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Streaming-Dienst und Zeitungs-Flatrate: Apple erfindet sich neu

AFP Sinkende Smartphone-Verkäufe haben viele Apple-Anleger nervös gemacht. Wegen des rückläufigen Geschäfts geht der Konzern neue Wege - und stößt damit den größten Umbau seiner Geschichte an.
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#10 - 25.03.2019, 11:11 von Testtubebaby

Die Party ist vorbei

Es hat sich schon länger abgezeichnet, daß Apple mit Steve Jobs der Ideenlieferant verlorengegangen ist. Die Kuh wurde nur nochmal gemolken, solange es ging. Der Blendereffekt von " Ich habe das neueste I-Phone", für den die Kundschaft bereit war, viel zu viel zu bezahlen, lässt sich nicht auf digitale Dienste übertragen. Apple kann da natürlich aufgrund der vorhandenen finanziellen Ressourcen mitspielen, das Alleinstellungsmerkmal, das überhöhte Preise rechtfertigte, ist aber nicht übertragbar. Da wird sich Apple auch dem preislichen Konkurrenzkampf stellen müssen. Die fetten Jahre scheinen vorbei zu sein.

#11 - 25.03.2019, 11:17 von PolitBarometer

Für mich klingen die Worte aus Cupertino eher wie ein Hilfeschrei. Denn ein Bäcker wird auch nicht plötzlich auf das Handwerk eines Industriemechanikers umsatteln können. Dienstleister zu spielen ist nicht Apple's Geschäft, das können sie drehen und wenden wie sie wollen. Apple wirkt derzeit einfach nur visionsbefreit.
Sich jetzt für die nächsten 10 Jahre auf Streaming konzentrieren zu wollen und Apps in Hardware zu integrieren ist reichlich absurd. Das tun andere Anbieter schon seit vielen Jahren mehr als genug und auch sehr erfolgreich.
Warum beschäftigt sich Apple nicht mit Themen wie Augmented- oder Virtual Reality? Ein hochinteressantes Geschäftsfeld, in dem es noch eine Menge zu tun gibt.

#12 - 25.03.2019, 11:18 von rainerwäscher

"Die Apple-Inhalte könnten Berichten zufolge für Besitzer von Apple-Geräten kostenlos sein."

Klingt doch gut.

#13 - 25.03.2019, 11:18 von dr.frustus

@5

Nein, natürlich nicht. Ich beziehe Netflix & Amazon. Das reicht um einen 48-Stunden-Tag mit Serien zu füllen und es gibt noch Rest. Es ist die Redundanz des Angebots die zum Problem werden wird. Ist wie beim Fußball. Noch ein Wettbewerb und noch einer bis es einem zum Hals raushängt.

#14 - 25.03.2019, 11:24 von hup

Apple ist kein Innovator mehr

Das einzige was sie noch können ist mit gewaltiger Kapital- und Marktmacht neue Monopole aufbauen und diese dann zu lasten der Mitbwerber und der Verbraucher auscashen. Wie eine Zecke die 50% von allen anderen dafür einfordert, dass sie den Zugang zur Blutbahn monopolisiert hat. Leistung = 0, Marktmacht = max.

Das funktioniert aber nur in den USA sicher, wo sie sowohl im PC- als auch im Tablet- und Fon-Markt praktisch marktbeherrschend sind (vor allem in Revenue, wenn nicht in Stückzahlen). Ausserhalb der USA rangieren iPhones etc. aber unter "ferner liefen" mit einem Marktanteil von 20% oder weniger.
Innerhalb ihres Hardwareuniversums können sie diktieren, aber wenn sie ihre Dienste ausserhalb ihrer Geräte anbieten (Smart-TV, Androis Universum, ggf. sogar Windows-Welt), dann müssen Sie den Kunden etwas bieten (so lange es noch qualitativ vergleichbare Konkurrenz gibt). Premium mit schlechten und teueren Services fliegt hier nicht.

Wenn Apple Netflix wegputzt und sagen wir mal Spotify, etc. dann können sich alle Kunden auf der Welt auf weniger Auswahl, mehr Zwang und höhere Kosten einstellen.

