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Langzeitstudie: Zahl der Insekten in Deutschland sinkt deutlich

DPA Es gibt ein massives Insektensterben in einigen Teilen Deutschlands. Daran lässt eine aktuelle Studie kaum mehr Zweifel. Über das genaue Ausmaß sind sich Forscher allerdings uneinig.
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#1 - 19.10.2017, 09:10 von Wolfvon Drebnitz

6000 Tonnen Glyphosat kennen die Antwort

Auf 40% der deutschen Ackerflächen wird Glyphosat eingesetzt - ca. 6000 t insgesamt. Aber klar, das hat keine Auswirkung....Nicht nur, dass es vielleicht giftig ist, es vernichtet auch alles wovon Insekten sich ernähren. Ein Zusammenhang gibt es natürlich nicht...das muss man erstmal untersuchen - am besten so 10 bis 20 Jahre lang.
Wir brauchen einen radikalen Umweltschutz! Mit Appellen funktioniert da gar nichts...Wir können ja schon mal anfangen in den zoologischen Gärten Insektengehege einzurichten, damit wir sie unseren Kindern später noch zeigen können.

#2 - 19.10.2017, 09:17 von heinerpet

"Quelle und Senke"

Es ist ziemlich plausibel wenn Schutzgebiete mit hohen Anteilen an blühenden Pflanzen eine Quelle für die Insektenpopulationen darstellen und diese dann beim "Auswandern" in ldw. genutzte Flächen verhungern. Im übrigen können flächendeckend in der Luft diverse Pestizide nachgewiesen werden....die Mengen werden nur nicht mehr gemessen. Es gibt dafür keine gesetzliche Grundlage mehr. Glaubt nur nicht, dass euer Kohl aus dem eigenen Garten völlig unbelastet ist.
Und dass der fast flächendeckende Einsatz eines Pestizids mit dem Namen Glyphosat, dass alle Pflanzen vernichtet bevor sie blühen, ohne Auswirkung auf die Insektenpopulation bleibt..... dass kann wirklich niemand glauben, oder?

#3 - 19.10.2017, 09:50 von otto1939

Nahe liegend!

Der Einfluss von Pestiziden auf den Insektenbestand ist bereits hinreichend durch Laboruntersuchungen belegt. Solange keine anderen plausiblen Faktoren erkennbar sind, dürfte der Zusammenhang klar sein. In Kalifornien wird die Bestäubung von Obstbäumen von Bienen erledigt, die durch das Land gefahren werden. Dort ist der natürliche Insektenbestand zu gering. Der Mangel an Insekten wirkt sich auf empfindlich auf den Bestand der Vögel aus.

#4 - 19.10.2017, 10:10 von soulseeker

Die Insekten "sterben" nicht

Aufgrund der Pestizidbelastung und Monokultur schwindet die Lebensgrundlage der Insekten und sie haben viel weniger Möglichkeiten, sich zu vermehren und zu verbreiten.

#5 - 19.10.2017, 10:13 von Bundestrainer

Kehret um!

Vor dem Hintergrund dieses dramatischen Befunds, sollte man alles tun, um die industrielle Landwirtschaft in Verbindung mit der Agrar-Chemieindustrie daran zu hindern, weiter auf Kosten der Allgemeinheit und der Umwelt Profite zu erzielen. Es gibt ja schließlich eine Alternative. Und diese heißt: ökologische Landwirtschaft. Ich hoffe sehr, dass die Grünen in einer möglichen Jamaika Koalition hier konkrete Maßnahmen einleiten werden.

#6 - 19.10.2017, 10:31 von view3000

Eine zu intensive Bewirtschaftung der Felder und der Einsatz von zuviel Chemie in der Landwirtschaft zerstören das ökologische System. Das müsste eigentlich jedem klar sein. Jeder Agrarminister, der dies nicht realisiert, macht sich am Artensterben mitschuldig. Wir brauchen die Landwirtschaft aber eine nachhaltige, die mit den Menschen und dem gesamten Ökosystem im Einklang steht. Hier geht es um mehr als nur um kurzfristige Gewinne, hier geht es um unser Leben.

#7 - 19.10.2017, 10:43 von h-henz

Faktor 1 : 1000

Vor etwa 1750 ernährten 8 - 9 in der Landwirtschaft tätige Menschen einen einzigen nicht Landwirt (Pastor, Arzt, Schmied, ....). Heute ernährt ein Landwirt allein 120 - 150 andere Menschen. Diese extreme Veränderung ist nur mit viel Technik und noch mehr Chemie möglich! Dies kann nicht ohne negative Folgen für die Natur bleiben!

#8 - 19.10.2017, 10:46 von Creedo!

Hier in Südniedersachsen wissen die Mücken, Stechfliegen, etc. Nichts davon, dass sie auszusterben haben. Die Population wächst und gedeiht. Ohne Insektenschutz kann man hier kein Bein mehr in Feld, Wald und Flur setzen.
Wer weiß, ob die Köderfallen überhaupt alle Insekten anlocken. Die getroffenen Aussagen treffen scheinbar nur für einen Teil der Insekten zu. Scheinbar hat man sich aber auch nicht die Mühe gemacht (der Artikel schweigt dazu jedenfalls), die Anzahl einzelner Arten, die in den Fallen gefangen wurden, zu bestimmen.
Vielleicht hat sich nur die Zusammensetzung der Insektenpopulation geändert, nicht aber die Zahl der Insekten. Die könnte sogar zugenommen haben.
Weder der Artikel, noch die Forschungsergebnisse sagen etwas Konkretes aus. Man hat ominös erhobenen Daten, von denen man nicht weiß wie man sie zu interpretieren hat. Klar, irgendwie muss man mal anfangen. Aber der Öffentlichkeit sollte man sich erst präsentieren, wenn es aussagekräftige und belastbare Studien gibt. Stattdessen gibt es immer nur diesen Wischi Waschi.

#9 - 19.10.2017, 10:51 von kraftmeier2000

Studien über

Studien, das wird so lange gemacht, bist es zu Spat ist umzukehren.
Und von dem Lobbyverband welcher auch Bundestag genannt wird dürfen wir ganz sicher keine Hilfe erwarten, allen voran vom jeweiligen Landwirtschaftsminister, von denen hat in den letzten Jahrzehnten noch nie jemand etwas gegen die Überdüngung bzw. die Chemieunternehmen gemacht, wie auch, die sitzen doch mit am Tisch dieses Ministeriums.
Ich jedenfalls habe es Aufgegeben, das hier noch mal eine Vernünftige ökologische Landwirtschaftspolitik gemacht wird, und dabei wäre es so einfach. Einfach die Hohen Subventionen für diese Großbauern streichen, und dieses Geld lieber dem ökologischen Landbau zukommen zu lassen, und diesen somit fördern, und auf alle nicht ökologisch Hergestellten Waren einen Preisaufschlag von 20% (für den Umweltschutz), mal sehen wer diesen Müll dann noch kauft.

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