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Nobelpreis für Physik: Sind wir allein? Und warum gibt es uns überhaupt?

AP/ The Reno Gazette-Journal Zwei Exoplanetenforscher und ein Kosmologe haben den Nobelpreis für Physik bekommen. Sie haben unser Verständnis vom All revolutioniert - weil sie Fragen gestellt haben, die auch Vierjährige verstehen.
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#1 - 08.10.2019, 18:46 von Aurora vor dem Schilf

Kann das jemand erklären?

Ich verstehe die Schlussfolgerung zwischen Exoplanet und der Frage, ob wir allein sind, nicht. Weder ist mir die Kausalität klar, noch habe ich verstanden, was unwahrscheinlich ist (das wir allein sind oder nicht).

#2 - 08.10.2019, 18:53 von headmiller

Was soll man dazu sagen?

Wir wissen nichts!
Also sagen wir NICHTS!
Schauen wir uns doch mal an!
Vor uns waren die Dinos! Sie vergingen!
Heute leben wir auf dieser Erde. Und wir werden auch vergehen.
Ist doch kein Problem! Oder?
Ach ja, natürlich! für die Glaubens- und Regierungsfürsten ist das ein Problem!
Tröstet euch, irgendetwas wird schon nachwachsen!
Sieht vielleicht nicht schön aus, was solls! Es lebt!

#3 - 08.10.2019, 19:01 von Eddy_Duane

Doch nicht nur solche kosmischen Kuriositäten interessieren die Exoplanetenforscher. Sie suchen längst auch nach lebensfreundlichen Plätzen im All, nach einer zweiten, dritte, vierten Erde irgendwo da draußen. Sind wir allein im Weltraum? Das ist eine Frage, die auch Vierjährige verstehen können und faszinierend finden. Es ist eine der fundamentalsten Fragen im Universum.

Dass wir allein sind im All, das ist noch immer möglich. Nur weil es Exoplaneten gibt, muss nicht automatisch auch irgendwo Leben existieren. Nach allen Gesetzen der Wahrscheinlichkeit ist es aber sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich, wenn das nicht der Fall wäre.

"Entweder wir sind allein im Universum oder wir sind es nicht.
Beides ist gleich erschreckend."

(Arthur C. Clarke)

#4 - 08.10.2019, 19:07 von seikor

falscher Tag?

Glückwunsch zu dieser herrlichen Forschung! Aber ich dachte, heute am Tag der Bekanntgabe des NP, 8.10.19, ist Dienstag? (und nicht Mittwoch, wie zu lesen)

#5 - 08.10.2019, 19:24 von Humanfaktor

Kindlich

Der staunende Journalist und die Art, wie er die weite Welt der Wissenschaft sieht.
Einem Kind kann man nachsehen, wenn Ursachen und Wirkungen (noch) nicht in die richtigen Reihenfolgen gebracht werden. Vierjährige haben eben noch überschaubare Kompetenzen der Abstraktion des Konkreten und Manifestation des Theoretischen. Aber warm schreiben Vierjährige hier in der Sparte Wissenschat die Laudatio für Nobelpreisträger. Wo steckt da der Sinn ? ;-)

