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Experten-Konzept: Europäer planen Einstieg in bemannte Raumfahrt

Mit diesem Plan könnte Europa Raumfahrtgeschichte schreiben: Das deutsche Raumfahrtzentrum DLR und der Konzern EADS haben ein Konzept vorgelegt, das bemannte Esa-Missionen ins Weltall ermöglichen könnte - schon ab 2017. Jetzt ist die Politik am Zug.
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#1 - 14.05.2008, 10:56 von shokaku

Eads

Is klar. Noch nicht mal ein simples Flugzeug vernünftig verkabelt bekommen, aber im Weltall rumfliegen wollen.

#2 - 14.05.2008, 11:11 von Emmi

Globalisierung!?

Eine Nation (und hier zähle ich Europa mal als eine Nation) kann die bemannte Raumfahrt allein kaum noch finanzieren. Also wäre es ja sinnvoll, wenn die Raumfahrtnationen - und solche, die es werden wollen (USA, Europa, China, Japan, Indien, Russland, ...) - eine gemeinsame Raumfahrtorganisation gründen und ihre Kräfte bündeln würden. Innerhalb dieser kann man dann ja eine Aufgabenteilung vornehmen, so dass nicht jeder alles parallel entwickeln muss, sondern jeder einen Teil beiträgt.

Der Wettlauf zwischen USA und UdSSR im Kalten Krieg hat zwar die Raumfahrtentwicklung beschleunigt, aber keine nachhaltigen Konzepte hervorgebracht. Nachdem die USA den Mond zuerst erreicht hatten, war das Apollo-Programm im Prinzip überflüssig und Russland war irgendwann finanziell nicht mehr in der Lage, mitzuhalten und macht heute Raumfahrt auf Sparflamme. Das Spaceshuttle-Programm können die USA auch nicht mehr halten, weil zu teuer.

Wenn Projekte wie der Flug zum Mars oder neue Mondmissionen Realität werden sollen, dann nur als weltweite Kooperationsprojekte.

Emmi

#3 - 14.05.2008, 11:19 von bimbim

schaun wir mal ob die politik dies nicht wieder zerquatscht

oder dies in den französischen glorieneifersüchteleien verkommt. das problem mit den meisten dieser projekte ist das sie meist an den nationalen egoismen und hirnlosigkeit der politiker scheitern.


Zitat von sysop
Mit diesem Plan könnte Europa Raumfahrtgeschichte schreiben: Das deutsche Raumfahrtzentrum DLR und der Konzern EADS haben ein Konzept vorgelegt, das bemannte Esa-Missionen ins Weltall ermöglichen könnte - schon ab 2017. Jetzt ist die Politik am Zug.

#4 - 14.05.2008, 11:59 von nanga parbat

was neues im westen ...

..grüße euch

ich begrüße dieses vorhaben und freue mich auf 2017 wenn wir europäer frei von idiologie den ersten eigenen bemannten raumflug unternehmen.

@emmi : sicherlich wäre es sinnvoll die welt unter einen deckmantel zu vereinen und gemeinsam an einem projekt(kann auf jedes x beliebige angewendet werden) zu arbeiten aber man sieht doch tag für tag den fehlschlag dieser utopie. außerdem ist es sinnvoll ein eigenes gefährt für den weltraum zu besitzen und nicht ständig abhängig von anderen raumfahrt organisationen zu sein - verringert auch die zugeständnisse die diesen gemacht werden müssen für ihre dienstleistung und eröffnet einen weiteren markt.

an dem gesammten ariane projekt konnte man vorzüglich sehen wie wichtig es ist einen eigenen transporter zu besitzen um eigenständig sateliten in den weltraum zu befördern und welch großartige technik dabei entstanden ist. ein weiterer positiver faktor wäre die neuen impulse die in der europäischen bevölkerung ausgelöst werden wenn sie sehen das europa ein handfestes projekt ist mit dem man sich als einzelner gern identifiziert. diese dynamik in der bevölkerung konnten sich die russen und die us-amerikaner auch zu nutze machen - warum nicht auch wir europäer?

