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Reichenliste: Das Vermögen der Familie Porsche wächst gewaltig - trotz Dieselskandal

DPA Keine der größeren deutschen Unternehmerdynastien erlebt eine solche Krise wie die Porsches. Doch trotz des Dieselskandals ist ihr Vermögen stärker gewachsen als das fast aller anderen Milliardäre. Warum dieser Aufstieg?
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#10 - 04.10.2018, 19:34 von syracusa

Zitat von uh2012
Die Vermögenssteuer ginge dann überwiegend wohl nach Österreich und selbst wenn Sie in D bliebe, dann wären das pro Kopf Normalbürger (99% von 82mio ) knapp 25€ pro Jahr .....was soll der Neid.
Das hat mit Neid nichts zu tun, sondern mit der Sicherung demokratischer Verhältnisse. Wie viel diese Steuer pro Kopf bringt, ist dabei völlig irrelevant. Relevant ist, wie gut sie geeignet ist, die dynastische Verfestigung großer Vermögen zu bremsen, und ob sie die Gesellschaft sozial durchlässiger macht.

#11 - 04.10.2018, 20:34 von _gimli_

Zitat von syracusa
Das hat mit Neid nichts zu tun, sondern mit der Sicherung demokratischer Verhältnisse. Wie viel diese Steuer pro Kopf bringt, ist dabei völlig irrelevant. Relevant ist, wie gut sie geeignet ist, die dynastische Verfestigung großer Vermögen zu bremsen, und ob sie die Gesellschaft sozial durchlässiger macht.
Die "großen Vermögen" sind diejenigen, die die Arbeitsplätze im Land schaffen, sprich die Unternehmer. Das haben allerdings die meisten Sozialisten nie begriffen. Und wenn sich 20% der Erbenden einen Lenz mit dem Geld machen, kann ich trotzdem gut mit der Situation leben.

#12 - 04.10.2018, 21:15 von Grünspahn

Zitat von syracusa
Das hat mit Neid nichts zu tun, sondern mit der Sicherung demokratischer Verhältnisse. Wie viel diese Steuer pro Kopf bringt, ist dabei völlig irrelevant. Relevant ist, wie gut sie geeignet ist, die dynastische Verfestigung großer Vermögen zu bremsen, und ob sie die Gesellschaft sozial durchlässiger macht.
Sie übersehen eine Kleinigekeit - geradezu eine Klitzekleinigkeit. Die meisten dieser großen Vermögen sind in (Familien-)Stiftungen untergebracht - diese Stiftungen haben ihren Sitz in Liechtenstein oder der Schweiz oder sonst wo. Sie unterliegen nicht deutschem Steuerrecht. Es gibt dazu internationale Abkommen und auch entsprechendes EU-Recht. Sie können in Deutschland Vermögensteuern erheben wie Sie wollen, diese Stiftungen unterliegen, wenn EU- und interationales Recht beachtet wird, nicht dem deutschen Steuerrecht. Ihre Forderung führt nur dazu, dass auch die letzten großen Vermögen Deutschland verlassen werden. Natürlich werden de Firmen hier weiter Steuern zahlen, aber die Dividenden werden ins Ausland ausgeschüttet und werden mit den dortigen Sätzen versteuert. - Abgesehen davon beuten weder die Porsches und Pechs noch die Quandts die Mitarbeiter bei VW/Porsche/Audi bzw. BMW aus. Dort weden überdurchschnittliche Gehälter gezahlt und auch die Erfolgsbeteiligung der MA kann sich sehen lassen.

#13 - 04.10.2018, 22:01 von joomee

Passiert nicht weil...

Zitat von reinerotto
Weil auch die beiden BMW-Großaktionäre nur 25% Steuer auf die erhaltenen 1.2Mrd. Euro Dividendeneinkünfte bezahlen müssen, sollte eigentlich jeder normale Arbeitnehmer auf die Barrikaden gehen.
Das passiert deshalb nicht, da die meisten Arbeitnehmer im Gegensatz zu Ihnen verstehen, dass man die auf Unternehmensebene gezahlten Steuern mit hinzurechnen muss und somit auf eine ähnliche Gesamtbesteuerung kommt, wie beim Spitzensteuersatz.

Das ist übrigens nahezu weltweit so, dass man entweder einen Pauschalsteuersatz bezahlt oder man Dividenen zunächst mit seinen normalen Steuersatz versteuert und dann die Unternehmensteuern mit der Steuererklärung verrechnet (so war es vor der Schröderischen Steuerreform bei uns).

