Forum
Wirtschaft

Reichenliste: Das Vermögen der Familie Porsche wächst gewaltig - trotz Dieselskandal

DPA Keine der größeren deutschen Unternehmerdynastien erlebt eine solche Krise wie die Porsches. Doch trotz des Dieselskandals ist ihr Vermögen stärker gewachsen als das fast aller anderen Milliardäre. Warum dieser Aufstieg?
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 4/4    
#30 - 05.10.2018, 17:17 von yvowald@freenet.de

Kapitalerträge endlch angemessen besteuern

Zitat von spon-facebook-10000350067
..dass Wolfgang Porsche deutscher Staatsbürger ist. Genausowenig wie Piech. Beide sind Österreicher..
Egal ob Österreicher oder Deutscher. Die Kapitalerträge müssen endlich höher besteuert werden (50 Prozent) und nicht lediglich mit einer Abgeltungssteuer von 25 Prozent. Und zwar dort, wo sie anfallen, also in Wolfburg.

#31 - 05.10.2018, 18:55 von joomee

Passiert bereits

Zitat von yvowald@freenet.de
Egal ob Österreicher oder Deutscher. Die Kapitalerträge müssen endlich höher besteuert werden (50 Prozent) und nicht lediglich mit einer Abgeltungssteuer von 25 Prozent. Und zwar dort, wo sie anfallen, also in Wolfburg.
Sehen Sie, Sie verstehen das System nicht. VW zahlt in einen normalen Jahr rund 2 Mrd. Unternehmenssteuern im Inland.

Das heisst die Unternehmer Porsche und Piech und die anderen Anteilseigner von VW berappen bereits Milliarden an Steuern aus ihrer unternehmerischer Tätigkeit, welche den Gewinn mindern. Und auf die Ausschüttungen (Dividenden) werden nochmals Steuern fällig - in Deutschland rund 26%.

In der Summe zahlen Unternehmer bzw. deren Anteilseigner Steuern in Höhe was in etwa dem Spitzensteuersatz entspricht. Ist das denn so schwer zu verstehen??

#32 - 08.10.2018, 18:31 von bald_rian

Zitat von spon-facebook-10000350067
..dass Wolfgang Porsche deutscher Staatsbürger ist. Genausowenig wie Piech. Beide sind Österreicher..
Wolfgang Porsche wurde in Stuttgart geboren. Das liegt in Deutschland.

#33 - 08.10.2018, 19:00 von jobond

Vernachlässigbar ist hier gar nichts...

... schon gar nicht die Erbschaft- und Vermögensteuer. Was ist denn das für ein Argument? Dann können wir unzählige Gebühren, Steuerausnahmen und Förderungen etc. abschaffen. Alles "vernachlässigbar". Für ich als arbeitenden Menschen ist die Erbschaftssteuer in ihrer jetzigen Form eine absolute Frechheit in diesem Land – ein absolute Skandal war aber das Reförmchen der letzen Bundesregierung. Das kann ich nicht mehr weiter komentieren. Selbstbedienung der kapitalbesitzenden "Eliten" für ihe nachfolgenden Generationen… und solange sich daran nichts ändert, kommen wir dem Wort Gerechtigkeit kein Stück näher.

#34 - 09.10.2018, 17:12 von Illoinen

Deutschland den Reichen

Hallo das war und ist doch schon seit Adenauer politisch gewollt. Schon damals hat man dafür gesorgt,
Denn die Ungleichverteilung war von Anfang an CDU-gewollt. In der Währungsreform von 1948 wurden die aus der „Liquidation des Dritten Reiches“ geretteten Vermögen der „großen Familien Flick, Thyssen, Siemens, Bosch, Quandt und Oetker (...) eins zu eins auf Deutsche Mark umgestellt“.

Dagegen hatten „mit ihrer Kopfquote von 40 Mark (...) die Mehrheit der Bundesbürger den Wettlauf in die Wohlstandsgesellschaft bereits am Start verloren“. Die Erfinder der Reform hatten vorgesehen, dass „auch die Besitzer der Sachwerte einen großen Teil der Kriegs Folgelasten übernehmen sollten“. Dieser Lastenausgleich wurde von der deutschen Regierung 1952 in eine Kriegs folgen Entschädigung für Reiche verkehrt.

Auch die reichen freundliche Steuer- und Rentengesetzgebung wurde bereits damals installiert. Bemerkenswerteste demagogische Leistung der CDU: Sie vermittelte den „überwiegend vermögenslos“ Gebliebenen „das Gefühl, (...) Besitzbürger zu sein“.

Das Ergebnis, viele in Deutschland sind seit Adenauer so indoktroniert, dass jedwede Debatten zu diesem Thema als "Neid Debatte" diskreditiert wurden und werden. Man ist heute eher bereit, einem von Unterstützung Betroffenen, noch mehr weg zu nehmen, als den wirklich Reichen zu belasten. Alleine das Barvermögen, der reichsten in diesem Land beträgt sage und schreibe über 3000 Milliarden Euro, und hier sind dann immer noch nicht die Sachwerte wie Immobilien usw. mit dabei. Würde man nur über die nächsten 20 Jahre diese Klientel jährlich mit 5% belasten, wäre Deutschland wieder Schuldenfrei. Dies ist nämlich genau die Summe, die sich die Reichen dank der Reichen freundlichen Politik über die letzten 20 Jahre haben angeeignet.

