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Stimmung in der EU: Floppt die Wirtschaft, floppt Europa

Adam Berry/ Getty Images Wird Europa durch Strache, Brexit & Co. wieder beliebter? Eher fraglich: Wie beliebt die EU ist, scheint mehr von der Wirtschaftslage im jeweiligen Land abzuhängen. Das könnte eine Chance sein.
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#40 - 25.05.2019, 13:13 von pavel1100

Kleine Korrektur

Zitat von wpdat
Also Bitte. Ein Binnenmarkt fast halb so gross wie der Chinesische. Fast nur ein Währung. Keine Zölle. Vier Freiheiten. Keine Ahnung warum Herr Fricke diese Grundvoraussetzungen komplett ignoriert. Oder doch. Einem erklärten Untergangspropheten passt das natürlich überhaupt nicht in dem Kram. Also schnell noch ein Haar in der Suppe gesucht und schön aufgebauscht. Dann kann man wieder verkünden: Bald ist sowieso alles vorbei...
Ich will hier nicht als Erbsenzähler angesehen werden aber der Europäische Binnenmarkt ist mit einem BIP von 19.500 Mrd Dollar wesentlich größer, als der Chinesische mit 12.000 Mrd Dollar.

#41 - 25.05.2019, 15:14 von kado1

Anmerkung zu Ihrem Wort Exportweltmeister

Zitat von pace335
Der letzte Satz ist der Beste. "Frei nach dem Exportmeister-Motto: Die Krise meiner Freunde ist auch meine Krise." Und genau deswegen mag ich die EU nicht.
Rechnet man in der Euro-EU die offenen Target-2 Forderungen von fast 1 Bill der Bundesbank (nicht etwa der EZB ) gegenüber anderen EU-Landesbanken mit wurden nicht wir wieder Exportweltmeister, sondern China bleibt es.
Die Bundesbank gehört quasi uns allen, von ihr bekamen über das Tarn- und Verdummungssystem Target-2 die Konzerne sofort das Geld, mit Schuldenschnitten verschenken unsere Eliten viel davon, nicht nur an GR. Kürzlich wollte sogar der noch Nettoeinzahler Italien 250 Mrd erlassen bekommen (fällt langsam der Groschen?)

Somit haben nur die haben den ganz grossen Nutzen, die schon nicht wissen, wohin mit ihren Mill / Mrd, die sind aber nicht solidarisch, die anderen zahlen, auch die, für die ein paar Krümel für ihren Arbeitsplatz abfallen.
Es erfolgt eine noch nie dagewesene Umverteilung von Arm zu Reich.

Noch etwas für Träumer, der Ostblock ging mit wesentlich weniger Schulden Pleite, als heute die EU-Länder haben (ca. 10 Bill)

Macht man so weiter, muss und wird zu einer -zig-fach grösseren Weltwirtschaftskrise, wie vor ca. 100 Jahren führen (auch die USA haben über 20 Bill Schulden), dann sind die Verschwender ihre vielen Bill Schulden los und die Masse ihr mühsam Erspartes ( doch nicht etwa gewollt?)

#42 - 25.05.2019, 15:25 von Sumerer

Zitat von pavel1100
Ich will hier nicht als Erbsenzähler angesehen werden aber der Europäische Binnenmarkt ist mit einem BIP von 19.500 Mrd Dollar wesentlich größer, als der Chinesische mit 12.000 Mrd Dollar.
Ich denke, dass ist noch nicht der ausschlaggebende Punkt. Erst in Verbindung mit einer weit besseren Budgetverteilung kommen wir zu gravierenden Vorteilen gegenüber der amerikanischen Wirtschaft.

Wir sind dadurch insgesamt besser aufgestellt.

#43 - 25.05.2019, 15:45 von kado1

Wirklich?

Zitat von Sumerer
Ich denke, dass ist noch nicht der ausschlaggebende Punkt. Erst in Verbindung mit einer weit besseren Budgetverteilung kommen wir zu gravierenden Vorteilen gegenüber der amerikanischen Wirtschaft. Wir sind dadurch insgesamt besser aufgestellt.
Alle brauchen in der EU Reformen, unter denen man eine Art Agenda 2010 in Wahrheit versteht, mit der SPD und Grüne die Steuern der Reichen um 10 Prozent senkten, die Kleinen stark belasteten
(nur so wurde D wieder fit), dumm nur, alle anderen lassen sich das nicht gefallen.
Schon bei den 1. Reförmchen bekommt Macron massiven Widerstand und ist bei der nächsten Wahl weg.
Deshalb seine angeblich so tollen Ideen, um an noch mehr Geld von D zu kommen, u.a. mit einem EU-Finanzminister mit eigenem Budget, einer EU-Arbeitslosenvers., der gemeinsamen Haftung für Kredite,.. Macron will sogar eine Transfer-EU (der Länderfinanzausgleich klappt mit Murren und Knurren gerade noch in D, nie in der ganzen EU), alles super für F und die immer mehr Nehmer- und Pleiteländer, aber nicht für uns.
Wissen einige etwa nicht, F und auch Italien sind die neuen EU-Sorgenländer.
Viel wichtiger, als immer mehr zu produzieren, sind Käufer mit Geld, Gegenwerten,.. zu finden, was wir brauchen, andere wichtige Gegenargumente stehen bereits in meinem Beitrag von 15,16 Uhr

