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Regierungsdokumente zum EU-Austritt: Briten blicken in den Brexit-Abgrund

AFP Erstmals hat die britische Regierung die Folgen eines Brexits ohne Abkommen ausbuchstabiert. 25 Dokumente sollen Bürgern und Firmen helfen, sich auf das Schlimmste vorzubereiten - doch dafür bleibt kaum noch Zeit.
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#130 - 23.08.2018, 22:19 von skr72

Schlechtes Übersetzungsprogramm

Zitat von helro56
auch vor der EU haben alle ''Handelspartner'', ich wähle bewusst die bezeichnung in''Europa'' alles gegen bezahlung erhalten was notwendig ist und das wird auch nach einem Brexit in Zukunft nicht anders sein! Warnungen aus Brüssel sollten jedem klardenkenden Menschen nur ein Lächeln verursachen !
ihr Kommentar enthält so viele seltsam aneinander gekettet Elemente. Ich frag mich, welche Ursprungssprache dabei ins Deutsche übersetzt wurde. Englisch glaub ich eher nicht, da passt der Satzbau nicht. Ich kann leider kein Russisch!

Dabei kommt dann sowas sinnentleertes raus: "Warnungen aus Brüssel sollten jedem klardenkenden Menschen nur ein Lächeln verursachen !" Ja von was reden sie denn`? Das ist die Liste von GB!

#131 - 23.08.2018, 22:20 von FrediSommer

Ja liebe Leser, wer wird die 800'000 deutschen Autos kaufen, wenn sie nicht mehr nach GB exportiert werden können. Wer wird den italienischen und französischen Wein kaufen, der nach GB exportiert wurde. Ja wer wird das Gemüse aus Holland kaufen, das nach GB geliefert wird. Wer wird das dänische Fleisch kaufen, das auf den Tischen der Engländer landet.
Es wäre doch besser einmal vor der eigenen Türe zu wischen und zu schauen was für Probleme das auf die Länder zukommt.
Nur eines ist klar: die EU vereinbart Handelsverträge, die Arbeitslosenversicherung ist Aufgabe der Nationalstaaten!

#132 - 23.08.2018, 22:22 von willibaldus

Zitat von Murmeltier
Auch wenn Sie das sicher nicht so gemeint haben: Natürlich ist die EU nicht perfekt. Sie ist immer nur so gut, wie ihre Mitglieder das zulassen. Aber genau mit Einleitungssätzen wie "Die EU ist ja irgendwie doof aber trotzdem wollen wir irgendwie dort bleiben" hat die Remain-Kampagne im VK die Sache erst vergeigt. Kaum jemand hat mal wirklich gesagt, was auf dem Spiel steht.
ODer man hat es für Schwarzmalerei gehalten, weil immer nur mit dem Finger auf Brüssel gezeigt wurde, wenn irgendwas schief lief in UK.

#133 - 23.08.2018, 22:25 von boje

Man schon

Zitat von sotraluz
Man kann es sich gar nicht vorstellen, wie GB und andere europäische Länder überhaupt jemals existieren konnten, als das EU Bürokratie- Ungeheuer noch nicht gegeben hat.
SIE allerdings anscheinend nicht. Alle anderen wissen, dassGB weiter existieren wird. Viele vermuten allerdings - ärmer.

#134 - 23.08.2018, 22:28 von lathea

Dazu fällt mir ein weiser Spruch von.....

......Laotse ein: Es gibt drei Wege, erwas zu lernen 1) Durch Nachahmung - das ist der einfachste. 2) Durch Nachdenken - das ist der schwierigste. 3) Durch Erfahrung - das ist der bitterste (teuerste). Möglicherweise müssen die Briten und die britische Gesellschaft noch etwas Neues lernen. Mal sehen, auf welchem dieser drei Wege sie es tun werden. Wichtig ist lediglich, dass sie es auch tun. Auch wir verbleibenden EU-Länder sollten noch lernen, wie man die EU schnellstmöglich und besser als Staatengemeinschaft aufstellt, damit uns die Debatten um den Euro und die Flüchtlinge nicht noch mehr schädigen und entzweien. Also lasst uns in die USA schauen und das nachahmen, was dort gut und effizient funktioniert und lasst uns gut überlegen, was wir besser machen können, damit wir nicht erst teure und bittere Erfahrungen machen müssen. Der Mensch lernt ja nie aus.;-)

