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Streit über Auto-Export: US-Handelsministerium übergibt Zoll-Empfehlungen an Trump

FOCKE STRANGMANN/EPA-EFE/REX/Shutterstock Der nächste Zug im Handels-Poker: Das US-Handelsministerium hat Donald Trump berichtet, ob die USA Zölle auf EU-Autos erheben sollen - ohne Details bekanntzugeben. Der Präsident hat jetzt 90 Tage für eine Entscheidung.
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#50 - 18.02.2019, 18:16 von Taunusbär

Wenn Manager kooperieren könnten,

bräuchte es nur ein einziges Schreiben an den so-called-president, dass alle deutschen Autobauer im Falle von Strafzöllen (wofür wären die eigentlich die Strafe?) sofort sämtliche Werke in USA stilllegen werden, die Anlagen abbauen und die weitere Produktion in anderen Ländern fortführen werden.
Außerdem könnte man erwähnen, dass etliche amerikanische Fernsehsender anschließend äußerst dankbar für die tollen Armuts-Stories wären, die sich von den tausenden spontan Arbeitslosen aus Autofabriken und Zulieferfirmen, Kantinenbetreibern und Werkskindergärten senden lassen, die alle von "dem, der unter dem Hamster lebt" in die Armut getrieben wurden, weil er ja zum Schutze des amerikanischen Volkes dringend Zölle erheben musste.
Nur ein Brief, und der gesamte Spuk wäre sofort vorbei. Aber dafür müssen sowohl europäische Regierungen als auch europäische Firmen erst noch verstehen, dass man auf einem Weltmarkt gegenüber großen Gegenspielern auch mal gemeinsam und geschlossen auftreten muss.

#51 - 18.02.2019, 21:32 von Havel Pavel

USA sind halt nun mal in vielen Dingen führend, nicht ohne Grund!

Zitat von quark2@mailinator.com
Das Faszinierende daran ist natürlich, daß die USA über Jahrzehnte weltweit gefordert hatten protektionistische Handelsschranken abzubauen. Solange man selbst mehr dabei gewinnt, als verliert, ist es natürlich toll, wenn man Zugang zu allen Märkten der Welt bekommt. Scheinbar braucht die US-Wirtschaft nun auf bestimmten Gebieten selbst Schutz. Genauso braucht aber die Wirtschaft der EU Schutz auf dem Gebiet der Betriebssysteme. Und die Stärke der USA auf allen Gebieten rund um Software und Internet ist natürlich eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der Länder Europas. Deswegen haben ja China und Russland ihre eigenen sozialen Netze, Online-Märkte und Suchmaschinen. Wie ich schon letztens schrieb, ist es historisch ein einmaliger Schwächeanfall, das Marktrecht auf europäischem Boden an zwei ausländische Firmen zu vergeben. Märkte sind Lizenzen zum Geld drucken. Deswegen haben sich die Fürsten immer genau überlegt, wer wann wo einen Markt abhalten und dann die Händler besteuern durfte. Nun geben wir dieses Geld an Amazon und eBay. Das ist absolut unglaublich und gehört mMn. verboten. Was Google, Microsoft, Apple und Facebook angeht, oder auch Cisco und Intel - viel zuviel Einblick in die Daten europäischer Bürger. Über Huawei wird geredet und geschrieben, aber warum nicht schon seit Jahren dieser unerträgliche Zustand angeprangert, daß wir hier kein eigenes Betriebssystem haben ? Sorry, aber wenn die USA unsere "Schlüsselindustrie" aussperren wollen, dann MUSS die EU auf dem Gebiet der IT den USA den Stecker aus der europäischen Dose ziehen, egal was das kurzfristig kostet.
Die Amis behebergen halt nun mal mehr intelligente Menschen mit Mut und Inovation, die dann natürlich Unternehmen wie Google, Apple, Microsoft, Facebuch und wie sie alle heissen mögen auf die Beine stellten und weltweit vermarktet haben. Das muss man so hinnehmen und neidlos anerkennen. Niemand wurde schliesslich zum Kauf und der Nutzung gezwungen, dennoch haben die meisten die Neuerungen freudestrahlend voller Euphorie gerne angenommen und genutzt! Natürlich fördert der amerikanische Staat auch den Fortschritt weitaus stärker als die meisten anderen Länder und es ist gewiss kein Zufall, dass in den USA die besten Universitäten der Welt beheimatet sind, während deutsche Universitäten weit abgefallen sind und erst im Mittelfeld erscheinen. Deutsche innovative Schöpfer, die zu ihrer Zeit Weltneuheiten erfunden, entwickelt und die weltweit vermarktet wurden, hiessen Benz, Maybach, Siemens, Daimler, Bosch, Koch, usw. und sind schon lange nicht mehr auf dieser Welt. Sie finden die Europäer sollten nun ihre eigene IT aufbauen und vermarkten? Das ist etwa so als wollte jemand das Rad neu erfinden. Der Zug ist abgefahren, da weltweit hierzu die US Systeme angewendet werden und allenfalls in gewissen Bereichen eigene Systeme eingsetzt werden.

#52 - 18.02.2019, 21:59 von Tybalt

Die Strafzölle werden kommen...

wenn Trump in seiner Amtszeit etwas bewiesen hat, dann das man langfristiges Denken bei dem Mann vergeblich suchen wird. Nächstes Jahr sind Wahlen in den USA und der Wahlkampf hat schon begonnen. Ergo wird er wieder die "Amerika first" Karte spielen und alles tun was oberflächlich der amerikanischen Wirtschaft gut tut. Domino-Effekte oder Backflashes sind dem Mann ein Fremdwort....eher das Wort "YOLO". Er wird einen Scherbenhaufen sondergleichen mit seiner Präsidentschaft hinterlassen den nicht nur seine Bevölkerung sondern so ziemliches jedes Land aufkehren darf.

