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Regierungsdokumente zum EU-Austritt: Briten blicken in den Brexit-Abgrund

AFP Erstmals hat die britische Regierung die Folgen eines Brexits ohne Abkommen ausbuchstabiert. 25 Dokumente sollen Bürgern und Firmen helfen, sich auf das Schlimmste vorzubereiten - doch dafür bleibt kaum noch Zeit.
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#180 - 24.08.2018, 03:49 von zynischereuropäer

@FrediSommer

Kann es sein, dass sie keine Ahnung haben? Die Briten werden auch in Zukunft europäische Autos, Wein, Käse u.ä. kaufen, allein weil es keine (britische) Alternative gibt. Sie müssen nur dank Zöllen (die der Käufer zahlt) mehr dafür auf den Tisch legen. Spätestens dann sollten sie merken, dass sie selbst schuld am sinkenden Lebensstandard sind. Sämtliche japanischen Autobauer haben bereits angekündigt, ihre Entscheidungen zu überdenken und die Produktion zu verlagern. Sollten alle Briten also nicht anfangen Jaguar und Range Rover zu fahren, müssen sie europäische Autos kaufen.
Zum Rest des Beitrags: ja, die EU kümmert sich um Freihandelsverträge für die Mitglieder und nicht um die Arbeitslosigkeitsversicherung. Letzteres würde sie zwar gern, darf sie aber nicht, da die Mitgliedsstaaten diese Kompetenz nicht übertragen haben. Möchten Sie, wie ich, dass auch dieses Thema europaweit angegangen wird, machen Sie bitte ihr Kreuz bei einer proeuropäischen Partei. Grüße aus den Niederlanden (wo ich dank Schengen ohne Probleme leben darf).

#181 - 24.08.2018, 03:56 von Bernd R.

Zitat von willibaldus
der britische Zoll wird ein Chaos erleben, da führt kein Weg dran vorbei. Kann sein, dass die die ersten zwei Jahre alle EU LKW durchwinken und die Papiere so abstempeln, wie sie geschrieben sind, ohne wirklich zu kontrollieren.
Wie sieht's eigentlich in Calais und Zeebrügge aus? Hat die EU dort schon genügend Zöllner in Stellung gebracht, um die Ausfuhr zu kontrollieren und die Papiere abzustempeln?

#182 - 24.08.2018, 04:11 von Bernd R.

Zitat von cri cri
und schon wieder so ein Kampfgeschrei gegen die Briten, weil sie es gewagt haben, nicht mehr im EU-Sandkasten mitzuspielen. GB ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der gegenwärtigen EU. Wenn wir glauben dass wir auf den Handel mit GB wegen Prinzipientreue verzichten können, dann trifft es die Rest-EU wesentlich härter als GB.
GB importiert für 220 Mrd Euro und exportiert für 315 Mrd Euro - also jeweils ca. 50% - in die und aus der EU. Das Gesamtvolumen an Exporten aus der EU ist ca. 4000 Milliarden. Wem tut das wohl eher weh? Sicherlich nicht der "Rest-EU" ... äh ... das ist dann wohl ja einfach die EU.

#183 - 24.08.2018, 04:17 von Bernd R.

Weltmacht GB - *Gelächter*

Zitat von Allenore
GB war schon Weltmacht ohne die EU.
Eben: War.

Sie sind es aber schon lange nicht mehr - 1949 wurde Indien unabhängig. Nach dem 2. Weltkrieg wurden Lebensmittel bis 1954 (!) noch rationiert. Die Commonwealth-Staaten (ohne AUS, IND und CAN - um beim üblichen Beispiel zu bleiben) haben zusammengenommen ungefähr die selbe Wirtschaftskraft wie GB. Nur verdienen dort die wenigsten genug, um sich GB-Produkte leisten zu können. Und soviel Lammfleisch können die Briten auch nicht essen ... Und welche Vorzugsdeals kann den GB aushandeln, die es nicht schon gibt? CETA, gerade der Freihandelsdeal mit Japan und Deals mit 60 anderen Ländern, wo dann nicht die günstigen EU- sondern WTO-Tarife gelten.

Alles das ab Punkt 0:00 Uhr am 30.3.2019.

Viel Spaß!

#184 - 24.08.2018, 04:29 von janfred

wenn @geando alt genug ist

Zitat von as@hbx.de
Auf diesen Unsinn will ich gar nicht eingehen, vor allem weil vorstehender Artikel ja nur beschreibt, was die britische Regierung zum Brexit veröffentlicht und was britische Wirtschaftsverbände dazu äußern. Viel schlimmer ist der Mangel an Kenntnissen bei Ihnen: GB ist Schengen nie beigetreten, als kann es für das Land keine *Zeit vor Schengen* geben. Und vor dem Beitritt GBs zur damaligen EG war das Land als *kranker Mann Europas* bekannt. ES GING GB DAMALS RICHTIG BESCH...!
dann wird er bestimmt auch mitbekommen haben, wie tief am Boden England vorm EU Beitritt war.
Wahrscheinlich hat es auch Eduard von Schnitzler im Schwarzen Kanal gebracht.
Aber schon merkwürdig, wenn jemand, der solche Statements von sich gibt, von "verführt durch Populisten..." redet. Da hat wohl jemand nicht gemerkt, dass er derjenige ist, dem man eine Gehirnwäsche verpasst hat.