Diese Vorgehensweise ist notwendig, damit Personen- und Kapitalgesellschaften gleich besteuert werden.

#14 - 04.10.2018, 22:45 von TS_Alien

Im Automobilbereich werden oftmals Mondpreise verlangt. Solange das ausreichend viele Kunden mitmachen, verdienen die genannten Familien astronomisch gut.

Das Problem ist tatsächlich die Einflussnahme der Reichen auf die Politik. Lobbyisten sind schnell eingekauft und aus der Portokasse bezahlt. Leider gibt es in Deutschland kein Gesetz, das den Kontakt der Lobbyisten mit den Volksvertretern und Ministerialbeamten regelt. Es wäre schön, wenn solche Kontakte zeitnah veröffentlicht werden müssten (inklusive des Inhalts des Gesprächs).

#15 - 04.10.2018, 22:49 von kraus_adam

Zitat von syracusa
Das hat mit Neid nichts zu tun, sondern mit der Sicherung demokratischer Verhältnisse. Wie viel diese Steuer pro Kopf bringt, ist dabei völlig irrelevant. Relevant ist, wie gut sie geeignet ist, die dynastische Verfestigung großer Vermögen zu bremsen, und ob sie die Gesellschaft sozial durchlässiger macht.
Was hat das mit "Demokratie" zu tun wenn man aus lauter Neid und Mißgunst Wohlhabende Menschen schröpft? Ich sehe das Problem bei reichen Familiendynastien nicht. Was bringt es dem normalen Bürger/Arbeitnehmer wenn es keine Milliardäre mehr im Land gibt?
Ich kann diese Krakelerei nach Erbschaft- und Vermögensteuer nicht nachvollziehen. Der Nutzen für die Volkswirtschaft ist vernachlässigbar. Es kommt schlicht nichts dabei 'rum.

#16 - 05.10.2018, 23:09 von nic

Zitat von kodu
...wieviel öffentlichen Einfluss sich solche Clans auf Demokratie und Rechtsstaatlichkeit mit Hilfe ihres Vermögens kaufen können. Der Umstand, daß dieses Thema im öffentlichen Diskurs kaum vorkommt, lässt wenig Gutes befürchten.
In Deutschland ist eins sicher, das Vermögen der Superreichen und nicht die Rente. Ich denke, Ihre Frage nach Einfluß in die Politik (Politik ist Demokratie und Rechtsstaatlichkeit) dürfte damit beantwortet sein.

#17 - 05.10.2018, 23:17 von nic

Zitat von uh2012
Die Vermögenssteuer ginge dann überwiegend wohl nach Österreich und selbst wenn Sie in D bliebe, dann wären das pro Kopf Normalbürger (99% von 82mio ) knapp 25€ pro Jahr .....was soll der Neid.
Welcher Neid? Und in Deutschland (hoffentlich mal wieder) erhobene Vermögenssteuer geht nicht nach Österreich.

#18 - 05.10.2018, 23:45 von mchammmer

kleiner Beitrag

hier eine mögliche Erklärung. Die Familie Porsche verfügt auch deshalb über ein immenses Vermögen da der Konzern die richtigen Schlüsse gezogen hat und die Diesel Technologie nicht weiter verfolgt

https://www.welt.de/wirtschaft/article181629906/Autobauer-Porsche-steigt-aus-Produktion-von-Diesel-Autos-aus.html

#19 - 05.10.2018, 23:56 von reinerotto

Als Einkommen bezeichnet man als Geld zufließende Leistungen

Und Einkommen wird besteuert. Dabei sind i.A. vorherige steuerliche Vorgänge, welche die Höhe des Einkommens beeinflussen, völlig unerheblich. Mieteinkünfte werden auch normal besteuert, selbst wenn für die Miete vom Mieter vorher schon Einkommensteuer gezahlt wurde. Somit gibt es keinen Grund für eine bevorzugende 25%-tige Pauschalsteuer für Dividendeneinkünfte an Stelle der Besteuerung zum persönlichen Einkommensteuersatz. Eine Frage der Steuergerechtigkeit, und Steuertransparenz. Zumal das Hauptargument für diese Pauschalsteuer, die Angst vor Steuerflucht in die Schweiz, heutzutage nicht mehr gültig ist.

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