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US-Arzneihersteller und Opioid-Krise: Eine Überdosis Gier

REUTERS Das US-Unternehmen Purdue Pharma hat an Amerikas Drogenepidemie Milliarden verdient. Nun will der Hersteller angeblich Insolvenz anmelden - und könnte sich so vor Hunderten Gerichtsverfahren drücken.
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#1 - 06.03.2019, 11:45 von claus7447

Auch USA erlebt

sie Sozialisierung der Verluste .... mal sehen ob das Donny stört?

#2 - 06.03.2019, 11:59 von Jan2607

Warum denn lediglich ein Zivilprozess? Was bringt es, das bisschen verbleibende Geld abzuschöpfen? Wie wäre es mit einem Strafprozess gegen die beteiligten Personen, damit diese wirklich zur Rechenschaft gezogen werden?

#3 - 06.03.2019, 12:08 von Beat Adler

Echte nationale Notstaende in den USA

Echte nationale Notstaende in den USA:

90'000 Opfer jaehrlich durch Alkoholmissbrauch

70'000 Opfer jaehrlich durch den Missbrauch von harten Drogen

40'000 Opfer jaehrlich durch Schusswaffen, darunter 2/3 Selbstmorde.

Die USA sind das einzige Industrieland, Dienstleistungsland, wo die Lebenserwartung SINKT. Die Gruende, welche dafuer angegeben werden sind die Drogentoten und die Selbstmorde.

Der naechste Praesident, ein Demokrat, kann dann den ECHTEN nationalen Notstand ausrufen und beschliessen allen Drogensuechtigen, ein paar Millionen Menschen, kostenlose medizinische Versorgung zur Verfuegung stellen. Wie kommunistisch aber auch... ;-)
mfG Beat

#4 - 06.03.2019, 12:11 von deSelby

Solches ist das...

...erwartbare Ende einer Entwicklung die in den "greedy eighties" nicht nur in den USA begann: empathieloses Konkurrenzdenken, Ellenbogenmentalität, zu "Eigenverantwortlichkeit" verklärter primitiver Sozialdarwinismus, wohlfeiles jammern über den sogenannten Nanny-Staat und das Denunzieren von gemeinschaftlichen Auf- und Ausgaben als Raub am Individuum.

Alles in allem wurde so mit der quasireligiösen, dogmatischen Verherrlichung der vollkommen freien Marktwirtschaft als Heilsbringer eine kultur- und zivilsationsfeindliche Atmosphäre geschaffen, in der primitives Anhäufen von Tand zum Lebenszweck und ökonomischer Erfolg der alleinige Maßstab allen seins wurde.

#5 - 06.03.2019, 12:20 von Nandiux

Kein neues Phänomen in der Pharmaindustrie.

Aber natürlich besonders perfide. Wer über die Jahre Milliarden mit seinen Tabletten verdient hat und wohl schon wusste, was sie an Leid auslösen könnten und sich nun den Konsequenzen mehr oder weniger durch eine Scheininsolvenz entziehen will, der handelt ziemlich skrupellos.

#6 - 06.03.2019, 12:24 von thor.z1367

Monopolyspiel auf Amerikanisch

Wer solche Firmen schützt wie die Regierung sollte sich nicht wundern warum man bald nur Dorgensüchtige in Amerika antrifft.Weil dort gelogen, betrogen wird und alles dem Geld unterworfen ist.Die Menschlichkeit bleibt da natürlich auf der Strecke. ,Aber in Amerika werden diese Verbrecher durch Gesetze geschützt und die Opfer mit den Worten "Ihr seit doch selber Schuld" verhöhnt.

#7 - 06.03.2019, 12:25 von brux

Na ja

Das Ganze ist sehr viel komplexer.
Schuld hat nicht nur der Hersteller, sondern auch die verschreibungswütigen Ärzte und die amerikanische Kundschaft, die jedes Problem mit einer bequemen Pille lösen will.
Dass Opiate Suchtpotential haben, kann niemanden überrascht haben.

#8 - 06.03.2019, 12:25 von mostly_harmless

Das ist ein Atrikel über die von gewissen Kreisen sogenannten "Leistungsträger".

#9 - 06.03.2019, 12:28 von w.diverso

@1

Es ist eher so, dass in USA die Sozialisierung der Verluste erfunden wurde. Und auch die Privatisierung der Gewinne. Wenn man sich dann noch anschaut wie die amerikanischen Pharmahersteller über Lobbyisten mit den Politikern zusammenarbeiten und mit der FDA ausländische Hersteller aus ihrem Markt heraushalten, kann man über die sogenannte amerikanische "freie" Marktwirtschaft nur lächeln.

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