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Risiko Trump: Keine Zeit für Steuergeschenke

REUTERS Wenn es um Wirtschaftspolitik geht, wird es in Deutschland schnell esoterisch. Wie jetzt - wenn nahegelegt wird, weniger Soli und Unternehmenssteuern schützten uns vor den Krisen der Welt.
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#1 - 14.06.2019, 14:38 von Weitblicker

Ehrlich...

Es gibt ein Sprichwort, dass da sagt: Beiße niemals die Hand die dich füttert. Und genau so agieren die Experten bei ihrer Beratung. Eine Steuersenkung sieht unsere GroKo nicht entgegen und findet regelmäßig neue Gründe die dagegen sprechen. Dem Koalitionsvertrag und den Wahlversprechen.zum trotz. Mal wird gesagt, dass die Steuereinnahmen in 2023 einrechen - was nicht gesagt wurde, dass diese "nur" nicht weiter wie bisher steigen. Aber es werden ja nicht weniger. Ein anderes Mal wird gesagt, dass wir zu viele Investitionen im Land tätigen müssen. Nur das übermäßig viel Geld in andere Länder fließt, wird verschwiegen. Wie wäre es mal mit Haushalten? Jeder Arbeitnehmer / Bürger in diesem Land muss haushalten um bei steigenden Kosten und geringeren Einkommen über die Ruden zu kommen. Und durch die mangelnde Anpassung der Steuerprogression werden heute Facharbeiter wie 2003 Top-Manager besteuert. Kurz um - unsere Politik wird genauso schlecht mit mehr Steuereinnahmen zurecht kommen, wie mit weniger. Somit können sie diesen auch senken. Denn hier besteht sogar die Möglichkeit mehr Steuereinnahmen zu erzielen. Konsum-Tourismus sowie erhöhte Kauf- und Investitionskraft aus dem Binnenland heraus. Derzeit ist die Steuerpolitik nicht justiert und der Export boomt noch wegen dem Label "made in Germany". Aber auch diese Zeit wird gehen und der Vorteil Deutschland verlassen - gleich auf den Facharbeitern, die in Nachbarländern einer geringeren Steuerbelastung entgegen sehen. Hier herrscht Handlungsbedarf und das schnell.

#2 - 14.06.2019, 14:41 von be_winkler

Für mich zählt nur ein Argument

Grundsätzlich möchte ich als Bürger in Deutschland wenigstens über 50% meiner Ausgaben vom Brutto selbst bestimmen dürfen - ja, 50% nach allen Steuern und Abgaben, einschliesslich Mehrwertsteuer, Soli und Zwangsrundfunkgebühr. Dafür braucht es keinerlei esoterische Begründung, ausser den Gedanken der Freiheit und der Selbstbestimmung. Wer heute Spitzensteuersatz zahlt ist mit allen Abgaben und und allen Gebühren und Mehrwertsteuer weit jenseits der 65% . Das ist Raubrittertum und hat mit Solidarität nichts mehr zu tun!

#3 - 14.06.2019, 14:43 von flopi3

Herr Fricke, es ist schlicht unverschämt, ...

... ständig zu behaupten, eine Abschaffung des Soli's würde hauptsächlich Top-Verdiener entlasten. Wie wirklichkeitsfremd ist Ihre linksgerichtete Schein-Realität eigentlich. Seit rund 30 Jahren gibt es den Soli, als zweckgerichtete Steuer für den Aufbau Ost. Und seit diesen 30 Jahren belastet diese Steuer vor allem die Besserverdienenden. Das war völlig richtig. Jetzt ist der Grund für den Soli entfallen und nur folgerichtig sollte er dann auch von niemanden mehr bezahlt werden müssen.
Ich unterstütze absolut einen deutlichen höheren Mindestlohn und halte das für fair. Aber 42% bzw. 45% Spitzensteuersatz ist nun wirklich mal genug.

#4 - 14.06.2019, 14:46 von salomohn

Jungejunge

Da haben Sie ein paar Phrasen in einen Text geschmissen, umgerührt, -fertig? Die kausalen Zusammenhänge hören sich teilweise auf den ersten Blick ganz griffig an, sind aber z. T. krass hanebüchen. Die Steuersenkung für Unternehmen kann ja in der schnelleren Abschreibbarkeit bestehen. Wären in Ihrer Welt also einerseits nicht gut, andererseits gut! Und mögliche Szenarien sind auch kein Witschaftsjouralismus. Ich finde den Artikel nicht gut.

#5 - 14.06.2019, 14:47 von Hoberg

Immer dasselbe Gesxhwätz

wenn man ab 100.000 Euro Jahreseinkommen reich sein soll entzieht sich mir . Mit diesem Gehalt kann man sich knapp ein Reihenhaus leisten . Sollte man dann noch Selbstständig sein, sich absichern müssen, für schlechte Monate vorsorgen , bleibt nichts , was das Leben eines ‚Reichen“ ausmacht . Unter 1 Mio pro Jahr ist wirklich niemand so reich , wie Medien deren obszönes Verhalten Herrn karikieren. Der gehobene Mittelststand ist die Melkkuh . So wird’s wohl bleiben, gerade bei solch idiotischen Artikeln des SPON

#6 - 14.06.2019, 14:52 von kia-ora

Da geht einem der Hut hoch..

