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Regierungsdokumente zum EU-Austritt: Briten blicken in den Brexit-Abgrund

AFP Erstmals hat die britische Regierung die Folgen eines Brexits ohne Abkommen ausbuchstabiert. 25 Dokumente sollen Bürgern und Firmen helfen, sich auf das Schlimmste vorzubereiten - doch dafür bleibt kaum noch Zeit.
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#200 - 24.08.2018, 08:23 von RenegadeOtis

Zitat von newline
als leuchtende Beispiele erwähnt werden, die nicht in der EU sind. Beide Länder sind über komplexe Verträge, deren Verhandeln Jahre dauerte, mit der EU verbunden. Verträge, die GB nicht hat oder auch nicht will.
De facto sind Schweiz und Norwegen EU-Mitglieder ohne Stimmrecht, auch wenn sie es de jure nicht sind.

#201 - 24.08.2018, 08:25 von c.PAF

Zitat von Allenore
GB war schon Weltmacht ohne die EU.
Ja, richtig, und wann?
GB ist schon lange keine Weltmacht mehr und wird es auch nicht mehr werden...

#202 - 24.08.2018, 09:15 von rockwater

Die EU

sollte die britische Mehrheitsentscheidun zum Anlass nehmen, sich endlich weiter demokratisch zu reformieren und legitimieren! Mit Bürgerentscheiden zu wirklich relevanten Fragen auch auf eropäischer Ebene. Und nicht nur zur Winter-/Sommerzeit!
Wie stark nachgefragt diese war, ist doch bezeichnend für das, was an demokratischen Prozessen alles brach liegt und wie hoch die Bedürfnisse beim Bürger in der rage wirklich sind. Der Ansturm war so groß, das fortlaufend die Server zusammen gebrochen sind.
Also, hier muß endlich viel mehr passieren, dann sind die Bürger auch an Politik interessiert und Entscheiungen sind durch den Volkssouverän legitimiert und abgesegnet - so, wie es sein sollte. Dann wird sich die EU auch wieder berappeln und GB und wird in 10 Jahren mit Feuden einen Antrag zum Wiedereintritt beschließen.
Von Krisen profitieren heißt es doch, gelle :-?
Die allergrößten Vorteile aus der EU hatten bisher nämlich tatsächlich überwiegend die unlauteren Geschäftemacher, Konzerne und Kriminelle. Und wenn nicht der Normalbürger innerhalb der EU der Gelackmeierte war, dann ganz sicher irgendwelche Hungerlohn- oder Kinderarbeiter in unterentwickelten asiatischen, afrikanischen oder südamerikanischen Ländern.

Also. Aufhören über demokratische Entscheidungen zu lästern - besser machen! Alles viel demokratischer machen! Sonst bricht der EU-Laden völlig zu Recht weiter auseinander.

#203 - 24.08.2018, 09:28 von mostly_harmless

Zitat von Allenore
GB war schon Weltmacht ohne die EU. Die schauen nicht in den Abgrund, sondern in eine prosperierenden Zukunft, in der sie nicht -wie die verbliebenen EU-Deppen- für eine durchgeknallte EU-Bürokratie und an der Weltherrschaft schnuppernde Politiker die Kastanien aus dem Feuer holen müssen.
Nun, glücklicherweise werden die Rechten diesseits und jenseits des Ärmelkanals sich in näherer Zukunft der Realität stellen müssen.

#204 - 24.08.2018, 09:34 von mostly_harmless

Zitat von missourians
[...] Und nochmal: UK ist ein souveräner Staat, dessen Mehrheit sich für die Lösung von der EU festgelegt hat, akzeptiert und toleriert das endlich mal, und macht nicht immer nur Stimmung dagegen!
Und nochmal: Das Berichten über Fakten hat mit "Stimmung machen" NULL zu tun. Und NIEMAND in diesem Land akzeptiert und toleriert den Brexit nicht.
Die einzigen, die hier Problem mit dem akzeptieren und tolerieren haben sind mal wieder die Vertreter des rechten Randes, die es überhaupt nicht vertragen, wenn andere Leute zu einem Vorgang eine andere Meinung haben wie sie selbst oder über Dinge berichten, die nicht den eigenen Erwartungen entsprechen.

#205 - 24.08.2018, 09:39 von stadtmusikant123

noch ist alles machbar

Der Brexit ist beschlossen und diese britische "Brexit-Analyse" führt allen vor Augen, dass die Verwerfungen auf beiden Seiten stattfinden wird.