#44 - 26.05.2019, 13:19 von brasshead

Zitat von curiosus_
"Muss halt"? Scheint ja nicht zu schwer zu sein. Komisch, in z.B. Italien funktioniert das seit Jahren nicht. Scheint doch nicht so einfach zu sein. Man wird weltweit wohl nirgends jemanden finden, der nicht dafür ist, "dass die Wirtschaft überall gut läuft". Aber genauso wenig wird man weltweit auch nur einen finden der ein unstrittiges Rezept zur Gewährleistung dieses Zieles hat.
Schuldenabbau allein ist es jedenfalls nicht. Dadurch wird der Wirtschaft nämlich zuverlässig und eindeutig Geld entzogen. Mit weniger Geld läuft die Wirtschaft nicht besser. Ja, so einfach ist das.

Zitat von curiosus_
Was jetzt? "wieder etwas beliebter geworden ist" oder "sagten nur noch rund ein Drittel der Menschen, sie würden der EU vertrauen"? Es geht gleichzeitig auf- und abwärts?
Nein, es geht von niedrigem Niveau aufwärts. Zudem sind Beliebtheit und Vertrauen nicht dasselbe. In letzter Zeit hat die Beliebtheit der EU wieder etwas zugenommen, insgesamt vertrauen ihr aber nur noch ein Drittel der Menschen. Gestern hat es wieder etwas mehr geregnet, insgesamt ist aber schlechteres Wetter als in 2018. Für Sie ein logischer Widerspruch?

Zitat von curiosus_
Und in Portugal wurden die Austeritätsexperimente gestoppt, weshalb die auch mehr der EU vertrauen: Wo wurde da was gestoppt? Seit 2014 sinkt die Staatsschuldenquote in Portugal (von 130,59% auf 121,44% in 2018, also um 7%), wo wurde da das "Austeritätsexperiment gestoppt"?
Austerität ist nicht Schuldenabbau, das sagt nicht mal Wikipedia. Im Gegenteil, das Sinken der Schuldenquote Portugals ist gerade das Ergebnis der Beendigung der Austeritätspolitik. Mittlerweile wird niemand ernsthaft mehr bestreiten, dass Griechenland nach 2009 das umfassendste Einsparprogramm der EU-Geschichte durchgezogen hat, gleichzeitig stieg seine Schuldenquote von 130 auf 180%. Wie kann das sein, wo Austerität für Sie doch an der Staatsschuldenquote abzulesen ist?

Zitat von curiosus_
Irgendwie kann ich da weder eine Korrelation zwischen "Austeritätsexperiment" und EU-Zustimmung noch sonderliche Stringenz in der Argumentation finden.
Das sagt eben mehr über Ihre eigene Analysestringenz aus, als über die Qualität der Argumentation.

#45 - 27.05.2019, 12:49 von facade

Zitat von brasshead
Schuldenabbau allein ist es jedenfalls nicht. Dadurch wird der Wirtschaft nämlich zuverlässig und eindeutig Geld entzogen. Mit weniger Geld läuft die Wirtschaft nicht besser. Ja, so einfach ist das. Nein, es geht von niedrigem Niveau aufwärts. Zudem sind Beliebtheit und Vertrauen nicht dasselbe. In letzter Zeit hat die Beliebtheit der EU wieder etwas zugenommen, insgesamt vertrauen ihr aber nur noch ein Drittel der Menschen. Gestern hat es wieder etwas mehr geregnet, insgesamt ist aber schlechteres Wetter als in 2018. Für Sie ein logischer Widerspruch? Austerität ist nicht Schuldenabbau, das sagt nicht mal Wikipedia. Im Gegenteil, das Sinken der Schuldenquote Portugals ist gerade das Ergebnis der Beendigung der Austeritätspolitik. Mittlerweile wird niemand ernsthaft mehr bestreiten, dass Griechenland nach 2009 das umfassendste Einsparprogramm der EU-Geschichte durchgezogen hat, gleichzeitig stieg seine Schuldenquote von 130 auf 180%. Wie kann das sein, wo Austerität für Sie doch an der Staatsschuldenquote abzulesen ist? Das sagt eben mehr über Ihre eigene Analysestringenz aus, als über die Qualität der Argumentation.
Können Sie bitte darlegen, wie Sie zu der Aussage kommen, dass Schuldenabbau der Wirtschaft eindeutig Geld entzieht? Ich hatte Ihnen doch bereits gezeigt, dass diese Aussage falsch ist. Sie wollten oder konnten auf den Beitrag nicht mehr eingehen. Konkret: Wenn ich eine deutsche Staatsanleihe halte, der Staat mir diese bei Auslauf zurückzahlt (und nicht refinanzirt, also Schuldenabbau). Wo und wie wird damit der Wirtschaft eindeutig Geld entzogen?

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