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Neue Klima-Protestbewegung "Extinction Rebellion": Rebella Ciao

DAN PELED/ EPA-EFE/ REX Die "Extinction Rebellion" ist die rabiate Schwester von Fridays for Future: ein zweiter Arm der neuen globalen Klimabewegung. Wer sind sie, was wollen sie? Ein Besuch in der "Rebell*innenschmiede".
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#1 - 19.08.2019, 10:56 von norbertbrummer

Joa...

Die Art und Weise mag an Hippi-Quatsch erinnern, aber was solls. Die Leute tun niemanden weh und wenn es sie glücklich macht... Und Naturschutz ist ja nun generell erst mal nichts schlechtes - im Gegenteil. Und so lange es gewaltfrei und friedlich bleibt können und sollen die Menschen ruhig demonstrieren. Allemal besser als Wutbürger zu sein und mit vom Hass verzerrtem Gesicht auf Frau Merkel schimpfen.

#2 - 19.08.2019, 11:02 von Jesse_Punkman

Die Sekte

Jaja.. Veganismus ist ja auch ne Religion. Man kann diverse Bewegungen mit Religion vergleichen. Größter, unerwähnter Unterschied: Religion will, daß wir etwas Absurdes glauben und verteidigen.
Hier geht es um eine reale Bedrohung, wissenschaftliche Wahrheiten, die überprüfbar und einsehbar sind. Dass XR Mitglieder mit schamanistisch anmutenden Ritualen versuchen, Kraft zu schöpfen, um den Kampf gegen eine zerstörerische Industrie und eine immer noch zu gleichgültige Gesellschaft aufzunehmen sollte wohl kaum der wichtigste Punkt sein. Sondern der Kampf selbst. Und wer den nach den letzten beiden Jahren noch immer "Hysterie" nennt, der ist wohl entweder selbst ein Wirtschaftsboss oder glaubt deren Märchenstunde.

#3 - 19.08.2019, 11:08 von Beat Adler

Greta T. UND die XR Rebellen, BEIDE: "Hoert auf die Wissenschaft!"

Als Prinzip kann das gar nicht falsch sein.

Was erklaert uns die Wissenschaft?

Dass seit den Unterschriften unter dem Pariserabkommen COP21 vom Nov 2015 mindestens DREI Kippunkte ueberschritten wurden: 1. fehlende Meereisbedeckung im Sommer in der Arktis 2. Tauen der Permafrostboeden 3. Tempratur des Oberflaechen-Meerwassers mit gleichzeitiger Absenkeung des pH Wertes.

Das fuehrt zu einer viel waermeren Welt, PLUS 4 Grad ueber vorindustrieller Zeit, auch dann, wenn alle Versprechungen von Paris eingehalten wuerden, mit einem stark ansteigenden Meeresspiegel, 2 Meter plus minus 0.5 Meter in der Zeit, die ein Kind, as heute in den Kindergarten geht, erleben wird.

KURZfristig, HEUTE, nicht morgen oder uebermorgen, fuehrt das Umlegen der Kippschalter dazu, dass es nicht mehr moeglich ist die Ernten auf den Aeckern der Bauern noerdlich 25 Grad Breite zu garantieren. Das trifft fast alle Menschen auf Erden so gut wie sofort!

Was ist zu tun?

1. Alle Versprechungen von Paris noch schneller, wie versprochen, umsetzen. Das ist die Grundvoraussetzung.

2. Anpassen: Regional an die neue, waermere Welt mit entsprechenden Massnahmen anpassen.

3. Baeume pflanzen bis zum Abwinken, ein paar hundert Milliarden, besonders zwischen 25 Grad Nord und 25 Grad Sued. Ohne dieses Programm laesst sich die Globaltemperatur NICHT auf plus 4 Grad im Vergleich zu VOR 1850 beschraenken.
mfG Beat

#4 - 19.08.2019, 11:18 von antelatis

Logische Konsequenz

Wenn man als Klimaschützer davon ausgeht, dass es zu einer Katastrophe biblischen Ausmaßes kommen wird, wenn sich nicht ganz schnell was ändert, und es ändert sich nichts, dann hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man ergibt sich in sein Schicksal und akzeptiert das drohende Ende der menschlichen Zivilisation oder man radikalisiert sich immer weiter, um weiter dagegen anzukämpfen. Ich bin gespannt, welchen Weg Greta wählen wird.

#5 - 19.08.2019, 11:25 von Knacker54

Sehr gut!

Trotz des BlaBlas der ersten zwo hier: Wache Menschen, die ihr Schicksal nicht ergeben hinnehmen sondern aufbegehren. Wir haben uns lange genug an der Nase herumführen lassen. Endlich stehen wieder ein paar auf und - zwangsläufig - es werden immer mehr. Denn noch passiert hier zu wenig und die CO2-Emissionen nehmen weiterhin zu, das Artensterben geht weiter, unser Trinkwasser wird nicht nur mit Gülle verseucht, Dörfer werden wegen Braunkohle abgebaggert und der Plastikmüll in den Weltmeeren kommt in unserer Nahrung zu uns zurück. DAS ALLES MUSS AUFHÖREN!

