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Stimmung in der EU: Floppt die Wirtschaft, floppt Europa

Adam Berry/ Getty Images Wird Europa durch Strache, Brexit & Co. wieder beliebter? Eher fraglich: Wie beliebt die EU ist, scheint mehr von der Wirtschaftslage im jeweiligen Land abzuhängen. Das könnte eine Chance sein.
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#10 - 24.05.2019, 13:44 von wpdat

Gute Konjunktur hat nur bedingt mit der EU zu tun?

Also Bitte. Ein Binnenmarkt fast halb so gross wie der Chinesische. Fast nur ein Währung. Keine Zölle. Vier Freiheiten. Keine Ahnung warum Herr Fricke diese Grundvoraussetzungen komplett ignoriert. Oder doch. Einem erklärten Untergangspropheten passt das natürlich überhaupt nicht in dem Kram. Also schnell noch ein Haar in der Suppe gesucht und schön aufgebauscht. Dann kann man wieder verkünden: Bald ist sowieso alles vorbei...

#11 - 24.05.2019, 14:26 von localpatriot

Darf man das heute schreiben?

Zitat von Watschn
Die richtige Vorgehensweise wäre eine Stabilisierung mit einer (stufenweise) geordneten Verkleinerung dieser überdehnten Eurozone (mit strikter No-Bail-Out-Rule), Vereinbarung des Ausgleichs dieser Target-Ausstände, oder als ultima ratio eine Rückkehr zu den eig. Währungen mit dem früheren EWS-System (Zinsbandbreiten). Zumindest wären dann sozialverträgliche Abwertungen in den angepassten kleineren Währungsverbünden (vor allem im Süden), bzw. eine Abwertung der wiedergewonnen eig. Währungen wieder möglich.
Kritik am Euro wird doch im SPON allgemein zensiert, wenn ich mich recht erinnere.

Dass die wirtschaftlichen Einheiten in der Eurozone diverse Wirtschafts, Lohn, Steuer, Regierungskulturen mit ins Feld bringen ist doch allgemein akzeptiert oder mindestens bekannt.
Manche Wirtschaften sind auf Starkwährungen andere auf Schwachwährungen aufgebaut. Anpassungsmethoden fuer beide sind zwingend unterschiedlich.

Die Euro Architekten waren nicht gewillt die Notwendigkeit der Anpassungesmethoden zu erkennen und entsprechende Mechaniken einzubauen. Also, es fehlt die Methode der internen Auf und Abwertung der Regionen um die notwendigen Ausgleiche herbeizuführen.

Dass der Euro die Finanzkrise überlebte ist aus dieser Hinsicht ein Wunder. Wie der Euro und die Politik allgemein auf die nächste Flaute reagieren wird, muss sich erst noch zeigen und man muss hoffen dass die Leute in der EZB die notwendigen Konzepte einführungsreif bereit haben.

#12 - 24.05.2019, 14:28 von dieter-ploetze

wenn die wirtschaft brummt.....

wenns der wirtschaft gut geht, sind die menschen meist zufrieden. das ist in der EU nicht anders als im nationalen. in deutschland z.b. oder auch den USA, hat die partei die besten chancen gewahlt zu werden,
die bei einem wirtschaftsaufschwung an der macht ist. das ist schon immer so und sicher kein alarmbefund.

#13 - 24.05.2019, 14:37 von curiosus_

Echt jetzt?

Zitat von Thomas Fricke
Option zwei: Muss die EU halt dafür sorgen, dass die Wirtschaft überall gut läuft.
"Muss halt"? Scheint ja nicht zu schwer zu sein. Komisch, in z.B. Italien funktioniert das seit Jahren nicht. Scheint doch nicht so einfach zu sein. Man wird weltweit wohl nirgends jemanden finden, der nicht dafür ist, "dass die Wirtschaft überall gut läuft". Aber genauso wenig wird man weltweit auch nur einen finden der ein unstrittiges Rezept zur Gewährleistung dieses Zieles hat.

Das:

Zitat von Thomas Fricke
Wenn die EU wieder etwas beliebter geworden ist, liegt das umgekehrt womöglich daran, dass seither die Austeritätsexperimente in Ländern wie Spanien zum Glück weitgehend gestoppt wurden.
passt irgendwie nicht dazu:

Zitat von Thomas Fricke
Trotz zwischenzeitlicher konjunktureller Besserung sagten in.. Spanien 2018 nur noch.. rund ein Drittel der Menschen, sie würden der EU vertrauen
Was jetzt? "wieder etwas beliebter geworden ist" oder "sagten nur noch rund ein Drittel der Menschen, sie würden der EU vertrauen"? Es geht gleichzeitig auf- und abwärts?

Und in Portugal wurden die Austeritätsexperimente gestoppt, weshalb die auch mehr der EU vertrauen:

Zitat von Thomas Fricke
Wenn die EU wieder etwas beliebter geworden ist, liegt das umgekehrt womöglich daran, dass seither die Austeritätsexperimente in Ländern wie Spanien zum Glück weitgehend gestoppt wurden. Was besonders für Portugal gilt, wo ein deutlich höherer Anteil der Leute daher die Wirtschaftslage wieder für gut befindet als in Spanien. Kein Wunder womöglich, dass in Portugal auch mehr als die Hälfte der Leute noch der EU vertrauen.
?

