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Weitere Warnstreiks abgewendet: Bahn und Gewerkschaft EVG einigen sich im Tarifstreit

DPA Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn gibt es einen Abschluss. Das haben der Konzern und die Gewerkschaft EVG bestätigt.
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#1 - 15.12.2018, 09:19 von Wolfgang Porcher

und die Bahnreisenden tragen das als Sünder aus.

was natürlich die logische Folge ist. Steigen die Kosten muss sich der Ertrag erhöhen.
So werden die Reisenden demnaechst mindestens 5-10% mehr bezahlen .
denn der Streikausfall muss ja auch refinanziert werden.
ich beobachte diese Spirale seit den 70er Jahren mit Vorreiter IG Metall.
4% Lohnerhöhung wurde erstreikt fast jährlich . alles wurde teurer das nahm die IG Metall zum Anlass wieder mehr zu erstreiken. usw. Und alle anderen Sparten zogen mit. Das Ende vom Liede, die grossen Metallfirmen zogen nach Holland. Und man ging an aus Russland und Polen einzukaufen.
Die Metallmalocher zahlen nun statt 40pfennig für das Bier = 20 cent
nun 2,00? im Restaurant statt 80 Pfennige nun 4,50 ?.
Fazit: Dummheit kennt keine Grenzen.

#2 - 15.12.2018, 11:04 von freeclimber

Erfolg?!

Wie kann man sich erdreisten dieses Ergebnis als Erfolg zu verkaufen?
Die Einkommensteigerung liegt unter 3% pro Jahr (Laufzeit 29 Monate)!
Durch die steigenden Spitzensteuersätze wird ein grosser Teil des Einkommenszuwachses wegbesteuert. Damit liegt der Nettozuwachs bei den Meisten vermutlich unter der Inflationsrate. Gleichzeitig steigt die Miete zweistellig!
Da werden die Mitarbeiter von ihrer eigenen Vertretung veräppelt!

#3 - 15.12.2018, 11:23 von pirx64

Zitat von freeclimber
Wie kann man sich erdreisten dieses Ergebnis als Erfolg zu verkaufen? Die Einkommensteigerung liegt unter 3% pro Jahr (Laufzeit 29 Monate)! Durch die steigenden Spitzensteuersätze wird ein grosser Teil des Einkommenszuwachses wegbesteuert. Damit liegt der Nettozuwachs bei den Meisten vermutlich unter der Inflationsrate. Gleichzeitig steigt die Miete zweistellig! Da werden die Mitarbeiter von ihrer eigenen Vertretung veräppelt!
Ich zitiere aus ihrem posting nochmal "Durch die steigenden Spitzensteuersätze ...". Also Spitzensteuersätze, also alles Spitzenverdiener, die noch mehr verdienen sollen?

#4 - 15.12.2018, 12:09 von freeclimber

Erst mal nachdenken

Zitat von pirx64
Ich zitiere aus ihrem posting nochmal "Durch die steigenden Spitzensteuersätze ...". Also Spitzensteuersätze, also alles Spitzenverdiener, die noch mehr verdienen sollen?
Lieber pirx64:
Man schaue in eine Steuertabelle und sehe sich an, wie die Steuersätze auf die letzten 1000 Euro zu versteuerndes Einkommen sich entwickeln (=Spitzensteuersatz) und zwar auch bereits bei solchen steuerbaren Jahres-Einkommen von 35000 bis 40000 bei Ledigen und 70000 bis 80000 bei Verheirateten. Wohl eher keine Grossverdiener oder.? Nach dieser einfachen Fortbildungsmassnahme versteht man dann auch meinen Beitrag.

#5 - 15.12.2018, 12:48 von ethan_esrah

Erst mal nachlesen

Zitat von freeclimber
Lieber pirx64: Man schaue in eine Steuertabelle und sehe sich an, wie die Steuersätze auf die letzten 1000 Euro zu versteuerndes Einkommen sich entwickeln (=Spitzensteuersatz) ... Nach dieser einfachen Fortbildungsmassnahme versteht man dann auch meinen Beitrag.
Man würde Ihren Beitrag vielleicht dann besser verstehen, wenn Sie den richtigen Begriff verwenden würden. Sie sagen "Spitzensteuersatz" und meinen "Grenzsteuersatz". Das sind zwei verschiedene Dinge.