#6 - 19.08.2019, 11:30 von qwertreiber

Das Leugnen von Fortschritten ist mir zuwider

Klar kann man mehr tun - und müssen wir auch. Aber so zu tun als wäre nix passiert, ist einfach Schwachsinn. Beispiel Berlin: Die Stadt ist in den letzten 15 Jahren gewachsen und hat ein Vielfaches mehr an Besuchern, aber der CO2-Footprint ist um ca. ein Drittel gesunken. Das ist nicht schlecht, kann kaum ein anderes Land weltweit vorweisen, aber wir machen uns gern kpnstlich schlecht.

Um dem Klimawandel vorzubeugen, braucht es Politik nicht, sondern die Aktion von uns allen. Wenn die Gesellschaft es will, braucht es die Politik nicht dazu.

#7 - 19.08.2019, 11:38 von grandma_moses

Erscheint mir weniger radikal als in den 70ern...

...die Kinder tragen Baumwollklamotten, sie haben Ohrringe, sind adrett gestylt vom Friseur und konnten sich auch eine Lockenbehandlung gönnen, dazu sehe ich bei mindestens einer Demonstrantin gefärbte Haare. Es werden viele Handys in die Luft gereckt, um ja alles zu filmen und dann hochzuladen bei Diensten, die einen großen Teil des weltweiten Stromes verbrauchen. Dies spricht für mich alles extremst gegen eine tief im Glauben oder der Überzeugung verwachsene Bewegung. Meiner Meinung nach, und natürlich kann ich mich hier irren, sind genau solche Bewegungen einfach ein Ausdruck für mangelndes Zugehörigkeitsgefühl - ausgelöst durch die Auflösung von identitätsstiftenden Rollenbildern - weswegen eine Art Ersatzreligion gefunden oder kreiert werden muss. Für die einen sind das heimatliebende Bewegungen (höflichst umschrieben), für die anderen sind das Umweltrallys und für wieder andere ist es eine hedonistische Spassgesellschaft, in die sich werfen. Das tut in Bezug auf die Anliegen der Bewegungen nichts zur Sache, erklärt aber ihren großen Zuspruch in absoluten Zahlen. Das Problem sehe ich wie oben kurz angesprochen darin, dass die Umweltfreunde offensichtlich umweltschädlich leben ( Baumwolle, Haarfarben, Ohrringe, Piercings, Sonnenbrillen und natürlich Handys en masse - und das nur auf einem Foto ), genauso wie die Fremndenfeinde offensichtlich fremdenfreundlich leben ( Fernseher und vieles mehr made in China, Filme aus Hollywood, Essen aus der Türkei und Spargel gepflückt von Rumänen ). So wird sich früher oder später jede Bewegung in einen radikaleren Teil und einen gemäßigteren Teil spalten. Dies könnte auch hier im Artikel der Fall gewesen sein, und von dieser neuen Bewegung wird sich wieder ein radikalerer Teil abspalten. Ich versuche mich hier nur an einer Analyse, ich möchte in keinem Fall das Anliegen der Umweltjugend geringschätzen oder schlechtmachen; es ist ein gutes Anliegen!

#8 - 19.08.2019, 11:44 von Ole_Bienkopp

Die "Fridays for Future" sind ein "Arm der globalen Umweltbewegung"?

Also falscher könnte es nicht sein! Das hätten vielleicht manche gern, aber tatsächlich sind sie ein überwiegend DEUTSCHES Phänomen! Das zudem extrem medial aufgeblasen wird. Schon außerhalb Deutschlands kennt man die kaum und selbst in Greta Thunbergs Heimat Schweden ist noch keine "Bewegung" entstanden. Und im Rest der Welt erntet man wohl ein hilfloses Achselzucken, wenn man sie erwähnt.

Bitte auf dem Teppich bleiben!

Und ganz nebenbei: Wenn sich die FFF hier in Deutschland weiterhin von der Politik anspannen und lenken lassen, etwa mit der unsinnigen Forderung nach einer CO2-Steuer (als würde ein Kind/Jugendlicher auf sowas kommen!), wird sie auch hier bald Vergangenheit sein. Und das wäre dann der Supergau für die Umweltbewegung und ihre durchaus berechtigten Themen!

#9 - 19.08.2019, 11:44 von sändling

Gleich mal informieren …

… ob die auch in Bayern aktiv sind. Wenn die AfD diese Bewegung schlecht findet, ist das ja geradezu ein Gütesiegel. Und ein paar fröhliche Gesichter zu sehen, die was bewegen wollen, ist alleweil besser als diese griesgrämigen Gehstockwinker, die vor jeder Veränderung die Hosen voll haben.

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