#6 - 08.10.2019, 19:36 von permissiveactionlink

Ein schöner Beitrag

zum diesjährigen Physiknobelpreis. Den Preisträgern die besten Glückwünsche ! Alle drei haben den Preis mehr als verdient. Während Peebles als Astrophysiker und Kosmologe eigentlich sowieso außer Konkurrenz ist, hatten es die beiden Schweizer Exoplaneten-Forscher Mayor und Queloz am Beginn ihrer Arbeit sehr schwer. Man hielt sie für Exoten, und nahm Ihr Forschungsgebiet nicht wirklich ernst. Diese Erfahrung machten auch andere, die sich früh mit Exoplaneten beschäftigten, z.B. der Amerikaner Geoffrey W. Marcy. Der erste entdeckte echte Stern mit Exoplanet (zuvor waren schon Exoplaneten um einen Pulsar (PSR 1257+12), also Neutronenstern, bekannt), ein sonnenähnlicher Stern mit Spektraltyp G5, 15,36 pc (50 Lichtjahre) von der Sonne entfernt und mit einer scheinbaren Helligkeit von 5,46 Magnituden gerade noch mit bloßem Auge sichtbar, der Stern 51 Pegasi, wurde zur Ehrung der beiden Schweizer Forscher mittlerweile der Name "Helvetios" ("die Schweizer") verliehen, sein Planet, ein heißer Jupiter mit der Bezeichnung 51 Peg b erhielt den Namen " Dimidium" ("Die Hälfte"). Den Stern kann man z.Z. kurz vor Mitternacht ca. 60° hoch über dem Südhorizont sehen : Man erkennt dort ein auffälliges Quadrat aus vier Sternen, das "Pegasusquadrat". Rechts unten den Navigationsstern Markab (alpha Peg), daruber der Stern Scheat (beta Peg), links von ihm der Navigationstern Alpheratz (alpha And), der schon zum Sternbild Andromeda gehört, und darunter der Stern Algenib (gamma Peg). Wenn man sich eine Linie als rechte Quadratseite denkt, und bei der halben Distanz zwischen Markab und Scheat ein klein wenig nach außen blickt, dann findet man dort 51Peg als dritten, aber schwachen Stern eines stumpfwinkligen Dreiecks. Mit ihm hat alles angefangen. Und heute kennen wir schon mehrere Tausend Exoplaneten, auch erdähnliche Gesteinsplaneten. Heute nehmen endlich alle das Forschungsgebiet Mayors und Queloz' ernst !

#7 - 08.10.2019, 19:39 von varlex

Zitat von Eddy_Duane
Dass wir allein sind im All, das ist noch immer möglich. Nur weil es Exoplaneten gibt, muss nicht automatisch auch irgendwo Leben existieren. Nach allen Gesetzen der Wahrscheinlichkeit ist es aber sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich, wenn das nicht der Fall wäre.
Nicht unbedingt.

Die Menge an Planeten im sichtbaren Universum ist endlich. Wenn die Wahrscheinlichkeit, dass Leben entstehen kann niedriger ist, als der Reziproke Wert der passenden Objekte im Universum, kann es auch wahrscheinlicher sein, dass "wir" allein sind.

Zusätzlich ist da noch der Faktor Zeit. Wer weiß, vllt ist erst unsere Sonne verglüht, wenn irgendwo neue Leben entsteht...

Fazit: Unsere Erde ist aktuell ein statistischer Einzelfall. Daraus kann man leider nicht schließen, ob er die Regel, ein seltener Ausreißer oder gar ein einzigartig ist. Statistische Methoden sind bisher nicht anwendbar.

#8 - 08.10.2019, 19:40 von KingTut

Bahnbrechende Entdeckungen werden belohnt

Mein allerherzlichster Glückwunsch an die drei Astrophysiker, insbesondere an Michel Mayor, der schon lange ein heißer Kandidat war. Als jemand, der sich für das Thema sehr interessiert, bin ich über diese Verleihung besonders erfreut. Es ist immer wieder faszinierend, die Entwicklung zu verfolgen, wie sie uns auch durch ständige Berichte und Updates durch die Astrophysiker Harald Lesch, Josef Gaßner, Andreas Müller und weitere Team-Mitglieder sowie Gastprofessoren vermittelt werden. Wir leben wahrlich in einem goldenen Zeitalter kosmischer Entdeckungen, obwohl klar ist, dass wir bisher nur an der Oberfläche gekratzt haben. Dennoch ist jede Entdeckung spektakulär, wie z.B. der Nachweis eines Schwarzen Lochs in Sagitarius A, dem Zentrum unserer Milchstraße durch die Astrophysikerin Andrea Ghez, die meiner Meinung nach ebenfalls den Physik-Nobelpreis verdient hat.

#9 - 08.10.2019, 19:41 von Neandiausdemtal

Die eigentliche Frage ist doch:

Warum gibt es überhaupt IRGENDETWAS?

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