#135 - 23.08.2018, 22:30 von quark2@mailinator.com

Zitat von h.hass
Betonung auf "war". Vielleicht haben Sie noch nicht mitbekommen, dass das British Empire nicht mehr existiert. GB ist nur eine Insel in der Nordsee und muss ohne die EU ihre kompletten internationalen Wirtschaftsbeziehungen neu ordnen, und das aus einer ganz schwachen Verhandlungsposition heraus. Man darf davon ausgehen, dass das mindestens ein Jahrzehnt dauern wird.
So einfach ist es mMn. nicht. Mal ausgehend davon, daß UK zusammen bleibt und nicht etwa Schottland abspringt o.ä. ... UK behält seinen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat und kann damit sein Veto gegen allemöglichen Resolutionen einlegen, z.B. UN-Resolutionen, die einen Krieg legitimieren würden. UK behält auch seine atomare Schlagkraft und seine strategische Lage mitten im Wasser vor der Küste Westeuropas. Es behält auch seine strategischen Positionen in vielen Ozeanen und es würde eine Weile dauern, die EU-Datenverbindungen von UK zu entkoppeln. UK behält aber auch seine hochqualifizierten Fachkräfte und Werkstätten und ich sehe noch nicht, daß die Rolle der Londoner City im Finanzwesen mal so eben woanders hin wandern könnte. Das ist eine britische Schlüsselindustrie, i.e. wie in DE die Autoindustrie. Da arbeiten hunderttausende Leute. Ich bin sicher, ich habe noch 2..3 Dinge vergessen. Aber am Ende des Tages sehe ich, daß es auch andere Länder gibt, die nicht zur EU gehören und denen es gut geht - z.B. Japan. Ich wette, die Briten bekommen es hin. Und ich wette, die Trennungsschmerzen werden keinesfalls einseitig sein. Zumal UK ja auch historisch dafür bekannt ist, im Zweifelsfall nicht nett zu sein. Und angesichts der Brüsseler Politilk - warum sollten sie ? Mir sieht die EU aus wie ein Schlangennest. Nicht sehr angenehm.

#136 - 23.08.2018, 22:31 von willibaldus

Zitat von burlei
... mehr als einen Gedanken zu fassen und eine Kausalkette zu bilden? Für EU-Gegner scheint das eine unüberwindliche Hürde zu bilden. Anscheinend kapieren sie es nicht, dass ein Austritt aus der EU gleichbedeutend mit hochgezogenen (Zoll)Grenzen ist. Klar, dann hat GB "sichere Grenzen" (hat GB jetzt schon), aber auch eine notwendige Zollabfertigung der ein- und ausgehenden Waren. Da von Seiten der Tory-Regierung bisher alles schleifen gelassen wurde, fehlen aber die notwendigen Zollvorschriften. Ohne diese keine Zollabfertigung. Ohne Abfertigung LKW-Staus bis hinter London. Ohne Transporte keine Waren. Jetzt mal die ganz einfache Frage an die Brexit-Befürworter hier im Forum: Was wollt ihr kaufen, wenn die Waren irgendwo zwischen London und Dover vergammeln? Die aus dem eigenen Land natürlich. Klar, nur wer soll sie herstellen? Die Polen nicht, denn die wollten die Brexiter ja raus haben. Die britischen Banker? Die sind genau so wie die Ukip-Leute stiften gegangen. Die arbeitslosen Bauarbeiter, deren Baustellen ruhen, weil die EU-Fördermittel fehlen? Liebe Brexit-Befürworter und EU-Hasser, Denken ist schwer. Denken kann sogar weh tun. Aber versucht es mal. Ihr werdet erstaunt sein, an was für einen Blödsinn ihr bisher geglaubt habt.
Im Grunde haben Sie recht, ich mache aber Abzüge in der B-Note.

UK hat die neuen Zollrichtlinien noch nicht, die EU auch nicht. WTO Standard wäre einfach. Was das UK nicht hat, das ist ausreichend Zöllner. Noch nicht mal neue Leute zur Ausbildung eingestellt.
Es gab auch früher schon LKW Parkplätze von Dover bis London, wenn die Franzosen gestreikt haben, dies wird noch etwas anders.