Wo wurde da was gestoppt? Seit 2014 sinkt die Staatsschuldenquote in Portugal (von 130,59% auf 121,44% in 2018, also um 7%), wo wurde da das "Austeritätsexperiment gestoppt"? Spanien war da progressiver, da sank sie nur von 100,37% auf 97,02% (um 3,3%). Trotzdem "sagten nur noch rund ein Drittel der Menschen, sie würden der EU vertrauen".

Und in Italien "sank" sie von 131,79% auf 132,09%. Also + 0,23%. EU-Zustimmung?

In Deutschland sank sie von 75% auf 60%, also um - 20%. Unter "Austeritätsexperiment" - Gesichtspunkten eine absolute EU-Zustimmungskatastrophe. Aber, "Deutschland gehört zu den Ländern in denen die Mehrheit noch angibt, dass sie der EU vertraut"!?

Irgendwie kann ich da weder eine Korrelation zwischen "Austeritätsexperiment" und EU-Zustimmung noch sonderliche Stringenz in der Argumentation finden.

#14 - 24.05.2019, 14:49 von El Barredo

Die wirtschafliche Einordnung des Autors ist einfach hervorragend ;)

" Es könnte sein, dass stattdessen die Konjunktur in fast allen Ländern in dieser Zeit einfach besser lief. Was nur bedingt mit der EU zu tun hat, die EU-Beliebtheit aber zu beeinflussen scheint."
Im eigentlichen spricht Herr Fricke davon das Staaten die nicht zur EU gehören besser dastehen können. Ein Umkehrschluß könnte sein: Ohne EU würde es uns besser gehen! Die positiven Hauptargumente in unserem gemeinsamen Wirtschaftsraum brandmarkt er als "nur bedingt". Wenn gute Argumente in Kolumnen verschwiegen oder gar verleumdet werden, dann ist das des Autors gutes Recht, aber er sollte sich nicht wundern eines Tages von Lesern als polemisch und nicht ernstzunehmen deklariert zu werden.

#15 - 24.05.2019, 15:00 von dekorte

Falsche Überschrift

Was hat denn die Wirtschaft damit zu tun, ob es den Leuten gut geht oder nicht? Nur weil sich eine Handvoll Leute in DE auf Kosten der EU Mitgliedsländer und billige Lohnsklaven in DE Milliarden eingesteckt haben? Solange die Menschen keine Teilhabe am Wirtschaftswachstum haben, werden sie die EU zurecht ablehnen. Was ist daran nicht zu verstehen?

#16 - 24.05.2019, 15:00 von wahrsager26

Herr Fricke erklärt sehr schön!

Letztlich ist es das Geld,das als Kitt in der Eu wirkt.Da gibt es Fördertöpfe zum Zapfen ,aber auch die Konjunktur spielt eine Rolle und wird gegebenenfalls mir der EU in Verbindung gebracht.Letztlich wird es nicht möglich sein,da ma es immerwährend allen gleich gut geht ....und Deutschland dürfte nie schwächeln .Da käme wohl der Absturz der EU in der Beliebtheitsskala ganz schnell ! Danke

#17 - 24.05.2019, 15:14 von 123rumpel123

xxxx

Zitat von Sabi
Nicht die Wirtschaft hat die Briten zu immer mehr Abneigung gegen die EU geführt, sondern die ständigen Einmischungen und Bevormundungen durch EU aus Brüssel u. Strasbourg.
In dem Zusammenhang muss natürlich auch der EuGH genannt werden. Dem kann kein Mitgliedsstaat entkommen.

#18 - 24.05.2019, 15:15 von wahrsager26

An bollocks1. Nr

Nun ,ja,was verstehen Sie oder andere unter einem 'Vereinigten Europa'? Ein zweites Amerika? Das ist zum Scheitern verurteilt und Sie schreiben andererseits richtig,dass man es langsam angehen lassen sollte.Mich hat bisher nichts von der Ansicht abgebracht, das viel Staaten unter dem Euro leiden .Würden wir wirklich rechnen ,ehrlich rechnen,würde das 'Profitieren' ins schlingern geraten.....Danke

#19 - 24.05.2019, 15:16 von DKH

Frei nach dem Motto des Exportweltmeisters

Womit wieder ein Mal ein Superlativ bemüht wurde, es sind diese dauernden deutschen Überheblichkeiten (eines der reichsten Länder der Welt und vieles anderes, was Politiker und Journalisten dauernd wiederholen, obwohl es nicht stimmt), die Deutschland im EU Ausland unbeliebt, ja verhasst machen! Letztens bei Maischberger wurde einiges klargestellt: Hat Deutschland die höchsten Einkommen? Nein. Aus einer Auswahl von fünf Ländern was De gerade Mittelfeld. Die Auuswahl war aber so geschickt gewählt worden, dass man sich nicht allzu sehr blamierte. Wäre mit allen Länder verglichen worden, hätte es niemals ins Mittelfeld gereicht. Also auch wieder eine Beschönigung!

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