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Ex-Umweltminister: Töpfer rechnet mit Umweltpolitik der Union ab

Britta Pedersen / dpa-Zentralbild / dpa "Das muss dringlich aufgearbeitet werden" - mit drastischen Worten beklagt sich der frühere Fachminister Klaus Töpfer laut einem Zeitungsbericht über die Umweltpolitik seiner Partei. Dem Steuersystem attestiert er "Klimablindheit".
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#1 - 12.06.2019, 12:56 von Judex non calculat

Ein großer Verlust

Schade, dass die Union niemanden wie Töpfer mehr hat. Vielleicht rät er AKK jetzt ja wenigstens zu sozialverträglichen und rasch wirkenden Maßnahmen wie Tempolimit auf Autobahnen und Abschaffung unsinniger Steuerprivilegien für SUV und andere Spritfresser?

#2 - 12.06.2019, 12:57 von ash26e

Fachminister

Was muß ich denn im Spiegel noch für Blödsinn lesen???
Ich bin der Meinung: der Spiegel, das Sturmgeschütz der Demokratie
hat einen Volltreffer erhalten, Motor und Funkausfall. Ade Demokratie.

#3 - 12.06.2019, 12:57 von m.klagge

Ja, es gab auch mal in der CDU anständige Menschen,

die mit dem Begriff Moral etwas anfangen können. Heute stellt sich die Situation anders dar. Es gibt nur noch seelenlose Marionetten neoliberaler Interessen.

#4 - 12.06.2019, 13:03 von neutron76

Jede Veränderung wird weh tun

Der Traum, dass Klimaschutz nur eine Kugel Eis kostet, ist leider nicht wahr. Treffen wird es und muss es die, die am meisten CO2 emittieren, und das sind leider auch Familien.
Leider denken die Grünen noch relativ naiv, dass die Industrie ja irgendwie auch einen Beitrag leisten muss, weil das ohnehin alles Verbrecher sind usw., aber die Industrie leitet auch nur die Kosten an die Kunden weiter.

#5 - 12.06.2019, 13:09 von jj2005

Herr Tòpfer ist ein Relikt

Klaus Tòpfer ist ein Relikt aus den Zeiten, als die CDU noch Denker wie Blüm, Biedenkopf, Geissler und Weizsäcker konsultierte. Schön, dass er sich zu Wort meldet, und in der Sache hat er ja absolut recht. Nur muss man als Politiker sehr vorsichtig sein, das Wort "Steuern" auszusprechen.

Viel besser wäre es, Tag und Nacht von Wohltaten zu reden, wie höheres Kindergeld und Wohngeld, Abschaffung der MWSt auf Grundnahrungsmittel, Grundrente für alle, und warum nicht auch "bedingungsloses Grundeinkommen".

Wenn dann allen das Wasser im Mund zusammenläuft, kann man beiläufig erwähnen, dass man Einkommensteuern nicht endlos erhöhen kann, w.g. Steuerflucht etc, aber dass steuerfrei tanken irgendwie schwierig ist. Auch Gas oder Strom sind ideale Finanzierungskandidaten für eine Umverteilung von oben nach unten, die ja (siehe Piketty & friends) absolut überfällig ist.

Dass die Besteuerung von Arbeitseinkommen kontraproduktiv ist, insbesondere bei kleinen Einkommen, muss nicht extra betont werden. Besser wäre es allerdings, so wenig wie möglich von Klima und Steuern zu reden, und sich stattdessen auf die soziale Gerechtigkeit zu konzentrieren. Reiche verbrauchen Unmengen an Energie, für das Heizen und Kühlen der Villa, den SUV, die Fernreisen, den Swimmingpool oder den Privatjet. Der soziale Ausgleich ist überfällig, man muss es nur wollen.

#6 - 12.06.2019, 13:10 von haarer.15

Abrechnung

Unter den C-Leuten scheint mir Klaus Töpfer ja der Einzige mit halbwegs Durchblick in Sachen Klimapolitik sein. Alle Anderen, auch Herr Röttgen, haben da kläglich versagt bzw. wollen wohl keine Antworten finden. Das Versagen steht aber vorallem der obersten Führungsspitze blamabel ins Gesicht geschrieben. Womit denn hat sich Frau Merkel als Klimakanzlerin ausgezeichnet ? Eher doch das Gegenteil und die Zuschreibung ist so falsch wie sonst nichts. Es rächt sich, dass CDSU über lange Jahre dieses Thema immer nur als lästiges Randthema abgetan haben, um die bräsige Wirtschaft nicht zu verprellen. Und deshalb wird die Dornröschenschlaf-Union auch bei der nächsten Wahl einmal mehr viele Federn lassen - berechtigt.

#7 - 12.06.2019, 13:10 von Rocco Siffredi

Leider hat die CDU auf keine der wichtigen Fragen eine Antwort...

Klima ist doch nur das eine Thema. Warum wird z.B. hingenommen, das 20% der Bevölkerung kaum von ihrem Lohn leben kann und somit von Obdachlosigkeit bedroht ist, die Schere zwischen arm und reich... Was ist mit Infrastruktur, Internet, Bahn, marode Brücken. Städte, die wegen zuvielen PKW nicht mehr und mehr zur Belastung der Einwohner werden, aber kaum Radwege. Eine Politik, die der verlängerte Arm der Wirtschaft ist und auf die Menschen pfeift. All das Kreiden wir zurecht vor allem der CDU (auch der SPD, aber die ist sowieso nur noch ein Restbestand) an. Anstatt Antworten zu geben, versucht sich die CDU in peinlichen Ausweichmanövern, bei denen sie sich auch noch dermaßen verhaspelt, dass es satirisch gesehen, wirklich unterhaltsam wäre, nur ist es eben kein Klamauk sondern die peinliche Realität in diesem Lande. Merkel hat nicht alles falsch gemacht, aber die CDU als Ganzes hats doch grandiös vergeigt, verpennt eben, und ich erwarte da auch keine Innovationen mehr aus dieser Richtung.

#8 - 12.06.2019, 13:11 von Andraax

Zitat von ash26e
Was muß ich denn im Spiegel noch für Blödsinn lesen??? Ich bin der Meinung: der Spiegel, das Sturmgeschütz der Demokratie hat einen Volltreffer erhalten, Motor und Funkausfall. Ade Demokratie.
Was soll denn in diesem Zusammenhang der Blödsinn sein, den SPON schreibt?
Weil Sie das Wort "Fachminister" nicht kennen, soll es falsch sein?
Für Sie aus einem Lexikon: https://www.wissen.de/lexikon/fachminister

#9 - 12.06.2019, 13:12 von Andraax

Zitat von neutron76
Der Traum, dass Klimaschutz nur eine Kugel Eis kostet, ist leider nicht wahr. Treffen wird es und muss es die, die am meisten CO2 emittieren, und das sind leider auch Familien. Leider denken die Grünen noch relativ naiv, dass die Industrie ja irgendwie auch einen Beitrag leisten muss, weil das ohnehin alles Verbrecher sind usw., aber die Industrie leitet auch nur die Kosten an die Kunden weiter.
Minus eines klitzekleinen Beträgchens, den man "Gewinn" nennt.

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