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Gefahr aus dem All: Wie Atomwaffen Asteroiden ablenken könnten

imago/ZUMA Press Im Action-Streifen "Armageddon" wird die Welt erst durch die Explosion einer Atombombe vor der Kollision mit einem gefährlichen Asteroiden gerettet. Das ist nicht ganz unrealistisch, glauben Forscher.
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#1 - 20.03.2018, 20:09 von Steffen Gerlach

Verantwortung der Wissenschaft

Die Atombombe wurde als Waffe entwickelt, aber sie ist eben auch ein Werkzeug für zivile Zwecke, zu dem es unter Umständen keine Alternative gibt. Ausgerechnet die Atombombe, die man vielleicht als das Paradebeispiel verantwortungsloser Wissenschaft nehmen konnte. Das fragt man sich, welche Verantwortung Wissenschaft überhaupt wahrnehmen sollte, außer alles zu erforschen, das es zu erforschen gibt.

#2 - 20.03.2018, 22:47 von Sekrit

Stundenkilometer...

Hört bitte endlich mit diesem Begriff auf, km*h ist nicht das gleiche wie km/h - bitte gerade in einem "wissenschaftlichen Artikel".
Dank und MfG

#3 - 20.03.2018, 22:51 von Sekrit

Stundenkilometer

Nachtrag: Wenn ich von Wattsekunde [Ws] spreche oder Newtonmeter [Nm] weiß man, dass hier die Multiplikation gemeint ist - darum ist Stundenkilometer schlichtweg keine Geschwindigkeitsangabe ;).
MfG

#4 - 21.03.2018, 23:27 von permissiveactionlink

Was rechnen die denn da ?

80000 Hiroshimabomben Impaktenergie ? Das dürfte sehr (!) konservativ gerechnet sein. Denn ein Geschoß mit 500 m Durchmesser und einer Auftreffgeschwindigkeit von 100.000km/h (27.778 m/s) hätte bei einer angenommenen Dichte von 2,5g/cm^3 eine Auftreffenergie von 15.084 Mt TNT (1kT TNT entspricht 4,185*10^12 J). Mit einer angenommenen Sprengkraft der Hiroshimabombe von 15 kT kommt man dann locker auf 1.005.590 Hiroshimabomben Sprengkraft. Auf dem Festland würde ein Krater mit 12,4 km Durchmesser entstehen. Zum Vergleich : Der Nördlinger-Ries-Impaktor hatte 1,3 km Durchmesser, die Auftreffenergie war (für vergleichbare Dichte und Geschwindigkeit berechnet) (2,6)^3 mal, somit etwa 17,6 mal höher, lag also bei ca. 17,77 Millionen (!) Hiroshimabomben (Der tatsächliche Wert war mit 14,1 Millionen "Little Boys" etwas geringer). Der Kraterdurchmesser war entsprechend größer : ca. 24km. Bei solchen Boliden sind 80.000 Hiroshimabomben Sprengkraft also eher ein Understatement, Tüdelkram sozusagen !

#5 - 21.03.2018, 02:45 von naklar261

Kein Artikel ohne Trump

Es scheint die Leute bei SPON tatsächlich schwer getroffen zu haben dass Herr Trump von den Amerikanern zum Präsidenten gewählt wurde...nicht mal so ein interessantes Thema kommt mehr ohne überflüssige Hinweise auf Herr Trump aus...

#6 - 21.03.2018, 06:20 von OlafHH

Zitat von Steffen Gerlach
Die Atombombe wurde als Waffe entwickelt, aber sie ist eben auch ein Werkzeug für zivile Zwecke
Gerade diese explizite Waffe ist niemals ein Werkzeug für zivile Zwecke. Es existiert nicht ein ziviler Einsatzzweck und der im Artikel genannte ist an Fragwürdigkeit kaum zu überbieten. Der Menschheit fällt schlicht nichts anderes ein. Der Einschlag einer Atomrakete in einen solchen Gesteinsbrocken wird die Flugbahn wahrscheinlich kaum ändern, viel wahrscheinlicher aber Teile davon absprengen, die dann auch zur Gefahr werden. Das ändert aber an der Folge kaum etwas.