#35 - 11.10.2018, 11:06 von jürgen_kruse

Demokratiefeindliche Vermögensverteilung

Diese Ansammlung der Riesenvermögen ist möglich, weil wir in einer Gesllschaft leben, in der -im Widerspruch zu den Grundideen der Verfassung!- die Produktivitätsfortschritte und das gemeinsam Erarbeitete nur zu einer kleinen Schicht gelenkt werden. Das ist ein Beleg für das Fehlen von Demokratie. Wir brauchen eine Bodenrechtsreform und eine Umverteilung von Oben nach Unten sowie eine dratische Besteuerung der "Erbschaften"!

#36 - 11.10.2018, 11:51 von yvowald@freenet.de

Keine Unternehmer, sondern lediglilch Nutznießer*

Zitat von joomee
Sehen Sie, Sie verstehen das System nicht. VW zahlt in einen normalen Jahr rund 2 Mrd. Unternehmenssteuern im Inland. Das heisst die Unternehmer Porsche und Piech und die anderen Anteilseigner von VW berappen bereits Milliarden an Steuern aus ihrer unternehmerischer Tätigkeit, welche den Gewinn mindern. Und auf die Ausschüttungen (Dividenden) werden nochmals Steuern fällig - in Deutschland rund 26%. In der Summe zahlen Unternehmer bzw. deren Anteilseigner Steuern in Höhe was in etwa dem Spitzensteuersatz entspricht. Ist das denn so schwer zu verstehen??
Die Familien Piäech und Porsche sind keine "Unternehmer", sondern Eigentümer der Produktionsmittel (Fabrikgebäude, Roboter, Maschinen und Produktionsanlagen). Diese Produktionsmittel werden von den Beschäftigten in Gang gehalten. Dafür erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Löhne und Gehälter. Die Gewinne, die deutlich über den Lohnquoten angesiedelt sind, verschwinden in den Taschen der Familien Piäch und Porsche. Soviel zur "unternehmerischen" Tätigkeit.

#37 - 11.10.2018, 12:00 von yvowald@freenet.de

Zitat von jürgen_kruse
Diese Ansammlung der Riesenvermögen ist möglich, weil wir in einer Gesllschaft leben, in der -im Widerspruch zu den Grundideen der Verfassung!- die Produktivitätsfortschritte und das gemeinsam Erarbeitete nur zu einer kleinen Schicht gelenkt werden. Das ist ein Beleg für das Fehlen von Demokratie. Wir brauchen eine Bodenrechtsreform und eine Umverteilung von Oben nach Unten sowie eine dratische Besteuerung der "Erbschaften"!
Sehr richtig!
Wir brauchen die Wiedereinführung einer echten Vermögenssteuer und eine gerechte Erbschafts- und Schenkungssteuer.
Zusätzlich eine grundlegende Reform der Einkommensbesteuerung, also keine Abgeltungssteuer für Vermögensanlagen in Höhe von nur 25 Prozent, sondern möglichst bis zu 75 Prozent.

#38 - 12.10.2018, 09:59 von joomee

Macht keinen Unterschied

Zitat von yvowald@freenet.de
Die Familien Piäech und Porsche sind keine "Unternehmer", sondern Eigentümer der Produktionsmittel (Fabrikgebäude, Roboter, Maschinen und Produktionsanlagen). Diese Produktionsmittel werden von den Beschäftigten in Gang gehalten. Dafür erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Löhne und Gehälter. Die Gewinne, die deutlich über den Lohnquoten angesiedelt sind, verschwinden in den Taschen der Familien Piäch und Porsche. Soviel zur "unternehmerischen" Tätigkeit.
Das macht steuerrechtlich keinen Unterschied ob Sie mit 5% an einer Kapitalgesellschaft beteiligt sind oder mit 100%.

Und auch nicht, dass die insgesamt gezahlten Steuern aus diesem Engagement in etwa der Höhe des Spitzensteuersatz liegt. Und um das geht es.

Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Machen Sie sich selbständig und gründen Sie eine Firma als Kapitalgesellschaft. Dass muss nicht einmal ein großes Unternehmen sein. Und dann zahlen bitte auf Ihre Ausschüttungen (Gewinne) freiwillig den Spitzensteuersatz zusätzlich zu den auf Unternehmens-Ebene gezahlte Steuern, die Sie auch zuerst einmal erwirtschaften müssen.

Und dann sprechen wir beide uns nochmal.

#39 - 12.10.2018, 10:12 von joomee

Gerecht?

Zitat von yvowald@freenet.de
Sehr richtig! Wir brauchen die Wiedereinführung einer echten Vermögenssteuer und eine gerechte Erbschafts- und Schenkungssteuer. Zusätzlich eine grundlegende Reform der Einkommensbesteuerung, also keine Abgeltungssteuer für Vermögensanlagen in Höhe von nur 25 Prozent, sondern möglichst bis zu 75 Prozent.
Wer legt denn fest was gerecht ist? Sie? Die FDP? Die Linke? Oder gar ich?

Zu Ihren Träumereien von 75% Steuern auf Kapitalanlagen habe ich an anderer Stelle schon versucht Ihnen die steuerlichen Zusammenhänge zu erklären. Offensichtlich umsonst.

Dass Ausschüttungen aus guten Grunde nahezu überall in der entwickelten Welt mit Unternehmssteuern verrechnet werden (verrechnet werden müssen!) ignorieren Sie auch großzügig. Selbst im egalitären Schweden liegt die Kapitalertragssteuer bei nur 30% - weit unter dem Einkommens-Höchststeuersatz.

Aber all diese Länder sind ja Deppen, die keine Ahnung haben wie man richtig besteuert - im Gegensatz zu Ihnen.

    Seite 4/4