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Millionen-Schmerzensgeld in den USA: Warum das Glyphosat-Urteil kein Beweis für ein K

DPA Ein Hausmeister soll an Krebs erkrankt sein, weil er über Jahre Glyphosat angewendet hat. So sieht es ein Schwurgericht in den USA. Wissenschaft und Umweltbehörden kommen zu einem anderen Schluss.
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#10 - 13.08.2018, 13:54 von weltraumschrott

Der Ökobauer im Nachbardorf

ist ebenfalls krebserkrankt. Er schiebt es allerdings auf die Windräder.
Dass Glyphosat ein besch... Gift ist, ist ja unumstritten. Heißt aber deshalb noch nicht, dass man daraus ableiten kann, dass es zwingend zu Krebserkrankungen führt.

"Wenn Alkohol - also alkoholische Getränke - als sicher krebserregend eingestuft werden und auf keiner solchen Spirituose ein diesbezüglicher Vermerk enthalten ist, wieso wurden dann noch nicht die entsprechenden Getränkehersteller von krebskranken Menschen verklagt?"
Weil Alkohol die heilige Kuh in der westlichen Wertegemeinschaft ist. Neben dem Auto selbstverständlich.

#11 - 13.08.2018, 13:54 von dhkb

Genfer Behörde verfälschte Daten!

Der Artikel is völlig korrekt. Die Genfer Behörde hat aus politschen Gründen viele Tatsachen unterdrückt - nachzulesen beispielsweise bei: https://www.reuters.com/investigates/special-report/glyphosate-cancer-data/
Auf Nachfragen hat sie nicht geantwortet und selbst die involvierten Wissenschaftler hatten den Berich VOR der Veröffentlichung NICHT gesehen. Also: wer steckt dahinter!

#12 - 13.08.2018, 13:55 von Planquadrat

Ich kann

mir kaum vorstellen, dass ein Mittel, das Pflanzen absterben lässt, für Menschen unschädlich sein soll. Auch hier denke liegt in der Dosis die man aufnimmt die Gefahr. Wie der Hausmeister der damit gearbeitet hat.
Was Gutachten angeht, erinnern wir uns wie viel Gutachten schon das Rauchen als unschädlich beurteilt haben.
Glyphosat Produkte werden übrigens von mehr als 90 Herstellern in 20 Ländern hergestellt. Ist überhaupt erwiesen, das dass Glyphosat Produkt um das es in dem Prozess geht, auch wirklich von Monsanto stammt?

#13 - 13.08.2018, 13:55 von bloßich

Zitat von ErichReichardt
Wissenschaft, Umweltbehörden, Medien und wahrscheinlich ein großer Teil der Politiker kommt zu einem anderen Schluss, weil sie im Washington Sumpf mit den Pharmakonzernen verlinkt sind und nach deren Pfeife tanzen. Die Pharma Industrie Lobby hat fast alles in der Hand.
Womit wir dann ja wieder bei der Frage nach der Evidenz sind.

Also: Gibt es irgendwelche konkreten Belege für eine erfolgreiche Einflussnahme der Pharmakonzerne auf Wissenschaft, Umweltbehörden, Medien und einen großer Teil der Politiker bei der Risikobewertung von Glyphosat ?
(Und warum sollte das die Pharmalobby eigentlich für die Agrarchemiehersteller tun ?)

#14 - 13.08.2018, 13:59 von Potsblitz

Schöne Lobbyarbeit!

Sind Sie schon mal in Argentinien auf dem Land gewesen. Die Landbevölkerung ist dort sehr oft krank und viele dort sind an Krebs erkrankt und oder Verstorben. Das hat natürlich nicht mit dem dort in Unmengen benutzten Glyphosat zu tun. Ihr Artikel ist zynisch! Und es ist allgemein, das die Konzerne gerne Regierungsnahe Forschungsunternehmen unterstützen.

#15 - 13.08.2018, 14:00 von bloßich

...