Genau genommen fehlt nur noch ein Handelsvertrag für die zukünftigen Handelsbeziehungen. Hinsichtlich der Zusammenarbeit bei den diversen Agenturen scheint es wohl grundsätzlich auf beiden Seiten Kooperationsbereitschaft zu geben.

Wenn also nur noch so ein dusseliger Handelsvertrag fehlt - sollte die Lösung respektive Einigung nicht weit sein.

#206 - 24.08.2018, 09:41 von mostly_harmless

Zitat von FrediSommer
Ja liebe Leser, wer wird die 800'000 deutschen Autos kaufen, wenn sie nicht mehr nach GB exportiert werden können. Wer wird den italienischen und französischen Wein kaufen, der nach GB exportiert wurde. Ja wer wird das Gemüse aus Holland kaufen, das nach GB geliefert wird. Wer wird das dänische Fleisch kaufen, das auf den Tischen der Engländer landet. [...]
Spannender ist allerdings die Frage, was eigentlich die Briten essen, trinken und fahren werden, wenn mehr als 50% der Waren nicht mehr in GB ankommen.

#207 - 24.08.2018, 09:44 von stadtmusikant123

xxx

Zitat von mostly_harmless
Nun, glücklicherweise werden die Rechten diesseits und jenseits des Ärmelkanals sich in näherer Zukunft der Realität stellen müssen.
Ich weiß zwar nicht wen Sie mit den "Rechten" meinen.

Der Vormarsch der Konservativen in den EU-Mitgliedsstaaten ist sicher nicht so simpel mit populistischen Vorwürfen zu erklären.
Da wäre mehr Selbstkritik bei den EU-Verantwortlichen vielleicht nicht unangebracht.

#208 - 24.08.2018, 09:45 von schwäbischalemannisch

Das Problem um Proleten und Populisten

... ist, dass Ihnen der Blick von außen auf Ihr Land fehlt. Das ist oft heilsam. Nicht umsonst sagt man, dass reisen bildet. Natürlich nicht wenn man eine Pauschalreise an eine Touristenhochburg macht. Etwas Demut und der Blick für die größeren Zusammenhänge hilft ungemein den eigenen Status richtig einzuschätzen. Europa ist ein Flickenteppich. Ohne die EU wäre Deutschland international weit weniger einflussreich, als es ohnehin schon nicht ist. Die internationalen Verknüpfungen sind so groß, dass Abschottung und Kleinstaaterei die Lage im eigenen Land auf Dauer nicht verbessern werden. Vermutlich muss das in einigen Ländern aber erst mal passieren, zum einen damit diese auf ihre eigentliche Größe zurecht gestutzt werden und zum anderen, damit sie als abschleckendes Beispiel dienen.




Auch die Abschaffung der Monarchie ging nicht auf einen Rutsch. Die Kräfte der Restauration kamen zwischendurch in einigen Staaten zurück an die Macht. Genauso ist es mit dem Populismus und den Rechten und den sonstigen Autokraten usw. Letztendlich werden sich immer die Freiheit und die Bedürfnisse der Menschen durchsetzen. Die Frage ist immer nur was in der Zwischenzeit passiert.


Am Beispiel von GB wird man schon bald erkennen, dass der Alleingang nicht zu den von manchen propagierten Ergebnissen führen wird. Daher ist es sehr wahrscheinlich, zumindest wenn die Vernunft siegt, das GB einen Status ähnlich wie die Schweiz oder Norwegen haben wird. Ansonsten wird die internationale Bedeutung von GB weiter abnehmen. Als Beispiel dient Österreich. Früher mal eine große Monarchie. Und heute..?

#209 - 24.08.2018, 09:49 von dirk.resuehr

Great!

Endlich frei, frei von diesen furchtbaren Vorschriften der entsetzlichen EU! Endlich kann mann mit 1200 Watt staubsaugen und alte Glühbirnen mit 150 Watt benutzen, diese Vorgaben brachten einen fast um! Wie, was, Bedenken?Wir beherrschten doch vor 150 Jahren 3 Viertel der Welt und stellten den Kaiser von Indien.
Hat sich da was geändert?Ok, der Fußball kam gemeinerweise
nicht nach Hause, aber sonst Weltspitze in fast nix. Darauf kann man doch stolz sein.Britannia rules the waves sagte schon Heinrich -Heine!

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