Die Fördermittel könnte London aus eigenen Steuern zahlen. Haben sie ja beim EU Mitgliedsbeitrag gespart.

#137 - 23.08.2018, 22:33 von willibaldus

Zitat von wauz
Und zwar in Gestalt eines zweiten Referendums. Über den Austritt Schottlands aus dem Vereinigten Königreich. Schottland wird dann im Schnellverfahren Mitglied der EU und kann somit die Handelsbeziehungen der Insel regeln. Vor allem in Form von Ausfuhrzöllen an der Grenze zu England. Das führt dann im zweiten Schritt zu einem Abfall des Fürstentums Wales. Wales bekommt dann einen Assozzierten-Status. Nordirland wird Teil der Republik Irlands und das Königreich England wird Protektorat der EU. Wegen der schweren Aufstände wird die Londoner Regierung die NATO um Hilfe bitten und so kommt es, dass die erste Invasion nach 1066 gleich auch ein Erfolg wird. Da nicht alle England-Flüchtlinge in Schottland aufgenommen werden können, wird Deutschland eine neue Flüchtlingswelle absorbieren. Auch wenn das britische Ausbildungssystem als schlechter als das grandiose deutsche gilt: es sind doch Fachkräfte. In zenhn Jahren dann sind die Küstenorte Englands der neue Ballermann. In Malle ist es dann es zu heiß...
interessante Parallelwelt.

#138 - 23.08.2018, 22:34 von quark2@mailinator.com

Zitat von bluraypower
... bringen mich wirklich zum Lachen. GB wird es nach einem No Deal Brexit besser gehen. Jupp, alles klar. Nur die 25 Dokumente von der britischen Regierung herausgebracht, sehen für die meisten nicht sehr nach Zuversicht aus. Das sind übelste Zenarien die da aufgeführt werden. Selbst die Sun und andere Zeitungen sind gar nicht mehr so Pro Brexit und sind teilweise schockiert. Ja und GB ist eine Weltmacht und wird erblühen nach dem Brexit. Aber sicher, malt euch eure Fantasien weiter aus, leider wird die Realität euch einholen und das sehr schnell... Oh stimmt, dann ist danach natürlich die EU schuld wenn die Fantasien der Wahrheit weichen müssen. Solche Blender werden aber immer weniger seit der Brexit auch immer näher kommt. Jetzt wachen auch die Briten langsam auf. Nur mal so zum Nachdenken: Das Referendum war und ist nicht bindend! Noch habt ihr die Möglichkeit das ganze abzublasen. Die EU wollte nicht, das GB aus der Gemeinschaft austritt. GB wollte es! Also haben sie sich an die gemeinsam ausgehandelten vier Grundfreiheiten zu halten und die EU macht genau das! Pocht darauf und das ist gut so. Kein cherry pick mehr. Haben sich die Briten wohl etwas anders vorgestellt. Pech gehabt und jetzt mit Volldampf in den Abgrund. Viel Spaß!
Was soll die Häme ? Sie wünschen Millionen Menschen die Krätze an den Hals, weil die nicht so schlau waren wie Sie ? Kann ich nicht nachvollziehen. Und was das "Cherry Picking" angeht, sorry, aber das ist die unsachlichste Anschuldigung überhaupt. Jedes Land sucht in der EU seinen Vorteil. Die Briten haben nach bestimmten Konditionen gefragt und die anderen haben dazu ja gesagt. Da ist nichts Unehrenhaftes dran. Was soll also immer das gehässige Geschrei ?

#139 - 23.08.2018, 22:42 von willibaldus

Zitat von helro56
auch vor der EU haben alle ''Handelspartner'', ich wähle bewusst die bezeichnung in''Europa'' alles gegen bezahlung erhalten was notwendig ist und das wird auch nach einem Brexit in Zukunft nicht anders sein! Warnungen aus Brüssel sollten jedem klardenkenden Menschen nur ein Lächeln verursachen !
Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, dann hätten Sie bemerkt, dass es die lächelnde britische Regierung ist, die da gerade warnt und zu Vorräten für den Brexit rät.

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