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Trotz drohendem Handelskrieg: Wirtschaftsweise rechnen mit Wachstum von 2,3 Prozent

DPA In Deutschland herrscht nach Ansicht der Wirtschaftsweisen Hochkonjunktur. Die Experten sagen für das laufende Jahr ein Wachstum von 2,3 Prozent voraus. Doch sie warnen auch vor Risiken.
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#40 - 21.03.2018, 15:56 von mostly_harmless

Zitat von christian-h
Woher kommt die Differenz? Wenn sich die Zahl der Beschäftigten um 1,1mio erhöht, die Zahl der Arbeitslosen sich aber nur um 250.000 verringert, woher kommt die Differenz von 850.000? Soll das heißen das 850.000 Menschen mehr wie einen Arbeitsplatz haben?
Fast. Zuwachs an neu geschaffener atypischer Beschäftigung + Umwandlung von regulären Jobs in atypische Beschäftigung = 850.000

#41 - 21.03.2018, 18:21 von Ökofred

ist doch logo..

Zitat von christian-h
Das ist soweit richtig, nur fallen unter sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen alle die mehr wie 450 Euro pro Monat verdienen. D.h. sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle heißt nicht zwangsweise auch gutbezahlte Arbeitstselle. Das war aber nicht mein Punkt. Mein Punkt war die Differenz von 850.000 Beschäftigten und wo die herkommen sollen.
Wurde hier glaube ich schon beantwortet. Es fehlen dann 850.000 Hausfrauen, bzw Schüler etc.
Der Punkt ist der tatsächliche Zuwachs von Beschäftigten. Deren Anzahl liegt jetzt bei ca. 42 Mio (pi mal Daumen) von 80 Mio Einwohnern. Waren früher (so vor 10 - 20 Jahren) immer viel weniger.. DArunter zählen auch Teilzeit- und andere Kräfte, dh das sind nicht alles gleich auskömmliche Jobs! (Aber der Anteil der Zeitarbeitnhemer liegt zB nur bei 3%, das klingt hier im Forum oft anders)

#42 - 21.03.2018, 18:23 von Ökofred

ah.. ! wer lesen kann...

Zitat von christian-h
Ich glaube Sie kennen die Definition von BIP nicht, ansonsten würden Sie das BIP nicht gleichsetzen mit den gezahlten Löhnen und Gehältern, da spielen noch ein paar Faktoren mehr eine Rolle. Das Bruttoinlandsprodukt, in der Schweiz auch Bruttoinlandprodukt[1] (Abkürzung: BIP; englisch gross domestic product, GDP), gibt den Gesamtwert aller Güter, d. h. Waren und Dienstleistungen an, die während eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft als Endprodukte hergestellt wurden, nach Abzug aller Vorleistungen.[2] Somit werden nur alle finalen Güter, also Güter auf Stufe der Endverwendung, als Wirtschaftsleistung erfasst. https://de.wikipedia.org/wiki/Bruttoinlandsprodukt
War mir vorher nicht so klar, ich dachte die Löhne und Gehälter gehen da rein. Dann muss man doch mehr deren Entwicklung mitbetrachten, um den tatsächlichen Zuwachs an Reichtum zu bewerten. (Aber im Artikel ging es ja vordergründig um das BIP Wachstum)

#43 - 21.03.2018, 18:38 von Ökofred

so so..

Zitat von mapcollect
Target 2 Salden der Bundesbank sind derzeit auf rund rund 900 Mrd in Form von Forderungen an die EZB aufgelaufen, insbesondere durch Leistungsbilanzdefizite der PIGS Staaten (mit verursacht durch den deutschen Exportüberschuss). Diese 900 Mrd könnte man auch als zinslosen Kredit für Griechenland, Spanien, Italien und Co bezeichnen. Sollte eines dieser Länder aus dem Euro-Raum austreten (was in Italien angesichts der neuen Regierung nicht ganz unwahrscheinlich ist) oder gar der gesamte EURO zerbrechen (was in Anbetracht dem Erstarken der Rechtspopulisten in Europa auch nicht unmöglich ist), kann die Bundesbank diese Forderungen ganz oder zum Teil abschreiben. Und vollkommen egal ob das "nur" der Umsatz eines Vormittages ist, wird man das einkommenstechnisch sicherlich spüren.
Wenn Sie meinen.. ja das sind zinslose Kredite, ist das so schlimm? Wie gesagt, verglichen mit Umsatz im System sind das peanuts, angenommen Ihre Bank würde Ihnen einen Dispo auf Ihr Gehalt von 2500 Euro einräumen wären das 40 Euro!
Und es ist eben der Preis unserer Überschusswirtschaft - aber auch nur virtuell: Das ist keine Geld von dem man jetzt bei uns die Armut besiegen kann, da es nur ein SALDO ist!
Wenn der EURO aufgrund von Rechtspopulisten zerbricht dan eben besonders aufgrund dieser rechtspopulistischen Argumente.. aber dann hätten wir alle andere Probleme als die paar Miiliarden..
Der Ausfall einzelner Zahler ist eher nicht zu erwarten, im Fall Griechenlands würde das System das kaum bemerken (entspricht etwa einen Monat EUROS drucken unter der jeztigen Politik)
Italien wird ganz sicher nicht austreten, was hätten die davon? Die Schulden sind dann ja nicht weg! (Zumal Italien wesentlich bei den eigenen Bürgern verschuldet ist)
5 Sterne und Lega haben den Austritt übrigens bereits ausgeschlossen.