.. wenn man schon diese Formulierungen liest. "Steuergeschenke"...was bitte wird mir "geschenkt" wenn ich diese Zusatzsteuer nicht mehr bezahlen muss? Dann gehört das Geld das ICH verdient habe lediglich weiterhin mir und wird mir lediglich nicht mehr vom Staat weggenommen. Dann wieder das Geschwafel von "nur die Reichen...", es profitiert "jeder" der auch nur einen Cent Soli zahlt von einer Streichung des Soli. Genauso nervend ist das Geschrei der Politik wie eine Abschaffung des Soli "gegenfinanziert" werden solle. Der braucht nicht "gegenfinanziert" werden, da muss man halt sehen wie man ohne diese Zwangs-einnahmen mit dem auskommt was man zur Verfügung hat und entsprechend unsinnige Ausgaben streichen (Bataillone an Beraterfirmen, BER, Stuttgart 21, Gorch Fock und vieles mehr).

Der Staat sollte sich lieber einmal angewöhnen besser mit den Verfügbaren Steuern haus zuhalten anstatt ständig die Einnahmen (und hier fast immer zu Lasten der arbeitenden oder alimentierten Bevölkerung) zu steigern.

#7 - 14.06.2019, 14:54 von spon.20.jpiranha

Mal wieder typisch deutsch: Steuern sind ewig

Ehrlich, in den meisten anderen (demokratischen) Ländern wird eine neue Steuer für eine begrenzte Zeitdauer eingeführt und regelmäßig auf Sinn und Wirkung geprüft. Zum Beispiel der Soli: Der Sinn ist lange entfallen. Wie erklärt man den Anwohnern des Ruhrgebiets oder des Saarlandes, warum sie mit ihren Steuern eine strukturell deutlich stärkere Region wie Dresden unterstützen sollen? Zudem gibt es ja noch den Länderfinanzausgleich. Warum also zwei Instrumente mit einer ähnlichen Zielsetzung?
Von den "Klassikern" wie Schaumwein- und Kaffeesteuer fange ich jetzt erst gar nicht an (sorry, jetzt ist es mir doch rausgerutscht).
NATÜRLICH sollte eine Steuer abgeschafft werden, deren Begründung weggefallen ist. Sonst finden Politiker sofort ein neues Ziel für die Geldströme (üblicherweise für Wahlgeschenke). Und dieses muss dann praktischerweise nicht mal in einer demokratischen Diskussion legitimiert werden, denn Geld ist ja da...

Eine alternative Diskussion findet überhaupt überraschend selten statt -- Ob wir uns gewisse Dinge leisten wollen, oder worauf wir evtl. im Gegenzug verzichten wollen. Aber zum Abschaffen von Steuern muss auf einmal ein wissenschaftlich zweifelsfrei belegbares Testat vorgelegt werden. Ja klar.

Das ist doch Volksverdummung. Will jemand wie der Autor Gelder eintreiben, um damit die Konjunktur anzuheizen, dann soll er/sie dies bitte äußerst genau begründen. Und nicht die Mittel aus bestehenden Steuern zweckentfremden, um einem Diskurs zu entgehen. Das wäre äußerst undemokratisch.

Zusammenfassend würde ich den Artikel darauf reduzieren, was er wohl auch ist: Clickbait für das Wochenende.

j

#8 - 14.06.2019, 14:55 von iasi

Steuersenkung wäre durchaus sinnvoll

In den USA haben die Steuersenkungen und die folgenden Aktienrückkäufe am Ende auch den US-Durchschnittsbürger erreicht, denn in den USA ist Aktienbesitz ein Volkssport und somit steigende Kurse für eine breite Schicht erfreulich. In D ist das leider anderes: Wenige haben Aktien. Steuersenkungen, die auch bei der breiten Bevölkerungsschicht ankommen, wären aber auch in D möglich: Man könnte z.B. den Grundfreibetrag anheben oder oder oder ... Mehr Geld in den Händen der Geringverdiener würde viele Probleme entschärfen.

#9 - 14.06.2019, 14:56 von fs49

Eigentlich sehr einfach

Wenn man denen, die wenig haben mehr gibt, werden sie das Geld ausgegeben. Die Nachfrage steigt, die Wirtschaft wächst- eigentlich sehr einfach! Dass dieser Effekt nicht eintritt wenn die Reichen noch mehr bekommen weiß man schon lange und ist durch die Erfahrungen der letzten Jahre gut belegt. Grundkurs Wirtschaftswissenschaft! Stellt sich noch die Frage: Wie unabhängig sind denn unsere „Wirtschftsweisen?“

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