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Regierungsgutachten: Roboter schaffen mehr Jobs, als sie vernichten

REUTERS Bringen intelligente Maschinen den Menschen massenhaft um Lohn und Brot? Eine neue Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung kommt zu einem anderen Schluss. Doch gilt das auch für alle Berufe?
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#1 - 04.04.2018, 14:30 von vanderil

Die Digitalisierung schafft...

Arbeitsplätze? Das stimmt. Nur werden wesentlich mehr "vernichtet". Das sieht man heute schon in den vollautomatischen Fertigungsanlagen etc. Da gibt es in Gesamtsumme immer weniger Arbeitsplätze. Aber egal. Wir haben ja angeblich auch einen Facharbeitermangel. Wer es glaubt...

Und dieser Statistik ist nicht zu trauen. Das ist Kaffeesatzleserei. Ein Armutszeugnis unserer Verantwortlichen.

#2 - 04.04.2018, 14:36 von Chefkoch_Miraculix

Traue keiner Statistik...

...die Du nicht selbst gefälscht hast. Wie kann man denn bloß auf den Gedanken kommen, dass ein Beschäftigungsrückgang im Gesundheitswesen mit Automatisierung zu erklären wäre? Das ist doch nun gerade der Bereich, in dem die menschliche Interaktion am wichtigsten ist und bis jetzt noch nicht ansatzweise automatisierbar ist.

#3 - 04.04.2018, 14:38 von ruhepuls

Roboter verändern die Arbeitswelt

Unterm Strich vernichten Roboter keine Arbeit, aber sie verändern sie. Wer in der Vergangenheit statt zu einer qualifizierten Ausbildung lieber gleich "zum Daimler" oder "zum Bosch" ging, wird in Probleme kommen, denn die reinen Montagejobs werden immer mehr verschwinden. Manche wird das "abhängen".

#4 - 04.04.2018, 14:41 von thequickeningishappening

So seit den letzten 20 Jahren

aus eigener Erfahrung und mit offenen Augen: Das Bankensterben mit angeschlossenem Rattenschwanz Einzelhandel, Post, Kappen des Nahverkehrs etc. etc.! Die Automatisierung Der Landwirtschaft, automatisierte Minen, selbstfahrende Zuege, Selbstabwicklung am Bezahlautomaten im Supermarkt! Die Statistik hat immer nur soviel Aussagekraft wie vom Auftraggeber erwünscht wird !

#5 - 04.04.2018, 14:41 von Ossibär

Besonders stark fällt der Beschäftigungszuwachs aus im Fahrzeugbau....

Allein das Titelbild zeigt ja was hier jetzt schon möglich ist (Schweißroboter) und was in Zukunft noch kommt. Wie viele Beschäftigte gab es denn noch vor 50,60 Jahren im Warenumschlag des Hamburger Hafens und wie viele heute? Gab es nicht auch schon früher Studien zum Waldsterben oder wie lange das Öl noch reicht?

#6 - 04.04.2018, 14:43 von chon

Künstliche Intelligenz

Irgendwie ist die Studie am Thema vorbei gemacht worden. Künstliche Intelligenz fehlt komplett. Mein Professor hat vor 30 Jahren in Daimler intelligente Fabriken geschaffen, das ist nicht das was kommt! Der Zusammenhang zwischen der dritten Graphik und Industrie 4.0 könnte zumindest im Artikel angedeutet werden: ich verstehe nicht wie Industrie 4.0 Arbeitsplätze in Erziehung, Soziales und Gesundheit so stark beeinflussen konnte. Der Zussammenhang der Themen fehlt!

#7 - 04.04.2018, 14:44 von Jannik Maier

Leider unzureichend!

Liebe Spiegel Redaktion,

ich lese Ihr Magazin seit Jahren und finde Ihre Arbeiten durchaus gut, abgesehen von manchen Berichterstattungen, worüber man sich natürlich streiten kann.
Dennoch finde ich in diesem Beitrag einige wichtige Punkte schlichtweg ausgelassen zu haben.
Zwar gibt es weniger Arbeitslose, doch nur aufgrund dessen, weil selbst knapp 300.000 Ein Euro Jobber nicht zu dem Prädikat "arbeitslos" gehören! Nicht zu verschweigen ist auch, dass Deutschland den größten Niedriglohnsektor in ganz Europa hat. Stichwort Lohndumping. Das wird mit keiner Silbe erwähnt und es wird dem Leser somit suggeriert, der Roboter sei gar nicht so böse. Was ist dann aber mit der Tatsache, dass das Substituierungspotenzial bei vielen Berufen in den Dienstleistungsberufen vor allem durch die Roboter gehoben werden, wird ebenfalls nicht thematisiert. Manche würden hier wieder dünkelhaft von Lügenpresse schreiben, ich aber finde, dass man das Thema etwas zu unausgewogen angeschaut hat.
Ich hoffe Sie lesen meinen Beitrag, da ich mir extra einen Account erstellt habe, um dies kundzutun, da ich sonst noch (fast) nie das Bedürfnis hatte, hier etwas zu korrigieren!

LG

#8 - 04.04.2018, 14:47 von brokerbundfuture1

Studien sind interessant

faktisch gesehen wird jedoch immer irgendein Detail vernachlässigt. Wer glaubt, Digitalisierung schafft nachhaltig Arbeitsplätze und wir haben dem zu Folge mehr Arbeitsplätze in Zukunft, dem möge gesagt sein, dass es bereits seit zwei Jahrzehnten diverse Analysen gibt, die das Gegenteil belegen. Wir werden uns sicher dem technischen Fortschritt nicht in den Weg stellen können, man kann sich Entwicklungen doch immer schön und bunt malen, was offensichtlich versucht wird. Wo jede Menge neuer Arbeitsplätze schon warten, endlich besetzt zu werden und Nachfrage vorhanden ist, ist in der psychologischen Betreuung (in allen Bereichen) und selbstverständlich im Pflegebereich und Gesundheitswesen. Das lässt sich nicht digitalisieren und ist komplett unterbesetzt. Ist vielleicht nicht ganz so bequem wie zwei Mausklicks und enter tabs etc. zu verwenden :-) Die Alterung der Gesellschaft und die Traumatisierung der Menschen nimmt jedoch stetig zu, auch das ist Wachstum.

#9 - 04.04.2018, 14:48 von Kanalysiert

Dies wäre der Fall in der Zukunft für den IT Nachwuchs, aber nicht heute, wo man Arbeitnehmer lieber rauswirft, als ihnen Fortbildungsmaßnahmen zu ermöglichen, um den Anschluß an die neue Technik zu finden oder auszubauen.

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