keine *Zeit vor Schengen* geben. Und vor dem Beitritt GBs zur damaligen EG war das Land als *kranker Mann Europas* bekannt. ES GING GB DAMALS RICHTIG BESCH...!

#126 - 23.08.2018, 22:13 von willibaldus

Zitat von quark2@mailinator.com
Der letzte Satz sagt es doch ganz klar: Es wäre eine Katastrophe für die VolkswirtschaftEN der EU ... und nicht nur für die Großbritaniens. Und wenn sich der Artikel darüber beschwert, daß diese Infos so spät kommen, dann frage ich mal höflich, wo denn die Informationen der deutschen Regierung sind ? Wo werden die Folgen eines Brexits ohne Vertrag für Deutschland denn mal offiziell und vollständig dargelegt. Da dürften sich hier dann nämlich auch paar Leute die Augen reiben. Aber genau weil es eben für alle ein Problem wäre, glaube ich nicht, daß man es dazu kommen lassen wird. Hier versuchen zwei Seiten herauszufinden, wer länger die Luft anhalten kann ... Na, mal sehen.
Es wird keinen Engpass geben in Deutschland, dafür exportieren die Briten nicht genügend nach Deutschland. Beim Absatz sieht das etwas anders aus.

Es gibt aus Brüssel eine Liste von Empfehlungen an die Wirtschaft, aber auch von Arbeitgeberverbänden.
https://bdi.eu/artikel/news/111-orientierungspunkte-zum-brexit/

Man weiss die Folgen nicht wirklich einzuordnen, weil die Modalitäten noch nicht klar sind. Es wird aber wohl spürbar sein, wenn auch nicht so schmerzhaft, wie auf der Insel.
BMW hat schon angekündigt seine Aktivitäten in UK zu reduzieren und eventuell abzuziehen. Airbus ebenfalls. Inklusive Peripherie und allem drum und dran jeweils ca 100000 Arbeitsplätze. Da ist natürlich noch mehr als diese beiden Firmen. Japanische Konzerne haben schon Entscheidungen angekündigt.

#127 - 23.08.2018, 22:15 von willibaldus

Zitat von EXFHSSZIGB
wenn die breite, unwissende Masse wichtige Entscheidungen treffen darf. Nennt man auch Demokratie. Bald werden sie heulen und nicht verstehen, dass sie selber dies entschieden haben.
Brüssel ist Schuld, immer.

#128 - 23.08.2018, 22:16 von DOC0511

Typische Überheblichkeit

Zitat von St.Baphomet
lebt sehr gut weil dort die vereinigte Internationale der Steuerhinterzieher- und Vermeider seit Jahrzehnten ihr Schwarzgeld ablädt. Würde dies mal endlich effektiv verhindert wäre dieses kleine Alpenland ohne nennenswerte Industrie schnell pleite.
Es war, wenn ich mich richtig besinne, Deutschland, das in den letzten 100 Jahren mehrmals pleite ging, trotz nennenswerter Industrie. Schalten Sie doch bitte in Zukunft einmal Ihr Gehirn ein, bevor Sie hier so einen Unsinn schreiben. Danke

#129 - 23.08.2018, 22:18 von willibaldus

Zitat von helro56
denn dieses ''Rettungsboot'' das sich EU nennt und von Brüssel regiert wird, wird sowieso nur noch wenige Jahre funktionieren ! das ist meine Einschätzung aufgrund der völlig überheblichen Bürokratie, die in diesem Fall die ''Schwarzmalerei'' erfindet um andere, gleichdenkende bzw. vor allem nachdenkende Politiker eine ''Unfähigkeit'' unterstellt wird, um die tatsächliche Lage richtig einzuschätzen! die ''unfähigen'' sitzen in Brüssel, haben es aber immer noch NICHT begriffen!!
Ähem, die Dokumente und Stimmen kommen von der britischen Regierung und britischen Unternehmen.

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