#7 - 21.03.2018, 08:06 von allufewi

Für Kernspaltung/ - Fusion

in "unkontrollierter" Form wie in den entsprechenden Waffen waren mal vielfältige zivile Zwecke geplant. Vom ausheben von Seen und Kanälen (z.B. Erweiterung Panamakanal, "Operation Plowshare"), Ausheben von unterirdischen Gaslagern, bis hin zu Triebwerken wurde viel und teilweise erfolgreich getestet. Dass es nichts wurde liegt zum Teil an simplen Sicherheitsrisiken, der Ablehnung der Bevölkerung, aber seit den 60er und 70er Jahren auch an den ganzen politischen und wechselseitigen Verträgen, Zusicherungen und Beschränkungen in Bezug auf Kernexplosionen aller Art, nicht nur militärische.

Kurz, es gäbe sehr wohl zivile Einsatzmöglichkeiten, man hat sich nur darauf geeinigt, das Thema nicht weiter zu verfolgen gerade weil es politisch zu brisant wäre. Das ist wertungsfrei gemeint.

#8 - 21.03.2018, 09:16 von schwerpunkt

Zitat von OlafHH
Gerade diese explizite Waffe ist niemals ein Werkzeug für zivile Zwecke. Es existiert nicht ein ziviler Einsatzzweck und der im Artikel genannte ist an Fragwürdigkeit kaum zu überbieten. Der Menschheit fällt schlicht nichts anderes ein. Der Einschlag einer Atomrakete in einen solchen Gesteinsbrocken wird die Flugbahn wahrscheinlich kaum ändern, viel wahrscheinlicher aber Teile davon absprengen, die dann auch zur Gefahr werden. Das ändert aber an der Folge kaum etwas.
Sie haben schon gelesen, dass es im Artikel nicht darum ging mit der puren Sprengkraft und einem damit verbundenem Impuls einen Asteroiden einen zusätzlichen Geschwindigkeitsvektor zu verpassen, sondern diesen Sprengsatz in einer Entfernung zum Asteroiden zu zünden. Je nach Beschaffenheit des Asteroiden wird durch die Röntgen- und Gammastrahlung ein Impuls übertragen, welcher durch verdampfendes Oberflächenmaterial den eigentlichen Impuls "erzeugt".
Dazu wären spezielle Sprengköpfe hilfreich, die nicht dumpf die Strahlung isotrop abgeben, sondern möglichst gerichtet in einem engen Winkel, welcher auf den Asteroiden zielt.
Dieser könnte bei Kometen mit hohem Eisanteil sogar höher sein, was dort auch notwendig wäre, da deren Vorwarnzeiten deutlich kürzer wären als bei bekannten Asteroidenbahnen. Vor allem bei Asteroiden, die groß genug für größere Katastrophen Szenarien.

500Meter-Asteroiden gehören da dazu. Da fehlt nicht mehr viel zum globalen Killer, je nach Aufprallgeschwindigkeit.

#9 - 21.03.2018, 09:16 von knuty

Zitat von allufewi
in "unkontrollierter" Form wie in den entsprechenden Waffen waren mal vielfältige zivile Zwecke geplant. Vom ausheben von Seen und Kanälen (z.B. Erweiterung Panamakanal, "Operation Plowshare"), Ausheben von unterirdischen .....
Atombomben sind als Ersatz für Dynamit überhaupt nicht geeignet. Die wären nicht nur viel teurer, sondern man kann sie auch nicht so fein dosieren. Die Mindestgröße einer Atombombe hängt von der Kritischen Masse des Spaltstoffs ab. Darunter kann man keine Atombombe zünden.
Und dann ist da noch die radioaktive Strahlung.

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