#6 - 15.12.2018, 13:16 von freeclimber

Korrekt

Zitat von ethan_esrah
Man würde Ihren Beitrag vielleicht dann besser verstehen, wenn Sie den richtigen Begriff verwenden würden. Sie sagen "Spitzensteuersatz" und meinen "Grenzsteuersatz". Das sind zwei verschiedene Dinge.
Sie haben recht. In meinem zweiten Beitrag handelt es sich um den Grenzsteuersatz.
Ändert jedoch nichts an meiner Aussage. Der Spitzensteuersatz greift ab einem steuerbaren Einkommen von etwas über 52000 jährlich bei einem Ledigen und rund 104000 bei Verheirateten. Weder der betroffene Ledige noch die mehrheitlich als Doppelverdiener betroffenen Verheirateten sind Spitzenverdiener, sondern kommen, wenn in Ballungsräumen wohnend, gerade so durch.
Durch die mit dem steuerbaren Einkommen steigenden Grenzsteuersätze kommt durch dieses Ergebnis der Tarifverhandlungen - jedenfalls bei der überwiegenden Mehrheit der Arbeitnehmer - nicht einmal der Inflationsausgleich an!

#7 - 15.12.2018, 13:37 von jandalriada

Mehr Urlaub

Ich sehe das Problem bei der Urlaubkomponente. Innerhalb von drei Jahren können sich die Beschäftigten 12 Tage mehr Urlaub nehmen, wenn sie auf die Erhöhung verzichten. Diese Zeit fehlt und lässt noch mehr Verspätung, falsche Zugreihenfolgen etc. entstehen. Mehr Mitarbeiter kosten auch mehr und verteuern ebenfalls das Bahnfahren. Dafür, das es momentan so schlecht um die Bahn steht, finde ich das Ergebnis überzogen. Was bringt mir mehr Geld, wenn die Hälfte der Kollegen dann freigestellt werden muss ?

#8 - 15.12.2018, 14:06 von karl-felix

Nun ja

Zitat von Wolfgang Porcher
ich beobachte diese Spirale seit den 70er Jahren mit Vorreiter IG Metall. 4% Lohnerhöhung wurde erstreikt fast jährlich . alles wurde teurer Die Metallmalocher zahlen nun statt 40pfennig für das Bier = 20 cent nun 2,00? im Restaurant statt 80 Pfennige nun 4,50 ?. Fazit: Dummheit kennt keine Grenzen.
Sie sollten sich nicht selbst so wehtun . Falls es Sie tröstet : Dummheit hin oder her - der Metallmalocher ist ja nicht blöd.
Der musste vor Beginn der von Ihnen beobachteten "Spirale" für eine Flasche Bier 14 Minuten lang feste schaffen , heute noch 3 Minuten .

Sie verstehen , weshalb der sich ob Ihrer festgestellten " Dummheit "glücklich schätzt ? Vor 1970 bekam der keine 5 Flaschen Bier für eine Stunde schwere Arbeit, heute einen ganzen Kasten .
Der kann sich noch locker ein Schnäpschen dazu kredenzen . , denn für die Flasche MC38(0,7 L ) musste der vor 1970 knapp 5 Stunden arbeiten , heute noch ganze 33 Minuten . Na , dann Prost .


Der meckert nicht. Der weiß, dass er ohne die Lohnerhöhung und die Gewerkschaft sich es nicht mehr leisten könnte, mit der Bahn zu fahren oder eine Flasche Bier zu trinken .

Fazit : Dummheit, sich nicht gewerkschaftlich zu organisieren ., das führt zu Hungerlöhnen .

Vorwärts und nicht vergessen , worin unsere Stärke besteht .

#9 - 15.12.2018, 14:22 von karl-felix

Sie

Zitat von pirx64
Ich zitiere aus ihrem posting nochmal "Durch die steigenden Spitzensteuersätze ...". Also Spitzensteuersätze, also alles Spitzenverdiener, die noch mehr verdienen sollen?
haben das nur nicht verstanden .
Geben Sie einfach mal in den Brutto-Netto Rechner ein : 3000 im Monat, Junggeselle, dann + 3% Lohnerh. = 3090 Euro .
Siehe da, netto bleiben Ihnen noch 44,74 Euro im Monat und das ist weniger als der Kaufkraftverlust . Die Eisenbahner bekommen also im nächsten Jahr real weniger Lohn als in diesem und die Fahrpreise steigen trotzdem . Kein guter Abschluss für die Eisenbahner und für unsere Gesamtwirtschaft. Wir leben unter unseren Verhältnissen und graben uns mit solchen Abschlüssen das eigene Grab . Es wird eben für die Eisenbahner in den nächsten 2 Jahren kein neues Auto mehr geben , verlieren eben ein Paar Autobauer ihren Job .

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