Forum
Wirtschaft

Statistik für Deutschland und Europa: Die Vermessung der Armut

Getty Images Kein Geld für Kleidung und eine vollwertige Mahlzeit? Neue Daten zeichnen ein detailliertes Bild der Armut in Deutschland und Europa. Sie belegen, dass auch hierzulande Menschen mit wenig Einkommen Not leiden.
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 10/18    
#90 - 08.11.2017, 17:03 von jan-c137

"Insgesamt scheint Armut im Sinne absoluten materiellen Mangels in Deutschland aber leicht zurückzugehen.(...)Allerdings kann hier trotz der vielen befragten Haushalte auch die statistische Fehlertoleranz eine Rolle spielen - zumindest was das Ausmaß des Rückgangs betrifft. Schließlich bewegen sich die Veränderungen jeweils im Bereich von Zehntelprozentpunkten."

Es klingt ja nett, wenn die Armut in Deutschland zurückgeht. Allerdings sollte man hellhörig werden, wenn der Rückgang so gering ist, dass er statistisch nicht mehr signifikant ist. Denn momentan wächst unsere Wirtschaft kräftig und fährt immer höhere Gewinne ein. Wenn das aber auch in den Schichten mit geringen Löhnen nicht ankommt und dort also keinen Effekt zeigt, scheint die Verteilung der Gewinne nicht zu stimmen. Die Schere wird immer größer und wir bekommen ein noch viel gewaltigeres Problem, wenn wir durch Digitalisierung und Automatisierung irgendwann gar nicht mehr genug Jobs anbieten können. Unsere ewige Kanzlerin findet Dinge wie ein bedingungslose Grundeinkommen ja eher nicht so gut.

#91 - 08.11.2017, 17:06 von mcmercy

Zitat von freekmason
ja klar, sollen sich die leute halt och einen 3. oder 4. job suchen. und überhaupt, wenn von 10 leuten einer 100000€ im monat verdient und 9 leute 450€, liegt das durchschnittseinkommen über 10000€. warum beschweren sich die 9 bloß?!
Alle 9 liegen unter 50% des Durchschnittseinkommen, die Armutsquote betrüge demnach 90%. Das ist ja gerade das Problem dieser Definition, die Armutsquote ist umso geringer, je gleicher die Einkommen sind. Wenn alle nur 450€ verdienen gilt keiner als arm. Gibt es wenige Superreiche treiben die den Durchschnitt hoch und Leute gelten als arm, die es eigentlich nicht sind.

#92 - 08.11.2017, 17:06 von dorchen

Tja die Statistik ..........

Zitat von freekmason
ja klar, sollen sich die leute halt och einen 3. oder 4. job suchen. und überhaupt, wenn von 10 leuten einer 100000€ im monat verdient und 9 leute 450€, liegt das durchschnittseinkommen über 10000€. warum beschweren sich die 9 bloß?!
Beispiel: Mein Nachbar hat zwei Bananen, ich keine. Im Schnitt hat jeder eine. Tatsache ist jedoch. Er wird satt und ich habe Hunger. Nur ein kleines Beispiel zu diesen unsinnigen Satistikwerten. Auch ich würde gerne mal den "Nordstadtbewohner" zu uns in die Tafel einladen. Allerdings glaube ich nicht, dass auch noch soviel Elend diesen Zeitgenossen berühren wird. Hoffentlich erschlägt ihn nicht einmal seine geballte Arroganz und Ignoranz. Seine Argumente erinnern mich an Marie Antoinette, die auf den Hinweis, dass das Volk kein Brot zu essen habe, meinte: Dann sollen sie halt Kuchen essen.
Wo endete nochmal diese Ignoranz???