#185 - 24.08.2018, 04:38 von macgyver44

Mangelnde Selbstreflexion

Den Briten mangelt es seit Jahrzehnten an Selbstreflexion und somit an Entwicklung. Ich lebe seit über 25 Jahren in verschiedensten Ländern des „Commonwealth“ und überall treten die UK-Expats wie anno dazumal auf. Es ist immer wieder erschreckend festzustellen, dass die ungebildetsten Briten häufig ausschließlich aufgrund ihrer Muttersprache an (mehr oder weniger) gut bezahlte Jobs kommen und entsprechend arrogant auftreten. Leider sind immer noch viel zu viele Einheimische davon eingeschüchtert, sprich der Fußabdruck der Britischen Kolonialisierung sitzt immer noch tief in diesen Ländern. Sobald allerdings den Briten ohne Einschüchterung oder besonderer Rücksichtnahme begegnet wird, wie jetzt durch die EU - zeigt sich das wahre Potential der britischen Kompetenz. Es geht nicht um teuer bezahlte Power-Point Folien in „emerging-markets“ sondern um Inhalte und Verhandlungen mit Menschen aus 1.-Weltländern die eine außergewöhnliche Entwicklung in den letzten Jahrzehnten vollzogen haben. Hier zeigt sich nun die wahre Kompetenz der britischen Elite. Die größte Ironie des ganzen Brexit ist allerdings, dass die eigentlichen Einflüsse der gefühlten Überfremdung auf der Insel mit dem Brexit überhaupt nicht verändert werden. Das Pendel des Kolonialismus schlägt erbarmungslos zurück und ist in Städten wie insbesondere Birmingham, Manchester, weite Teile Londons, kunterbunt und wunderbar sichtbar. Die EU hat überhaupt keine andere Wahl als wie bisher zu agieren. Allerdings scheint dies der Regierung Mays erst allmählich zu dämmern. Nun ja, mal wieder eine weitere gesellschaftliche Evolutionsstufe verpasst.

#186 - 24.08.2018, 04:49 von steinbock8

Die Lehre daraus.

Haltet euch von der Politik, speziell von den Populisten fern. Das was dort dem Volke angeboten wird hat mit der Realität nichts zu tun. Das ist in anderen Ländern, im besonderen auch Deutschland, genau so. Wir stellen immer wieder fest, das das alles nur reagierende nicht agierende sind. In der Realität haben sie alle gar keinen Plan. Es wird durchweg immer nach Strömungen und Gemütslagen entschieden nicht nach Notwendigkeiten. Und die Querelen der Politik untereinander machen ein Übriges. Mit Chaos in den Brexit.

#187 - 24.08.2018, 05:22 von janfred

objektiver Pessimismus

Zitat von willibaldus
ODer man hat es für Schwarzmalerei gehalten, weil immer nur mit dem Finger auf Brüssel gezeigt wurde, wenn irgendwas schief lief in UK.
Manche hier haben immer noch nicht kapiert, dass die Brexitbeführworter auf einem Populisten und Lügenbaron namens Boris Johnson reingefallen sind. Das sind dann auch die, die nicht merken wie sie von deutschen Populisten für dumm verkauft werden. Und bitte, bitte: alle die hier in dem Forum auf Brüssel rumhacken; bitte lest euch doch den Artikel nochmal langsam durch. Die schlechten Vorhersagen kommen NICHT aus Brüssel und auch NICHT von SPON, sondern haben Engländer gebracht.
Und die Brüsseler Bürokratie hat nach einigen Anlaufschwierigkeiten, die man eigentlich auch tolerieren muss, in der letzten Zeit viele Sachen auf eine EU Level gebracht und damt letztlendlich Bürokratie vereinfacht, was in den meisten Fällen allen zu Gute kommt. Es grüßt ein Gutmensch.

#188 - 24.08.2018, 05:22 von t.e.brune-aes

Wie kann man nur so dumm sein?

@ Allenore. ... ja - die Britten waren einmal eine Weltmacht, aber das war für einige Jahrzehnte im 19. Jahrhundert, und heute schreiben wir das 21. Jahrhundert! Vielleicht sehen sogar Sie die Diskrepanz, die sich dabei auftut, aber das wird ihre Meinung sehr wahrscheinlich auch nicht ändern! Fakt ist jedenfalls, dass in unserer heutigen Zeit, ein einzelnes, mittelgroßes Land, und mehr sind die Britten nun mal nicht mehr, so gut wie keine wirklichen Möglichkeiten mehr hat, sich gegen die großen Blöcke, die es mittlerweile gibt, behaupten zu können! Und eine prosperierende Zukunft, so wie Sie es sich in Ihrem Wahn vorstellen, wird es garantiert nicht geben. Aber träumen Sie ruhig weiter - und ich sage Ihnen voraus, dass die Britten spätestens in 10 Jahren wieder Mitglied der EU sein werden ...

#189 - 24.08.2018, 05:56 von die-metapha

Zitat von DOC0511
Es war, wenn ich mich richtig besinne, Deutschland, das in den letzten 100 Jahren mehrmals pleite ging, trotz nennenswerter Industrie. Schalten Sie doch bitte in Zukunft einmal Ihr Gehirn ein, bevor Sie hier so einen Unsinn schreiben. Danke
Und was genau hat das mit dem Umstand zu tun, dass die Schweiz auch - bis heute noch - vom dort eingelagerten Blutgeld der meisten Tyrannen und Herren von Unrechtsregimen lebte und lebt. Der Forist hatte mit seiner Aussage doch völlig recht und es ging in seinem Kontext doch gar nicht um Deutschland und eine Staatspleite Deutschlands.

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