mfg

#5 - 14.05.2008, 12:00 von neu

Die Sache mit den Kosten

[...]
Ob es nun einen neuen Versuch gibt, liegt an der Politik. Einen Kostenrahmen für das Konzept will Astrium diesmal noch nicht nennen - nur so viel: "Wir reden nicht über eine Milliarde", sagt Manager Dudok. Das klingt reichlich optimistisch - hatte doch DLR-Vorstandsmitglied Thomas Reiter im SPIEGEL-ONLINE-Interview unlängst einen deutlich höheren Richtwert für eine Weiterentwicklung des ATV genannt, nämlich "weniger als zehn Milliarden Euro".
[...]

Also beim besten Willen, aber ich glaube hier ist nicht Herr Dudok optimistisch, sondern der Autor des Artikels hat einfach den Inhalt der Aussage falsch interpretiert. Ich verstehe das Zitat ganz eindeutig so, dass wir über deutlich mehr als eine Milliarde reden. Das passt dann auch zur Aussage von Herrn Reiter.

#6 - 14.05.2008, 12:52 von earteery

dafür

absolut dafür! wir haben in Europa das potenzial, nutzen wir es auch!

#7 - 14.05.2008, 13:00 von picard95

Abwarten

Es ist nicht die Frage ob ein grosser Felsblock auf die Erde aufschlägt, sondern wann.

Würde das Geld was weltweit in Kriegen verbrannt wird komplett in regenerative Energiequellen und Raumfahrt investiert werden, könnten wir schon seit Jahren auf dem Mond und Mars Kolonien haben und auf der Erde nebenbei unabhängig von fossilen Brennstoffen sein (deshalb die Aufsplittung der Kriegsgelder).

Es wäre eine Ironie der Geschichte wenn die Menschheit ausstirbt obwohl sie praktisch die technische Fähigkeit besitzt ins Weltall zu gehen und dort zu überleben (da müsste es noch grundlegende Forschungen geben wie eine dauerhafte Biosphäre erreicht werden kann und die Raumschiffe müssten noch extrem wachsen); einfach weil der ROI der Raumfahrt anfänglich nicht so lukrativ ist wie Waffen zu verkaufen und Kriege anzuzetteln.

Die Dinosaurier hatten keine Chance. Wir haben sie im Prinzip und nutzen sie (bisher?) nicht.

#8 - 14.05.2008, 13:20 von samanoudi

Die Zukunft der Menschheit

Die Zukunft der Menschheit liegt im All. Sei es um neue Resources zu gewinnen oder auch dauerhaft Biosphaeren aufzubauen, so das unser Planet auch mal von dem Virus Mensch entlastet wird.
Waere natuerlich schoen wenn dies ein weltweites projekt waere, ist aber nicht so und wird wohl auch in der naechsten Zukunft auch nicht sein. Warum also nicht ?? Die EU ist heute eine Grossmacht, Wirtschaftlich, technologisch und politisch, und hat die Moeglichkeit ein solches Projekt auch durchzuziehen.

#9 - 14.05.2008, 14:44 von DonCarlos

Kostenverteilung

Zitat von neu
>>Ob es nun einen neuen Versuch gibt, liegt an der Politik. Einen Kostenrahmen für das Konzept will Astrium diesmal noch nicht nennen - nur so viel: "Wir reden nicht über eine Milliarde", sagt Manager Dudok. Das klingt reichlich ....
Ich verstehe die knapp eine Milliarde als Kosten für das Konzept. Die 10 Milliarden werden für die komplette Entwicklung benötigt.

Doch für die endgültige Entwicklung könnten noch weitere Nationen mit ins Boot geholt werden wie Japan, Indien, Südkorea oder Brasilien. Das macht es etwas unabhängiger von unserem direktem westlichen Nachbarn.

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