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WTO-Freibrief für US-Strafzölle: Der transatlantische Käse-Krieg

MAXIM SHIPENKOV/EPA-EFE/REX Mit dem Segen der WTO kann US-Präsident Trump Strafzölle auf importierten Parmesan und Wein verhängen. Doch auch der Fall Boeing wird in Genf noch verhandelt. Die EU rüstet zum Gegenschlag.
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#1 - 02.10.2019, 21:31 von brooklyner

Ja genau, da werden sich die Italieber in New York aber freuen, wenn Parmesan plötzlich teurer wird. Und Wein in den USA ist so lächerlich teuer, dass man höchstens Mal zur Woodbridge Pansche aus Kalifornien für 20$ die Flasche greift. Während hier der amerikanische Mist weit unter dem Homeland Preis bei Edeka wie Blei in den Regalen bleibt, weil der Europäer eben keine fermentierten Holzspäne im Fass haben will und es einfach besser kann.

#2 - 02.10.2019, 21:39 von bibabuzelmann

Neue Absatzmärkte? Russland?

Finde die ganze Angelegenheit ja auch etwas witzig. Je stärker Trump die EU besteuert, desto größer wird das Geschrei der Betroffenen werden, die ihrerseits ihren Regierungen Feuer unterm Hintern machen werden, um neue Absatzmärkte zu schaffen.
Schlimmstenfalls hilft Trump damit dann Russland.
Moral: In einer globalisierten Welt, muss man mit Konsequenzen rechnen.

#3 - 02.10.2019, 21:43 von gunnarqr

Die EU sollte ernsthaft mit China, Indien etc.

über Freihandelsabkommen verhandeln.
Die Ugly States of America sind schon lange weder unsere Freunde noch verlässliche Natopartner. Was die Frage aufwirft mit wem die EU auch militärisch kooperieren könnte

#4 - 02.10.2019, 21:55 von Klartext 2013

Ein Schelm...

...wer an eine direkte Verbindung zwischen der US-Regierung und der WTO denkt....

#5 - 02.10.2019, 21:55 von Frontbeobachter

Danke WTO.

So lange der gute Wein und Käse damit bei und bleiben, kein Problem damit. Danke WTO.

#6 - 02.10.2019, 21:59 von Mehrleser

Ach, dann essen wir mehr Pasta mit italienischem Käse und französischem Rotwein. Lassen dafür Hamburger und Cola links liegen. Passt schon.

#7 - 02.10.2019, 22:01 von DerMuedeJoe

Ich mag nicht wie die aussehen...

Burger (egal ob von Mac Donalds oder Burger King), Spare Ribbs, verschnittener Whiskey, amerikanischer (sprich also kalifornischer) Wein...entspricht auch nicht meinem kulinarischen Ansprüchen, können gerne mit entsprechenden Zöllen belegt werden.

#8 - 02.10.2019, 22:06 von spaceagency

Parmiggiano Reggiano

er hat kein Stück Parmesan in den Händen sondern ein Stück Grana Padano. Der schmeckt zwar ähnlich wie Parmesan ist aber nicht aus der geschützten Parmesan Region sondern aus anderen Provinzen der Po Ebene, praktisch die ganze Ebene.. Auch geschützt. Parmesan heissen nur Käse aus der Provinz Parma, Reggio, Modena und Bologna links vom Fluss Reno (Rhein, gibts dort tatsächlich auch). Grana hat allerdings weniger restriktive Herstellungsmethoden und kann schon ab 9 Monaten Reifung verkauft werden, Parmiggiano Reggiano erst ab 12 Monaten. Die Fütterung der Tiere ist anders, die zeitliche Verwendung der Milch....Grana kostet weniger als Parmesan.......daher.....er hat ein Stück Grana in der Hand und nicht Parmesan....man kann sogar Grana lesen....wer also einen Beitrag über DOP Käse schreibt sollte etwas genauer sein

- - - - - - - Nun, sie echauffieren sich über ein Symbolbild zu einem Bericht zum WTO-Urteil für US-Strafzölle - dennoch herzlichen Dank für Ihren Hinweis. MfG Redaktion Forum

#9 - 02.10.2019, 22:08 von GoaSkin

Handelserleichterungen für andere Länder wären ein guter Gegenschlag

Die USA schaden mit ihren Strafzöllen ihrer eigenen Wirtschaft und in Europa würde man der eigenen Wirtschaft schaden, in dem man Zölle auf amerikanische Importe verhängt. Statt mit Gegenzöllen zu drohen, sollte man lieber damit drohen, die Sanktionen gegen Russland schrittweise abzubauen und auch damit, sich von den Amerikanern nicht mehr sagen zu lassen, dass man China und den Iran zu boykottieren hat.

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