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Studie: Deutschen entgehen durch Niedrigzinsen 344 Milliarden Euro

DPA Wer sparen will, bekommt derzeit höchstens Mini-Zinsen. Die deutschen Sparer müssen einer Studie der DZ Bank zufolge deshalb auf Milliardeneinnahmen verzichten.
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#1 - 22.05.2017, 11:20 von Ein_denkender_Querulant

Die Medaille hat zwei Seiten

Laut einer Studie der deutschen Bank sparen deutsche Kreditnehmer im Gegensatz zur letzten Hochzinsphase annahernd 875 Milliarden Euro im Jahr. Belohnt wird, wer investiert, bestraft wird, wer anderen nur Geld leiht. Eine faire Sache.

#2 - 22.05.2017, 11:22 von joke61

dem Staat gefällt es!

Schäuble lacht sich in den Schlaf und macht Milliarden Überschüsse im Haushalt durch die Niedrigzinsen, die er aber, Wahlkampf technisch mit unserer guten Konjunktur begründet! Die Sparer, die was für das Alter erwirtschaften wollten (z. B. Riester) sind in den Ar..... gekniffen!

#3 - 22.05.2017, 11:23 von loxley

Immer dieses Anspruchsdenken

So ein Unsinn. Warum sollte man denn bitteschön für Sparguthaben Zinsen bekommen? Dass das Geld bei den sichereren Anlagen nicht wirklich mehr wird, ist schon seit Jahrzehnten so. Werte sicher aufzubewahren kostet eben. Kommt mal wieder auf den Boden.

#4 - 22.05.2017, 11:27 von schnurre64

Der Verzicht erfolgt doch freiwillig

Wieso "müssen" die Sparer verzichten?
In einer Marktwirtschaft sind - mit Ausnahme der Kündigungsfristen - die Sparer doch nicht juristisch (gesetzlich / vertraglich) gebunden, ihre Guthaben weiterhin in dieser Form anzulegen.

#5 - 22.05.2017, 11:29 von micromiller

Leider ist das die von Frau Merkel

und ihrem Finanzminister verfolgte Politik. Die Absicht ist durch Inflation die Staatsschulden zu entwerten und diese mehr oder weniger zinsfrei zu auflegen zu können. Der Normalbuerger ohne Aktiendepot, der lediglich fuer sein Alter spart gehoert zu den Leidtragenden, die Lebensversicherungen und die Altersversicherungen bilden den traurigen Rest. Frau Merkel weiss was sie tut und ihr Minister auch, hoffentlich werden die Beiden einmal zur Verantwortung gezogen.

#6 - 22.05.2017, 11:30 von supergrobi123

Bitte vollständig analysieren!

Ständig lese ich, dass die Gesellschaft verarmt und immer mehr Kinder und Rentner jenseits der Armutsgrenze vor sich hinvegitieren, aber dann entgehen uns plötzlich wieder Milliarden auf unseren megafetten Sparbüchern?
Ich persönlich habe Aktien und freue mich über die kurstreibende Geldschwemme. Zahlreiche Deutsche haben Konsumentenkredite und Baufinanzierungen laufen, die aktuell so billig verzinst werden, wie noch nie in der Geschichte unseres Landes.
Unsere Regierung scheffelt - letztlich nur aufgrund der niedrigen Zinsen - Milliardenüberschüsse und hat nun das Luxusproblem, sich darüber streiten zu dürfen, wohin man damit soll. Krisenstaaten wie Portugal, Griechenland und Co. bekommen durch die günstigen Konditionen Luft zum Atmen, wären sonst womöglich längst in der nächsten schweren Krise. Die Gefahr einer Deflation, die schon andere Volkswirtschaften in die Knie gezwungen hat, ist offenbar erstmal gebannt.
Aber das alles ignoriert man einfach mal und rechnet sich aus, was Omma Prehm auf ihrem Sparbuch entgeht?
Schlechter Journalismus. Toller Lobbyismus.

#7 - 22.05.2017, 11:32 von dirk.resuehr

Professor Quatschmi

Zunächst zahlt ein Hypothekensculdner gerade mal 1% 'Zinsen etwa.
Wer noch mehr zu sparen hat und das Sparbuch füttert, ist, pardon, nicht so pfiffig. Jeder müßte eigentlich wissen es gibt noch andere Möglichkeiten, Geld anzulegen. Aktien, Gold,Immobilien, allesamt besser als das Sparbuch. Lieschen Müller und SPD-Wirtschsftskenntnis, geeignet für den Müll!

#8 - 22.05.2017, 11:36 von acitapple

Das ist eine Sicht. Andererseits könnte man auch betrachten was passieren würde, wenn der Zins bei 4% läge: mehrere Staaten innerhalb der EU könnten ihre Schulden nicht zurückzahlen, die EU würde so wie sie ist vermutlich nicht mehr weiter existieren können. Der Euro wäre damit quasi zum scheitern verurteilt. Die Kosten hierfür sind gar nicht absehbar.

Außerdem gibt es keine Garantie für Zinsen. Das war in den letzten, glücklichen Jahren eben so. Andererseits hat der niedrige Zins viele Leute ein Eigenheim ermöglicht, das wiederum mehr für die Altersvorsorge tut, als irgendeine popelige, kleine Lebensversicherung. Denn egal was mit der Währung passiert, das Haus bleibt stehen. Ok, es sei denn man wird enteignet, zum Wohle der Allgmeinheit natürlich…

#9 - 22.05.2017, 11:36 von noalk

Die Inflation ...

... hat schon immer den (Spar-)Zinsgewinn aufgefressen. Die 344 Mrd. EUR sind also nur ein scheinbarer Verlust bei zuletzt fast 0% Inflation.

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