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Streit um Nord Stream 2: Was hinter Macrons Kurswechsel steckt

DPA Bislang hat sich die Bundesregierung auf Paris verlassen, um das heikle Projekt Nord Stream 2 vor seinen Gegnern in Brüssel zu schützen. Jetzt rücken die Franzosen von der Pipeline ab - und damit auch von Merkel?
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#1 - 07.02.2019, 20:30 von BoMo_UAE

Allein gelassen

Merkel hat Macron wahrscheinlich einmal zu oft die kalte Schulter gezeigt und ihn bei aktuellen Problemen innen- und aussenpolitisch allein gelassen. Dann sucht sich der Zurueckgewiesene halt andere Freunde. Auch um die drohende Vorherrschaft Deutschlands in der EU zu stoppen und zu zeigen, Frankreich ist auch noch da.

#2 - 07.02.2019, 20:30 von salomon17

Grundsätzlich halte ich die Trennung von Netz und Gaslieferung für eine richtige Entscheidung. Das hat sich auch in anderen Bereichen bewährt. Wenn die Russen ihr Gas verkaufen wollen, werden sie sich darauf einlassen.

#3 - 07.02.2019, 20:34 von anja-boettcher1

Unverständnis

Ich finde, es ist mehr als nur offensichtlich, dass unter Trump die USA die wirtschaftliche Integrität der EU angreifen. Es ist Grenell, der verkündet hat, rechte Parteien in EU-Staaten zu stärken und die EU nach Zielen der US-amerikanischen Altrigh umzuwandeln. Es sind die USA unter Trump, die Verträge aufkündigen, die Europa sicherheitspolitisch schwächen. Erpressungen europäischer Konzerne, mit Milliardenstrafen belegt zu werden, wollte sie sich an unilaterale Sanktionen der USA nicht halten, als wären US-Entscheidungen rechtlich verbindlich für die ganze Welt, haben unter Trump rapide zugenommen. All das gefährdet die europäische Union. Da ist es nicht verständlich, dass Frankreich im Sinne der USA einen Raum zu schwächen hilft, von dem es doch selbst wirtschaftlich lebt.

Ich frage mich ernsthaft, on der Banker Macron nicht doch eher seinem alten Arbeitgeber, einer US-Bank dient, als den Menschen auf dem eigenen Kontinent - und wundere mich auch nicht, dass er in Frankreich so unbeliebt ist. Bei allen Fehlern auch der Bundesregierung - sich zum Schaden der größten europäischen Volkswirtschaft hinter die uns an allen Ecken attackierende USA zu stellen, ist in meinen Augen in keiner Weise verständlich. Das hätte ich nun aus Frankreich nicht erwartet.

#4 - 07.02.2019, 20:35 von bigroyaleddi

Man muss genau schauen, woher der Wind weht

welcher da auf einmal aus Frankreich kommt. Sollten das tatsächlich die amerikanischen Interventionen sein, wäre das in meinen Augen eine kapitalistische Ungeheuerlichkeit. Sollte das eine Revanche von Macron sein, könnte ich dafür noch Verständnis aufbringen.

Aber unter dem Strich sollte die Pipline gebaut werden, zu Recht wird angemerkt, dass es mitlerweile auch Flüssiggasterminals für die Trumpisten gibt. Der braucht sich also da überhaupt nicht zu alterieren.

#5 - 07.02.2019, 20:37 von naja_

Bau der Pipeline sofort stopen !

Deutschlands Egoismus ist nicht zu fassen. Da wollen sich einige wenige die Taschen füllen und finanzieren damit noch die Raketen Russlands die auf Europa gerichtet sind. Sorry, da hat man keine Worte.

#6 - 07.02.2019, 20:40 von Hamberliner

Er will doch nur Wettbewerb.

Wenn Macron den Wettbewerb rettet wüsste ich nicht, was ich dagegen einwenden soll. Und die Möglichkeit uns mit LNG-Tankern zu beliefern, haben ja nicht nur die USA, wenn wir uns entscheiden, die Versorgungssicherheit durch Alternativen zu dieser Pipeline zu verbessern, indem wir FSRUs in Betrieb nehmen (also Schnittstellen zwischen Gastankern und Gasnetz). Das ist doch kein Nachgeben gegenüber Trump. Ein Beharren auf dem Gazprom-Monopol wäre allerdings ein Nachgeben gegenüber einer schmierigen Person, deren zynische Politik Deutschland vor Jahren sehr geschadet hat.

#7 - 07.02.2019, 20:40 von rusticu

Ukraine

Die Frage, die sich mir stellt, ist folgende: Wieso sollten wir jedes Jahr 2-3 Milliarden Euro an die Ukraine überweisen? Und das trifft jeden von uns, der Gas verbraucht, dieses Geld wird nämlich von den Importeuren natürlich auf die Gaspreise daufgeschlagen, das bezahlen die Lieferanten ja nicht aus ihrem Gewinn. Kann ja verstehen, dass die das in der Ukraine gerne weiterhin einstreichen würden, aber mir erschließt sich nicht, wieso wir dem nachkommen sollten ...

#8 - 07.02.2019, 20:41 von nofreemen

der Dealmaker

Trump hat das "Ding" gestopped denn er verliert nicht gerne. Dein nächstes großes "Ding" ist die Mauer. Auch da wird er sich durchsetzen und viel Zuspruch bekommen. Pelosi kann klatschen so viel sie will. Interessant ist doch, egal wo auf der Welt etwas grosses abgeht; Trump gibt den Tarif durch. Notfalls über den Alliierten Macron. Slle anderen haben stramm zu stehen und werden nicht einmal namentlich erwähnt. Welche Schmach.

#9 - 07.02.2019, 20:44 von texhex

Nordstream ist einer der wenigen Aspekte...

...bei denen sich die Bundesregierung wider besseres Wissen und aus reinem wirtschaftlichen Opportunismus dem Putinregime andiente, während der Rest Europas hier leider klarer sah und sieht. Das kann man auch wunderbar an den Reaktionen der üblichen Trolle und deren realen nützlichen Idioten sehen, die unter jedem Artikel zu diesem Thema plötzlich zu feurigen Patrioten der BRD mutieren.

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