#44 - 22.03.2018, 11:20 von Karl Auer

Zitat von mapcollect
Target 2 Salden der Bundesbank sind derzeit auf rund rund 900 Mrd in Form von Forderungen an die EZB aufgelaufen, insbesondere durch Leistungsbilanzdefizite der PIGS Staaten (mit verursacht durch den deutschen Exportüberschuss).
Nö. Die Leistungsbilanzüberschüsse haben den geringsten Anteil an den Target2-Salden. Die Haupt-Verbindlichkeitsländer sind Spanien und Italien, die fast parallel mit den zunehmenden Salden ihre Leistungsbilanzdefizite abbauten.
Der Hauptgrund für die Salden ist Kapitalflucht.

#45 - 22.03.2018, 11:21 von christian-h

Angabe

Zitat von Antisozialist
1)Man sollte Dummheit wirklich unter Strafe stellen. 2)Bei einer Gesamtentwicklung von +2,X Prozent kann es Branchen geben, deren Wachstum negativ ist. 3)Es geht hier in diesem Zusammenhang und eine allgemeine Entwicklung und nicht um eine Entwicklung von Randschauplätzen.
1) Richtig.

2) Nunja, scheinbar ist das nicht allen klar, vor allem nicht einigen Kommentatoren hier die aufgrund der Zahl +2,x% schlussfolgern das es allen in Deutschland gut geht, nach dem Motto: die höchsten Reallöhne ever.
Das ist eben das Problem und da wäre es eben hilfreich zu differenzieren um zu sehen das es eben auch Schwankungen gibt und nicht alle davon profitieren.

3) Das ist falsch. Es wird bei dieser Betrachtung nur der Durchschnitt aufgezeigt. Wenn die eine Hälfte +5% hat und die andere Hälfte 0%, dann liegt die Mitte bei 2,5%. Deswegen würde ich die eine Hälfte mit 0% aber nicht als "Randschauplatz" bezeichnen.

#46 - 22.03.2018, 11:26 von Karl Auer

Zitat von mapcollect
Diese 900 Mrd könnte man auch als zinslosen Kredit für Griechenland, Spanien, Italien und Co bezeichnen. Sollte eines dieser Länder aus dem Euro-Raum austreten (was in Italien angesichts der neuen Regierung nicht ganz unwahrscheinlich ist) oder gar der gesamte EURO zerbrechen (was in Anbetracht dem Erstarken der Rechtspopulisten in Europa auch nicht unmöglich ist), kann die Bundesbank diese Forderungen ganz oder zum Teil abschreiben.
Nein. Wenn überhaupt, müsste die EZB die Wertberichtigung vornehmen und die BuBa wäre mit ihrem Anteil daran beteiligt.
Nicht die BuBa hat einer anderen ZB einen Kredit gewährt, sondern die EZB. Erst dann ist es überhaupt möglich mit diesem Geld eine Transaktion durchzuführen, die in Target2 registriert wird.

#47 - 22.03.2018, 11:28 von christian-h

Angabe

Zitat von Ökofred
1)Wurde hier glaube ich schon beantwortet. Es fehlen dann 850.000 Hausfrauen, bzw Schüler etc. 2)Der Punkt ist der tatsächliche Zuwachs von Beschäftigten.
1) Sie haben eine Quelle für diese Aussage?

2) Der Zuwachs als solches ist doch völlig uninteressant. Interessant ist doch letztlich die Lohnhöhe.
Wenn Sie einen Arbeitsplatz zu 2.100 Euro/brutto in 3 Teilzeitarbeitsplätze a 700 Euro umwandeln dann haben Sie auch einen Zuwachs von 2 Beschäftigten. Ist das nun positiv oder eher negativ, auch hinsichtlich einer späteren Rente.

#48 - 22.03.2018, 11:30 von christian-h

Angabe

Zitat von Ökofred
War mir vorher nicht so klar, ich dachte die Löhne und Gehälter gehen da rein.
Natürlich gehen die da mit rein, aber nach Ihrer Darstellung kann man schlussfolgern das die BIP Steigerung nur auf Lohnsteigerungen beruht und das ist ja völliger Unsinn.
Sie können eine BIP Steigerung erreichen auch ohne das Sie die Löhne erhöhen.

#49 - 22.03.2018, 11:34 von mapcollect

900 Milliarden sind nicht "ein paar Milliarden" - das ist fast der 3-fache Bundeshaushalt. Und die kann man auch nicht mal eben drucken. Und ich habe tatsächlich was gegen zinslose Kredite wenn ich sehe, das die nur zu einer nachlässigeren Haushaltspolitik beim Empfänger führen (und die Ausfallgefahr ziemlich groß ist). Mir wäre es lieber gewesen, man hätte dieses Geld zu Hause in Forschung, Bildung und digitale Infrastruktur investiert. Und diese Kritik bezeichnen sie als rechtspopulistisch ? Im Ernst jetzt ? Selbst wenn die PIGS drin bleiben müssen diese Kredite irgendwann bedient werden - und man muss schon sehr optimistisch sein um an einen Ausgleich der Salden zu glauben. Ein Schuldenschnitt wird wohl nicht zu vermeiden sein. Und was Italien von einem Euro-Austritt hätte ? Sie könnten eine eigene Währung abwerten und wieder wettbewerbsfähig werden.

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