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Angriffe auf saudische Ölanlagen: Das Rätseln der Waffenexperten

Fayez Nureldine / AFP Waren es tatsächlich Drohnen, mit denen die weltgrößte Ölraffinerie angegriffen wurde? Oder doch Marschflugkörper? Wer könnte sie abgefeuert haben? Und warum ließen sie sich nicht abfangen? Experten versuchen sich an Antworten.
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#1 - 16.09.2019, 20:46 von aliof

Is schon irgendwie blöd

.. Benzin heute um 2 cent teurer ..
Aber dann doch auch ein bißchen Verständnis für die Leute aus dem Jemen ..

.. denen werden ja schon ne ganze Weile deren Schulen und Kinder weggebombt,
von denen in Saudi-Arabien.

Warum eigentlich? .. wäre doch jetzt ne gute Gelegenheit das Kriegsgetümmel zu beenden ..
.. will hier doch niemand den Krieg da in der Wüste ..

.. wir wollen doch nur Euer Öl , also vertragt Euch bitte wieder!

#2 - 16.09.2019, 20:49 von 30-06

Iran

zeigt MBS was im Falle eines Angriffes auf Iran fuer das House of Saud zu erwarten ist. Von Entsalzungsanlagen, Haefen, Oelraffinerien, Pipelines steht alles auf dem Programm.
Iran hat nicht die Mittel einen langen anhaltenden Krieg mit massiven Einsatz von Bomben und Raketen zu widerstehen gegen Israel, die USA und was immer Militaer Saudi Arabien hat das sich ziemlich machtlos in Yemen zeigt, aber es kann asymmetrisch der Weltökonomie und allen voran den US enormen Schaden zufügen durch Zerstörungen mit massivem Raketeneinsatz in Saudi arabien und evtl. Israel.

#3 - 16.09.2019, 20:52 von tailspin

The true black swans are drones

Der Angriff auf die saudische Raffinierie mit Drohnen ist mit unglaublicher Praezision durchgefuehrt worden. Die Drohnen nahmen neben Prozessanlagen auch 12 kleinere identische ellipsoide Tanks ins Visier, die alle Einschlagloecher aus der gleichen Richtung und an gleicher Stelle aufweisen.

Hier sind 4 davon zu sehen, markiert mit rotem Rahmen.
https://www.zerohedge.com/s3/files/inline-images/sat2ar_0.jpg?itok=3BUYUFKQ

#4 - 16.09.2019, 20:55 von Duzend

Die Frage nach der Technologie

Die Frage nach der zu so etwas fähigen Technologie wurde gestellt, besonders auch im Hinblick auf die nicht unbeträchtlichen saudischen Mittel zur Luftabwehr. Eine mögliche Antwort sind F35-Bomber oder vergleichbare Bomber etwa chinesischer Machart, die unerkannt weit ins Zielgebiet vorrücken und aus großen Höhen und "sicherer" Distanz eine zielsuchende Last abwerfen können. Dass diese zielsuchende Munition dann keine Schnörkel mehr fliegt, sondern im Anflug und Einschlag etwas Verwertbares über ihre Trajektorie verrät, würde dann dazu passen.
Wenn man sagt, man mache sich Gedanken und suche nach Antworten auf offene Fragen, dann muss man das ergebnisoffen tun. Das Bemühen von Argumenten dafür, wer es alles mit Hängen und Würgen gerande noch so hätte reißen können, hat etwas Tendenziöses, solange es noch Möglichkeiten gibt, bei denen jemand die Aktion sogar noch mit einer gewissen Leichtigkeit hätte durchpowern können.
Wenn man sieht, wie sehr dieser Angriff jetzt wieder die Erbostheit der US-Amerikaner auf den Iran erhöht, dann muss die Frage erlaubt sein, in wessen Interesse denn eine militärische Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Staaten vor allem liegt.

#5 - 16.09.2019, 20:58 von spon-facebook-10000012354

Nahbereichsverteidigungssysteme

Eine Patriot ist sicherlich denkbar ungeeignet um solche Objekte abzuwehren. Aber das man keine Nahbereichsverteidigungssysteme an Land verwendet ist erstaunlich. Sie werden hauptsächlich auf Kriegsschiffen gegen anfliegende Flugkörper oder kleine Boote verwendet. Ein Nahbereichsverteidigungssystem besteht in der Regel aus einer radargesteuerten Maschinenkanone und/oder einem Flugabwehrraketensystem. Die Systeme sind meistens voll automatisiert und autonom. Sie werden lediglich von der Operationszentrale (OPZ) überwacht. Dies ermöglicht eine kürzere Reaktionszeit auf sich schnell nähernde Bedrohungen.
Das System identifiziert anfliegende Raketen anhand von Größe und Geschwindigkeit. Diese werden vom Computer in Gefahrenkategorien eingestuft: eine Rakete, die wahrscheinlich vorbeifliegt, wird nicht vom automatisierten System beachtet. Dann richtet sich die Waffe, je nach Art ob Kanonen- oder Raketensystem, aus. Die Raketensysteme feuern eine unterschiedliche Anzahl von Abfangraketen auf die Seezielflugkörper. Die kanonenbasierten Systeme richten sich solange auf den Flugkörper mit der höchsten Bedrohungsstufe aus, bis dieser zerstört ist, dann wird der nächste Flugkörper beschossen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nahbereichsverteidigungssystem

#6 - 16.09.2019, 20:59 von TheSphinx

ho(h)len...

...kommt hier im Text mit Sicherheit nicht von hohl...
BITTE korrigieren - das tut an den Augen weh!

#7 - 16.09.2019, 21:03 von tuonelaam

„Gegen Marschflugkörper oder gar Drohnen gibt es unter anderem wegen des flachen, landschaftsangepassten Anfluges keine funktionierende Verteidigung. Davor warnen wir in der Forschung schon seit Jahren."“

Diese Aussage ist falsch. Es gibt sehr wohl viele Systeme, welche genau diese Art der Bedrohung abwehren. Die Bundeswehr nutzt hierfür das stationäre Waffensystem Mantis, für den Mobilen Einsatz gibt es z.B. Das Skyranger System von Rheinmetall. Diese können Bedrohungen wie Drohnen, Marschflugkörper und Mörsergeschosse auch noch im Zielanflug sicher und effektiv bekämpfen.

#8 - 16.09.2019, 21:05 von a.vollmer

Entfernungen?

Laut Google Earth sind es 830 km zwischen dem Jemen und Abkaik. Und vom jemenitischen Rumah sind es 960 km, einer durch befestigte Straßen erreichbare Stadt.

#9 - 16.09.2019, 21:07 von semanino

Huthi, Iran, USA, Russen... egal

Die Fakten sind: Salman hat eins auf die Nüsse bekommen; der Ölpreis wird steigen; der Krieg geht weiter. Gut für alle, die Öl oder Waffen verkaufen. Demütigend für die Saudis, schlechte Publicity für Iran. Für Huthi - wir werden sehen. Dh einige böse Buben stehen - wie üblich - im Verdacht, wieder was ausgeheckt zu haben. Ist zu erwarten, also ist nichts Neues passiert. Für das Klima: super wenn der Ölpreis steigt! Danke, Huthis. Oder wer auch immer.

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