#93 - 08.11.2017, 17:07 von cosifantutte

Zitat von Lobhudel
Ziemlich gute Begründung für die staatliche Grundsicherung von bedingungslose steuerlich finanzierten mind. 1000 EUR/Monat. Aber da hätten ja die bei Ihnen unter 1a), 2) und 4) geführten Wählergruppen nebst 8) Selbständige, 9) Beamte, 10) gut bestallte Rentner was dagegen, weil Ihnen ja was entgehen könnte Ein reiches Land sollte sich zufriedene "Arme" leisten wollen - meines Erachtens einfach um der sozialen Ruhe wegen, was mir als hart arbeitenden Renten- und Steuerzahler ein echtes Komfortplus in dieser Gesellschaft bescheren würde.
Und wo nehmen wir das Geld dafür her? Ach ja, das nehmen wir ja den Reichen ab. Nur blöd, dass ich armer Mann in Deutschland schon zu den Reichen gezählt werde, deshalb mag ich das gar nicht.

#94 - 08.11.2017, 17:07 von portlana

Zitat von hikage
Kein vernünftiger Mensch will die Arbeitnehmer mehr belasten um mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Diese Mär wird immer wieder von skrupellosen und/oder gekauften Stimmen in die Welt gesetzt und vom dümmlichen Angstvolk weiterverbreitet. Mit Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer für Multimillionäre hat der normale Arbeitnehmer NICHTS, aber auch GAR NICHTS zu tun oder davon zu befürchten.
doch denn dann kommen die angstmacher und reden von kapitalflucht, lauter firmen die ins ausland gehen etc..
komisch nur, dass die änderung der vermögenssteuer, die genau auf solcher angstmacherei hin geändert wurde, dies genau gar nicht verhindert hat.
das musste am ende eine gekaufte steuercd machen, wo dann viele angst bekommen haben und sich selber angezeigt haben.
nebenbei kann ich irgendwo gar keine steuern zahlen , interessiert mich eine steuersenkung erst dann wenn auch es keine steuern bedeutet, alles andere ist ein mär. das kapital bleibt weg.

#95 - 08.11.2017, 17:08 von Crom

Mit dieser Armutsdefinition steigt mit jeder Lohnerhöhung auch die Armut. Da unsere Reallöhne aktuell auf einem Allzeithoch sind, bedeutet dies natürlich auch steigende Armut auf dem Papier. Tolle Definition!

#96 - 08.11.2017, 17:08 von jjcamera

Das war's dann.

Hinter dieser relativ aufwändigen Datenerhebung steckt folgende Erkenntnis: Etwa 80 Prozent der Europäer leiden nicht an Armut.
Menschen, denen eine gute Ausbildung ein ausreichendes Arbeitseinkommen garantiert, sind im Allgemeinen nicht arm.
Das war's dann.

#97 - 08.11.2017, 17:08 von hikage

Zitat von carinanavis
keinen Zugang zu Bildung, Medien hat
Dementsprechend wäre bei ihnen fast keiner auf der Welt in diesem Aspekt arm. Schliesslich ist es dank Internet möglich, praktisch alles irgendwie zu lernen und wer dazu nicht in der Lage ist, ist offensichtlich selbst schuld?

#98 - 08.11.2017, 17:09 von philosophus

Ich warte darauf...

Jetzt wo die Armut vermessen wurde, möchte ich einen Artikel lesen über die acht Milliardäre welche genauso viel Vermögen besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.Da werden wir sehen wo und vor allem WIE das Geld dahin gelangt und warum es Armut auf der Welt geben muss. Ich warte darauf...

#99 - 08.11.2017, 17:09 von portlana

Zitat von LutzP
Ein Auto ist absolut ein Luxusgut. Ich habe ÖPNV oder zur Not "Stadtautos". Das Problem bei Armut ist aber doch genau die Defintion, die entgegen der Überschrift auch im Artikel nicht beantwortet wird. Es wird nur angedeutet, dass in Deutschland eine Wohnung zwingend eine eigene Toilette beinhaltet, in Rumänien nicht. Der Deutsche fühlt sich arm (oder ist es sozial gesehen auch), wenn er kein Smartphone hat, der Rumäne womöglich nicht. Ein Nachkriegsdeutscher kann über eigene Toilette oder Smartphone (logischerweise) nur müde lächeln. Die Defintion ist immer subjektiv und daher wird man die Frage nach Armut nie objektibv beantworten können
ich finde es immer interessant wenn nicht arme , anderen erzählen wollen, warum er sich arm fühle (siehe smart-phone).
das sagt eher was über sie aus, wie sie denken. nicht wie der arme

    Seite 10/18