#53 - 18.02.2019, 22:11 von Farhad

Die EU-Kommission müsste sich einschalten.

Weiterhin müssen die Auto-Bosse handeln. Durch die Verstärkung des Marketings, Erschließung neuer Absatzmärkte und Anpassung der Verkaufsstrategie in den USA kann man durchaus einen möglichen Gewinnbruch etwas entschärfen. Der Marktanteil deutscher Autos in den USA darf sich in jedem Fall nicht signifikant ändern. Darüber hinaus ist die Rolle der Politik erheblich. Insbesondere ist vor der Einführung der neuen US-Zollsätze von Brüssel ein starkes und konkretes Signal an Trump zu schicken, dass die EU-Kommission die Zollsätze für die US-Produkte in gleicher Weise für den "europäische" Bienenmarkt und nicht nur den Markt in Deutschland erhöhen wird, falls sich die USA den Schritt tatsächlich wagen. Damit informiert man die Gegenpartei rechtzeitig über Konsequenzen seiner Handlung. Die EU-Maßnahmen sind konkret vorzubereiten, damit die Gegenpartei keinen Zweifel in der Ernsthaftigkeit von Europa hat und die EU-Zollerhöhung im Falle der Fälle ohne Verzögerung aktiviert werden. PS: Die Auslieferung der Terroristen mit D-Pass nach Deutschland wäre fatal und öffnet wieder die alte Wunde von 2015 in der Gesellschaft. Dies ist dem verstörten Kasper im Weißen Haus natürlich nicht unbekannt. Außerdem werden die Terroristen nicht dauerhaft in Einzelhaft isoliert werden können, sodass es eine konkrete Gefahr besteht, dass andere und vor allem anfällige Leute in den Gefängnissen durch zurückgeschickte Terroristen infiziert werden. Eine Resozialisierung bei den Terroristen, welche den grausamen Krieg in Syrien mit gestaltet und erlebt haben, dürft außer vielleicht ein paar Ausnahmen nicht mehr möglich sein. Da die Terroristen auf dem territorialen syrischen Gebiet in Haft sitzen, wäre evtl. denkbar, dass man es versucht, über Russland oder Iran einen Verbleib/eine Verurteilung der Terroristen in syrischen Gefängnissen/Gerichten mit Syrien zu vermitteln. Eine Rückkehr nach Deutschland wäre keine Option.

#54 - 19.02.2019, 23:43 von fatal.justice

Eben.

Zitat von Havel Pavel
Die Amis behebergen halt nun mal mehr intelligente Menschen mit Mut und Inovation, die dann natürlich Unternehmen wie Google, Apple, Microsoft, Facebuch und wie sie alle heissen mögen auf die Beine stellten und weltweit vermarktet haben. Das muss man so hinnehmen und neidlos anerkennen. Niemand wurde schliesslich zum Kauf und der Nutzung gezwungen, dennoch haben die meisten die Neuerungen freudestrahlend voller Euphorie gerne angenommen und genutzt! Natürlich fördert der amerikanische Staat auch den Fortschritt weitaus stärker als die meisten anderen Länder und es ist gewiss kein Zufall, dass in den USA die besten Universitäten der Welt beheimatet sind, während deutsche Universitäten weit abgefallen sind und erst im Mittelfeld erscheinen. Deutsche innovative Schöpfer, die zu ihrer Zeit Weltneuheiten erfunden, entwickelt und die weltweit vermarktet wurden, hiessen Benz, Maybach, Siemens, Daimler, Bosch, Koch, usw. und sind schon lange nicht mehr auf dieser Welt. Sie finden die Europäer sollten nun ihre eigene IT aufbauen und vermarkten? Das ist etwa so als wollte jemand das Rad neu erfinden. Der Zug ist abgefahren, da weltweit hierzu die US Systeme angewendet werden und allenfalls in gewissen Bereichen eigene Systeme eingsetzt werden.
Deshalb bricht das übermächtige, geniale Land aller Freien und Unabhängigen Handelskriege vom Zaun. Weil es so dermaßen kompetitiv ist. Leben Sie weiter in Ihren Cyberspaces - für real lebende Menschen ist das unerheblich. Normale Menschen gründen Familien, und erfreuen sich daran, nicht alle fünf Minuten überfordert zu werden. Diese seltendämliche Aufrechung der Wirtschaftsmächtigkeiten interessiert niemanden. Als wenn man dann jetzt die Oberhand gewinnt. Werden Sie mal erwachsen.

#55 - 19.02.2019, 01:43 von Schartin Mulz

Dass derzeit

auf Autos aus der EU aktuell in den USA 2,5 % Zoll erhoben wird, die EU aber auf Autos aus den USA 10 % Zoll erhebt, sollte man der Ehrlichkeit halber aber auch erwähnen.
Manche Kommentatoren scheine Einfuhrzölle für eine Trump-Erfindung zu halten.

#56 - 19.02.2019, 02:08 von gerhard38

Trump ist eben Trump

und die Republikaner lassen diesen Idioten jedem anderen Staat in der Welt " an das Bein Pinkeln". Früher oder später wird sich das bitter rächen; aber dann liebe Amis wird Euch die Welt an das Bein pinkeln.

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