Apple sollte nicht umgebaut werden, Apple sollte zerschlagen werden in klar getrennte Geschäftsbereiche. Und das gilt auch für Google, Amazon und Co. Die wenigen Mega-Riesen vereinigen viel zu viel Marktmacht auf sich - fehlende Konkurrenz drückt sich immer in fehlenden Innovationen aus, und Apple ist nach seiner mythischen "Disruptor-Phase" seit Jahren längst ein träger Dinosauerier geworden der den Fans auch das letzte bisschen Mist (neue animierte icons!) als Bahnbrechend verkaufen muss. Kein Wunder, dass nach X Generationen die Verkaufszahlen einbrechen.
Tim Cook ist ein Krämer, kein Visionär. Seine Visionen bestehen nur aus Geld scheffeln, Kunden abzocken und Innovationen verhindern. Apple ist in Rekordgeeschwindigkeit genau das geworden was es nie sein wollte: Ein Super-Bully der innovationen nicht mehr hinbekommt und deshalb nut noch seine Größe einsetzen kann - bis die tönernen Füße abbrechen und er fällt. Apple ist unbesiegbar? Dazu sollte man vermutlich mal andere "unbesiegbare" Firmen befragen wie Bell, ITT, IBM, Nokia und Co. - auch die haben ihren Markt beherrscht und hatten "Geld ohne Ende", und dann kam das Ende immer ziemlich schnell - Steve Jobs rotiert in seinem Grab.

#15 - 25.03.2019, 11:25 von oli1893

Streaming

Schaut man sich die öffentlich zugänglichen Zahlen der Motion Picture Association of America an, sieht man, dass 2018 weltweit sowohl die Zugänge zu Cable-, Satellite- und IPTV gewachsen sind, als auch parallel die Abo-Zugänge zu Streaming-Diensten wie Netflix. Der Kunde will also sehr wohl Vielfalt statt nur einem Dienst. Fraglich ist nur, wie weit man diese Schraube weiter drehen kann.
Wenn aber Apple nun zumindest Teile seiner neuen Dienste den Nutzern, die Apple-Geräte bereits nutzen, umsonst anbieten will, dann wird hier doch versucht, das Hardware-Geschäft zu stärken. Frei nach dem Motto: "Kauf ein neues iPhone und du bekommst Dutzende Stunden Serien und Filme frei dazu". So kann man m.E. keine Millionen-Umsätze mit Diensten erzielen.

#16 - 25.03.2019, 11:26 von Gerdd

Microsoft hat ...

... Windows und Office weitgehend sbgeschrieben und setzt auf Azure. Apple scheint der Idee zu folgen: Man verkaufe den Leuten etwas, das sie jeden Monat neu brauchen. Ob die Unterhaltungsdienste das optimale Vehikel sind - man wird sehen ...

#17 - 25.03.2019, 11:27 von tadano

Innovation und Design

Innovation und Design haben Apple groß gemacht. Der Wechsel des Betätigungsfeldes wird beides nicht zurückbringen.

#18 - 25.03.2019, 11:28 von scsimodo

Apple hat mal

richtig gute Hardware gebaut, die im Zusammenspiel mit der hauseigenen Software perfekt funktioniert hat. Alles ging, wenn mal was daneben lief war alles innerhalb 30 Minuten wiederhergestellt. Klar waren die vergleichsweise teuer, zumindest für diejenigen, deren Lebenszeit zur Behebung andauerender Windows-Updates, Fehler, Totalabstürze etc. nichts wert ist. Vergleichbare Produkte aus der Windows-Welt waren aber auch nicht signifikant günstiger.

Vor Jahren haben die ja das "Computer" aus dem Firmennamen gestrichen, so sieht auch die Produktpalette inzwischen aus. Nichts gescheites mehr und noch höhere Preise, da reicht's dann auch mir langsam. Nach 13 Jahren Apple wird mein nächster Rechner wieder was selbst gebasteltes mit Windows/Linux/FreeBSD oder was mir sonst noch zum Zeitvertreib einfällt. Bereue ich meine Apple-Zeit? Nein, war schon ganz nett und stressfrei. Aber nu isses dann aber auch wieder genug...

#19 - 25.03.2019, 11:35 von swnf

Ar - vr

Zitat von PolitBarometer
Warum beschäftigt sich Apple nicht mit Themen wie Augmented- oder Virtual Reality? Ein hochinteressantes Geschäftsfeld, in dem es noch eine Menge zu tun gibt.
Tun sie doch - Sie wissen das scheinbar nur nicht!

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