Zitat von bettyblue
Das war ja absehbar, dass aus dieser Feder eine Verteidigungsschrift folgen würde. Wann immer es darum geht, Monsanto, Glyphosat etc. zu verteidigen, ist diese Autorin sprichwörtlich federführend. Neutrale Berichterstattung sieht für mich anders aus!
In der Wissenschaft gibt es aber eben auch richtig und falsch.
Und wenn eine Studienlage X sagt und nicht Y, dann ist eine neutrale Berichterstattung, die irgendwo dazwischen liegt eben auch nicht sinnvoll.
Inwieweit Glyphosat tatsächlich gefährlich ist, kann ich nicht beurteilen.
Aber wenn die besseren und zahlenmäßig überwiegenden Studien von einer Ungefährlichkeit ausgehen, dann glaube ich erst einmal den Wissenschaftlern. Und dann ist es auch nur richtig, wenn Journalisten das auch tun und entsprechend Kommentieren.

#16 - 13.08.2018, 14:00 von weltraumschrott

Der Ökobauer im Nachbardorf

ist ebenfalls krebserkrankt. Er schiebt es allerdings auf die Windräder.
Dass Glyphosat ein besch... Gift ist, ist ja unumstritten. Heißt aber deshalb noch nicht, dass man daraus ableiten kann, dass es zwingend zu Krebserkrankungen führt.

"Wenn Alkohol - also alkoholische Getränke - als sicher krebserregend eingestuft werden und auf keiner solchen Spirituose ein diesbezüglicher Vermerk enthalten ist, wieso wurden dann noch nicht die entsprechenden Getränkehersteller von krebskranken Menschen verklagt?"
Weil Alkohol die heilige Kuh in der westlichen Wertegemeinschaft ist. Neben dem Auto selbstverständlich.

#17 - 13.08.2018, 14:01 von Kleinunternehmer

Zitat von marcus.w
BEWEISEN lässt sich allerdings ein RISIKO, da diese Menschen nachweislich erhöhte Krebsraten haben, im gegensatz zu solchen, die es nicht hatten.
Haben Sie denn den Artikel nicht gelesen?

Es gibt laut der groß angelegten Studie eben *keinen* Beweis für nachweislich erhöhte Krebsraten bei Farmern, die das Zeug tonnenweise einsetzen. Das ist viel eher ein Beweis dafür, dass Glyphosat eben *nicht* krebserzeugend wirkt - auch nicht in höchsten Dosen.

#18 - 13.08.2018, 14:01 von multi_io

Zitat von
Hausmeister Johnson hat das Mittel zur Unkrautbekämpfung auf Schulhöfen angewendet und danach Krebs bekommen. Es gibt also eine Korrelation zwischen dem Einsatz des Herbizids und der Krebserkrankung.
Noch nichtmal das. Aus einem einzelnen Fall kann man keine Korrelation herleiten.

#19 - 13.08.2018, 14:03 von exilator_

Dass Wissenschaft, Politik und Umweltbehörden zu einem anderen Ergebnis kommen verwundert nicht. Wir kennen ja die Wissenschaft noch gut von der Zigarettendiskusson . Dort hatten namhafte "Wissenschaftler bewiesen", dass Rauchen sogar gesund sei und keinerlei Krebsrisiko habe. Die Aussagen von Wissenschaftlern sind dort, wo es um Geld geht kein Beweis und eher schon ein Beweis für genau das Gegenteil. Das ist halt so, weil wir im Westen in einer Art Wirtschaftsdiktatur leben, die die Interessen der Wirtschaft ungleich anders und höher einschätzt, wie die Menschen, die von den Auswirkungen der Wirtschaft betroffen sind.
Wollen wir wetten, dass die Besitzer von Bayer ganz genau darauf achten, dass kein Glyphosat in dem enthalten ist, was auf den Tisch kommt?
Warum das Gericht nicht entschieden hat, dass der CEO von Bayer/Monsanto für 5 Jahre derselben Belastung auszusetzen sei, wie der Kläger, ist schade. Das wäre auch in vielen anderen Fällen ein richtiges Signal.

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